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Datum: 2017-05-31 18:49
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Paraguay - Die neue Schweiz Südamerikas!


Zur Schweiz und zum Fürstentum Liechtenstein habe ich bereits zahlreiche Berichte und Empfehlungen verfasst. Zu den Ländern Kanada und Norwegen habe ich für meine Leser ausführliche Sonderausgaben erstellt. Nun widme ich mich erstmalig einem weiteren, offensichtlich sehr attraktiven Land fern Europas, das nicht selten als „die neue Schweiz Südamerikas“ bezeichnet wird. Ich spreche von Paraguay, ein Land, zu dem ich zuletzt sehr viele Anfragen bekommen habe. Paraguay ist ein Binnenstaat im Herzen Südamerikas mit einer Fläche von rund 407.000 Quadratkilometern. Das bedeutet, das Land ist ungefähr so groß wie Deutschland und die Schweiz zusammen. Allerdings ist es bei weitem nicht so stark besiedelt. Lediglich 6,4 Millionen Einwohner leben in Paraguay, die meisten davon in der Hauptstad Asunción. Deutschland unterhält ein Investitionsschutzabkommen mit Paraguay Zwischen Deutschland und Paraguay gibt es ein Investitionsschutzabkommen aus dem Jahr 1993, welches vor einer Enteignung schützt. Selbst wenn eine Partei dieses Abkommen aufkündigen würde, bleibt es weitere 20 Jahre bestehen. Das ist eine sehr gute Basis der Rechtssicherheit für Aktivitäten bzw. Investitionen in Paraguay. In meinen Länderbeurteilungen widme ich stets den Staatsverschuldungen ein großes Augenmerk. Paraguay weist für das Jahr 2016 eine Staatsverschuldung in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) von lediglich 19,7% auf. Deutschlands Verschuldungsquote liegt zum Vergleich bei rund 70%. Der EU-Durchschnitt liegt sogar bei 86%. Auch diese relativ niedrige Verschuldungsquote spricht für Paraguay. Auch anhand der Währung kann man die Attraktivität bzw. den Erfolg eines Staates gut beurteilen. Seit dem 05.10.1943 ist der Guarani, benannt nach dem gleichnamigen indigenen Volk, die Landeswährung Paraguays. Der Guarani ist die stabilste Landeswährung Südamerikas, ein weiterer Pluspunkt. Paraguay verfügt über eine ausgezeichnete demografische Struktur Neben der geografischen Lage, der politischen Stabilität und der damit verbundenen Rechts- und Investitionssicherheit ist die Demografie Paraguays für mich einer der wichtigsten Punkte für meine grundlegend positive Beurteilung des Landes. Viele westliche Industrienationen stehen ohne Einwanderung vor der Vergreisung ihrer Bevölkerung. Dazu zählt leider auch Deutschland. In der Bundesrepublik sind lediglich 14% der Menschen noch jünger als 15 Jahre. Aufgrund nachhaltig schwacher Geburtenraten wird sich die negative Altersentwicklung weiter verstärken. 20% der Bevölkerung in Deutschland sind hingegen bereits heute älter als 65 Jahre. Auch dieser Negativtrend wird weiter zunehmen, bei gleichzeitig steigender Lebenserwartung. In Paraguay hingegen sind 37% der Bevölkerung jünger als 15 Jahre. Nur 5% der Menschen sind älter als 65 Jahre! Paraguays Rahmenbedingungen sind sehr attraktiv, wie Sie anhand der obigen Fakten sehen. Gleiches gilt auch für Uruguay, das nach Suriname zweitkleinste Land in Südamerika. Über den Autor Markus Miller Markus Miller (geb.: 1973) ist ein gefragter Experte, wenn es um das komplexe Thema internationale Vermögensstrukturierung und die globale Steuerung von Vermögenswerten geht. Regelmäßig Analysen über Börsenwissen erhalten — kostenlos! Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Anleger-Informationen von Markus Miller. Über 344.000 Leser können nicht irren.


Datum: 2017-01-21 12:58
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Paraguay liegt an der Spitze


Asunción: Paraguay hat aufgeschlossen, besser gesagt, sich sogar an die Spitze gesetzt und die wichtigsten Rindfleischproduzenten wie Argentinien und Brasilien überholt. In den letzten 15 Tagen kam es zu einem deutlichen Anstieg. Im Export in die Europäische Union war Paraguay am teuersten beim Rindfleisch in der Region, 3,2% betrug der Anstieg. Der Preis liegt nun bei 3,20 US Dollar pro Kilo (am Haken). Es gibt eine deutlich niedrigere Versorgung aber eine erhöhte Nachfrage, vor allem nach Israel. Argentinische Rinder erzielen aktuell 3,16 USD pro Kilo, in Brasilien sind es 3,08 USD und in Uruguay 3,02 USD, jeweils pro Kilo und auch am Haken gewogen. Laut der Kommission für die Industrialisierung, Vermarktung und Förderung von Fleisch der ländlichen Assoziation von Paraguay (ARP) stieg der Preis im Rindersektor um 20,5% gegenüber 2016 an. Der durchschnittliche Wert beim Export lag letztes Jahr bei 3.965 USD pro Tonne.


Datum: 2016-08-03 17:35
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Bi-ozeanischer Korridor führt durch Paraguay: 1.800 Kilometer ohne Zollgrenzen


Der Plan für den bi-ozeanischen Korridor schreitet langsam aber sicher voran. Angedacht ist dabei, dass 1.800 Kilometer in drei Tagen ohne Zollunterbrechungen durch vier Länder, Paraguay, Argentinien, Chile und Brasilien gereist werden kann. Die Strecke dürfte dann wohl eine deutliche “Abkürzung“ mit dem Handel nach Asien sein. Bis es so weit ist, wird aber wohl noch eine Zeit vergehen, denn infrastrukturell muss noch viel geschehen. Auf einer Tagung in Campo Grande, Brasilien, trafen sich mehrere Beteiligte der involvierten Länder. Darunter waren auch der paraguayische Minister für Industrie und Handel, Gustavo Leite und Felix Zelaya vom MOPC zugegen. „Wir haben erst einmal untereinander diskutiert wie ein praktikables Zollsystem aussehen kann. Möglich sind intelligente Frachtmaßnahmen, wie Kameras und Kennzeichenleser und eine Auswertung der Containernummern. Mit einer geeigneten Software ist das ohne Weiteres möglich“, sagte der Staatssekretär für internationale Beziehungen vom brasilianischen Zoll, Ronaldo Lazaro Medina. Paraguay hat das MOPC bereits im April beauftragt die Arbeiten der ersten Phase des bi-ozeanischen Korridors durchzuführen. Es sieht die Pflasterung der Strecke Carmelo Peralta nach Loma Plata vor. Am 24. August ist das Bieterverfahren für die 227 Kilometer lange Strecke beendet. Die Investition beträgt ca. 330 Millionen US Dollar. Danach folgt eine zweite Ausschreibung für die Verbindung Cruce Centinela – Mariscal Estigarribia – Pozo Hondo für die Verbindung mit Argentinien. Veranschlagt sind dafür 340 Millionen USD. Quelle: Ultima Hora


Datum: 2016-04-18 05:53
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Paraguay größter Exporteur von Maniok


Das Grundnahrungsmittel der meisten Paraguayer, die Maniok Wurzel, wird im Land an vielen Stellen angebaut. Mehr als 50% der heimischen Produktion gehen in den Export. Paraguay ist der größte Exporteur von Maniok in Südamerika. Hans Theodor Regier, Direktor des Verbandes der Maniok verarbeitenden Industrie, sagte, Paraguay exportiere mehr als 50% der Produktion aus Paraguay. Er fügte an, vor allem die Installation von Stärkemehlfabriken sei ausschlaggebend, damit Familien auf dem Land einen Bezugspunkt hätten. In den Departements Caaguazú und San Pedro könnten pro Tag 600 Tonnen Maniok verarbeitet werden, in Nueva Germania wurde eine neue Fabrik eröffnet, die 400 Tonnen am Tag annimmt und weiter verarbeitet. Laut Regier belaufe sich die jährliche Produktion in Paraguay auf rund 60.000 Tonnen, von denen 35.000 bis 40.000 in den Export gingen. Dabei würden ungefähr 20 Millionen US Dollar jährlich generiert. Die wichtigsten Abnehmer für die Maniok Wurzel sind Argentinien, Uruguay, Chile, Bolivien, Venezuela, USA, Mexiko, Kanada, Spanien und Afrika. Regier betonte, vor allem Kleinbauern würden technische Hilfen und Programme im Marketing erhalten. Der Rohstoff Maniok fände aber immer mehr Verwendung in Stärkemehlfabriken. Die Nachfrage aus dem Ausland sei beständig hoch. Zurzeit gibt es aber einige Engpässe, nachdem die letzten Regenfälle Transportunternehmen daran hindern ihre Fracht in die Fabriken zu liefern.


Datum: 2016-04-17 19:47
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Herbst in Paraguay: Über 40 °C


Carlos Santacruz, Meteorologe, erklärte in seiner Prognose für das kommende Wochenende, dass sich ab heute die Atmosphäre im ganzen Land erwärmen würde. In den südlichen Departements herrschen Temperaturen zwischen 33 °C und 35 °C vor, im Bereich Central von 34°C bis 37 °C und im Chaco könnten schon 39 °C als Spitzenwert erreicht werden. In den nächsten Tagen aber, so Santacruz, würden in verschiedenen Teilen des Landes die 40 Grad Marke überschritten, auch in der Hauptstadt Asunción, einhergehend mit einer hohen Luftfeuchtigkeit. Niederschläge, so der Meteorologe, soll es nur vereinzelt am Nachmittag geben, vor allem in den östlichen Departements. Eine Änderung der Wetterlage ist nicht in Aussicht, erst ab Mittwoch kommender Woche könnten Gewitterschauer für Abkühlung sorgen, die Maximalwerte bleiben aber über 30 °C.


Datum: 2016-04-15 14:57
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Paraguay im Visier von Europa


Der Minister für Industrie und Handel, Gustavo Leite (Beitragsbild), betonte, Paraguay “ist bereit, viel Geld von ausländischen Investoren zu bekommen“ und erklärte weiter, vor allem steuerliche Aspekte würden solche Investitionen begünstigen. Leite machte die Aussagen auf dem Investment Forum zwischen Paraguay und Europa im Sheraton Hotel und demonstrierte damit die wirtschaftliche Stärke von Paraguay. Der Minister sagte weiter, das Land sei einzigartig in seiner Wettbewerbsfähigkeit und ein “glaubwürdiges Beispiel um in Südamerika zu investieren“. Er betonte ferner, die Kapitalflüsse, sowohl im In- und Ausland, würden gefördert durch bestehende Gesetze. Vor allem Fleisch- und Getreideerzeugnisse verbinden Paraguay mit Europa, das sei ein anspruchsvoller Markt. „Ich denke, die Sicht aus Europa über Paraguay ist heute völlig anders als sie es in der Vergangenheit war, deshalb kommen auch immer mehr europäische Investoren“, sagte der Minister. Die paraguayische Präsidentschaft im Mercosur in der zweiten Hälfte von 2015 hat sich als vorteilhaft erwiesen. Paraguay, Argentinien, Brasilien, Uruguay und Venezuela wollen eine Einigung mit der Europäischen Union erreichen, um das Assoziationsabkommen, das 1999 ins Stocken geraten ist, neu zu initiieren. Im Mittelpunkt steht dabei die Aufhebung der Handelsbeschränkungen, die am Rande des EU-Lateinamerika Gipfels dieses Jahr in Madrid wieder neu diskutiert wird. Alle Beteiligten hoffen, dass dann bestimmte Handelsbarrieren beseitigt werden können.


Datum: 2016-04-09 00:12
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Deutschland steht vor einer dramatischen Krise - Investieren Sie in Land!


In Europa droht eine neue Finanzkrise Die Maßnahmen gegen einen Wirtschaftseinbruch sind bereits jetzt praktisch ausgeschöpft In Gefahr sind Sparguthaben der Bürger und die Kassen der Staaten Eine Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen im Text seht ihr im Video oben In Europa zu leben, wird uns teuer zu stehen kommen. In Gefahr ist unser Geld, unser Erbe - unser Leben in Wohlstand, wie es Europa immer garantiert hatte. Bislang. Denn die nächste Finanzkrise steht bevor. Und vieles spricht dafür, dass sie weit dramatischer wird als beim letzten Mal. Denn es droht: eine neue Eurokrise, vom Strickmuster her ähnlich der Eurokrise wie sie 2009 ausgebrochen war. Europa könnte sich erneut infizieren, ergeben Analysen der "Süddeutschen Zeitung" und der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die Schulden steigen weiter - bis ins Untragbare Deutliches Anzeichen: Die Schulden der Euroländer sind weiter gestiegen - lagen sie vor sechs Jahren noch bei 85 Prozent der Wirtschaftsleistung, sind sie heute bei 90 Prozent. Im Schnitt. Portugal, Italien und Spanien haben Schulden in Höhe von mindestens dem 1,2-Fachen ihres Bruttoinlandsprodukts. Unter Wirtschaftswissenschaftlern gilt die Überzeugung: Schlimmer geht es nicht. Mehr wäre der Anfang der Krise. Die Betroffenen geben sich offenkundig keine große Mühe, diese Lasten abzubauen. Portugals neue Linksregierung will Arbeitnehmern, Rentnern und Beamten Sozialgeschenke machen - ausgerechnet in Zeiten knapper Budgets. In Spanien, wo ebenso ein Linksbündnis die Regierung übernehmen könnte, ist dieselbe Ausgabenpolitik denkbar. Dabei hat uns die von Griechenland aus gewachsene Krise bitter vor Augen geführt: Die Ausgaben der Problemländer gehen jeden Europäer etwas an - denn sie bürgen mit ihren Steuergeldern für die Notmaßnahmen wie den Euro-Rettungsschirm. Zudem sinken die Zinsen für Sparer immer weiter, Lebensversicherungen, Tagegeldkonten, Bausparen: Alles, was einmal sichere Rendite abwarf, kommt nicht mehr recht in Frage. Viele Anlageoptionen werfen jetzt schon weniger ab als die Inflation auffrisst. Gleichzeitig sind Aktien nicht nur eine riskantere Anlage, sondern auch schon recht teuer. Ebenso Immobilien und andere Sachanlagen. Das sind die dramatischen Auswirkungen der Krise, die jetzt schon jeder von uns spürt. Kommt es zum Crash, war das nur der Anfang: Dann kommen Banken ins Wanken, angesparte Vermögen geraten in Gefahr und die Börsenkurse rauschen in den Keller. Einer solchen Finanzkrise entkommen nur die Wenigsten. Hinzu kommt die bange Frage: Was ist, wenn die Länder, die den Rettungsschirm für andere aufspannen, selbst in Schwierigkeiten geraten, weil die Rettung nicht mehr zu finanzieren ist? Beatmungsversuche aus Frankfurt Über diese Frage sollte ein Europäer ganz besonders sorgfältig nachdenken: der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi. Seine in Frankfurt beheimatete Behörde versuche, "den kranken Patienten Europa durch die Politik des billigen Geldes künstlich zu beatmen, während man ihm mit der Kürzung von Staatsausgaben, Löhnen und Renten weiter Blut abzapft", heißt es in einem "FAZ"-Kommentar des Linken-Politikers Oskar Lafontaine und seinen Kollegen Stefano Fassina und Fabio De Masi. Die Politik des billigen Geldes bedeutet: Die EZB sorgt für niedrige Zinsen - dadurch sollen Kredite günstig sein, Konsum und Investitionen angekurbelt werden. Als es vor Jahren mit der Eurokrise losging, ließ sich damit noch für etwas Belebung sorgen. Doch was, wenn die europäische Wirtschaft wieder drastisch ins Stottern gerät? Mittlerweile sind die EZB-Zinsen für Banken ins Negative gerutscht. "Wenn die nächste Finanzkrise kommt, sind die Zentralbanken mit ihrem Latein am Ende", heißt es im Lafontaine-Text. Maßnahmen, die nicht wirken Eigentlich sind sie das jetzt schon: Denn trotz billiger Kredite werden Bürger nicht merklich zum Einkaufen, Unternehmen nicht zum Investieren angeregt. Bürger sparen. Doch weil sie dafür kaum Zinsen bekommen, schmilzt langsam der Wert ihres Sparguthabens. Ohne Investitionen in der Wirtschaft bleiben Wachstum und Steuergelder aus. Der Europa-Kollaps droht. Und daran werden nicht nur die altbekannten Problemländer Schuld sein, wie der Ökonom Stefan Kooths vom Kieler Institut für Weltwirtschaft der "Süddeutschen" sagt: Demnach seien Spanien, Italien und Frankreich überschuldungsgefährdet. "Die Eurozone ist anfälliger geworden für einen Schock aus der Weltwirtschaft oder ein Aufflammen der Krise in einem Mitgliedsland", warnt der Wirtschaftswissenschaftler. Weniger Spielraum als zuvor Denn: "Die Euro-Zone hat weniger Spielraum, auf eine neue Krise zu reagieren, als vor sieben oder acht Jahren", sagt Guntram Wolff vom in Brüssel ansässigen Thinktank Bruegel. Nur macht sich diese Situation kaum jemand klar. Europa steuert daher auf immer mehr Schulden zu. Und eine Krise, die längst absehbar ist, die aber niemand sehen will.


Datum: 2016-04-07 05:20
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Inflation bei -0,5%


Paraguay hatte im März 2016 eine Inflationsrate von -0,5% im Vergleich zu demselben Monat im Vorjahr. Die Zentralbank von Paraguay (BCP) veröffentlichte die Zahl in einem Bericht und gab weitere Details bekannt. Mit diesen Daten beläuft sich die kumulierte Inflationsrate für 2016 auf 2,6%, das ist 1% mehr als im Vorjahr ermittelt wurde. Die BCP geht davon aus, dass der Rückgang im März 2016 auf eine Verringerung der Lebensmittel- und Grundnahrungsmittelpreise zurückzuführen sei. Vor allem Getreide hätte sich deutlich verbilligt, denn die Auslandsnachfrage sei weiterhin sehr verhalten und die Erwartungen wären nicht erfüllt worden, sodass die Zahlen beim Export nach unten gingen. Aber auch der Zuckerpreis sinkt weiterhin auf dem heimischen Markt, aufgrund besserer Wachstumsbedingungen in den Erzeugerländern und guter Lagerbestände weltweit. Für die kommende Zuckerrohrernte im nächsten Monat bedeutet dies für die Landwirte wohl wieder, wie schon im Vorjahr, niedrige Ernteerlöse. Laut der BCP hätten sich auch Geflügelfleisch, Innereien und Wurstwaren verbilligt, währenddessen sich Konsumgüter wie Mehl, Maisöl, Butter und Käse, insbesondere zu Ostern, verteuert hätten. Die leichte Aufwertung des Guarani gegenüber dem US Dollar führte zu einem Rückgang der Preise im Bereich der Kommunikation, wie Internet und Handy-Dienste, aber auch bei langlebigen Gütern wie Fahrzeugen und Haushaltsgeräten. 2015 beendete Paraguay das Jahr mit einer Inflationsrate in Höhe von 3,1%, 2014 lag sie bei 4,2%.


Datum: 2016-04-06 03:39
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Größtes Hotel in Paraguay eröffnet


Gestern war die offizielle Eröffnung des größten Hotels in Paraguay. Es heißt Dazzler, befindet sich in Asunción, an der Aviadores del Chaco Ecke Vasconcellos und gehört zum Konzern Fën Hotels Group. Der Komplex beinhaltet 300 Gästezimmer in den unterschiedlichsten Preiskategorien. Schon am 15. März begann der Gästebetrieb auf Probe, aber erst gestern war die offizielle Eröffnung, nachdem noch einige Modernisierungsarbeiten in der Zwischenzeit durchgeführt wurden. An der Eröffnungszeremonie nahm der Präsident und Gründer der Fën Gruppe, Patricio Fuks, sowie nationale Behördenvertreter teil. Hoteldirektorin Georgina Adrogue sagte, die Auslastung läge zurzeit bei 65%. „Wir hoffen natürlich diese Zahl in den kommenden Monaten noch zu erhöhen“, bemerkte Adrogue und fügte an, jetzt seien im Moment 200 Zimmer belegbar, die restlichen 100 würden bis zum 15. April komplett fertiggestellt. Die Investitionssumme belief sich auf 20 Millionen US Dollar, der Hotelkomplex verfügt über eine Tiefgarage mit 119 Stellplätzen, einen Wellnessbereich, Pool, ein Restaurants sowie einer Bar. Die weiteren großen Hotelherbergen befinden sich größtenteils in der Hauptstadt oder nähren Umgebung, es sind die Hotels Bourbon (168 Zimmer), Guarani (129), Armele (154), Aloft (120), Sheraton (118) und Awa Resort (87). Die Fën Gruppe wird in Kürze ein weiteres Hotel mit 254 Zimmern eröffnen, das Esplendor, auch an der Aviadores del Chaco.


Datum: 2016-04-05 04:31
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Paraguay, das “gelobte Land“ von Argentinien


Zahlreiche Marken und Investoren aus Argentinien sind von Paraguay magisch angezogen und lassen sich vor allem in der Hauptstadt Asunción nieder. Ein Artikel in der argentinischen Presse beschreibt Paraguay als das “Mekka“ für Investitionen. Eine wachsende Wirtschaft, ein günstiges Geschäftsklima, eine praktisch nicht existierende Inflation und niedrige Steuern seien die Hauptattraktionen, laut der Zeitung La Nación aus dem Nachbarland. „Shopping del Sol ist das attraktivste Einkaufszentrum in Asunción und steht denen von Buenos Aires um nichts nach. Alles deutet darauf hin, dass die Hauptstadt von Paraguay mit ihrem Flair und Geschäften weiter wachsen wird“, so der Zeitungsbericht. Alejandro Conti, argentinischer Geschäftsmann, sagte, in Paraguay gäbe es keine Devisenkontrollen beim Export oder Import. In den letzten 20 Jahren sei das Land immer mehr gewachsen durch den Boom in den Sektoren Fleisch und Soja. „Wenn man in Paraguay lebt kann man das Glas halb voll oder halb leer sehen. Es ist klar, dass Asunción weit weniger entwickelt ist als zum Beispiel Sao Paulo oder Buenos Aires, aber wiederum voll von Möglichkeiten, weiter zu wachsen“, sagte Conti. Eine Umfrage im Bereich der Franchise Firmen ergab, dass sich derzeit 72 argentinische Marken mit Niederlassungen in Paraguay angesiedelt haben. Darunter befinden sich vor allem Unternehmen die Produkte in den Bereichen Kosmetik, Autozubehör und Feuerwerksartikel vertreiben, aber auch Restaurants oder Schnellimbisse sind stark vertreten.


Datum: 2016-04-05 04:29
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Paraguay, das acht billigste Land zum Leben


Laut der Datenbank “Numbeo“ liegt Paraguay an der achten Stelle der billigsten Länder in der Welt bezüglich seiner Lebenshaltungskosten. Die Studie wurde in 112 Ländern durchgeführt und untersuchte vier Parameter. „Mit dem starken US Dollar, im Vergleich zu anderen Währungen, ist es eine kluge Strategie sich Gedanken über die Altersversorgung zu machen und im welchen Land es am billigsten zu Leben sein kann“, erklären die Analysten in ihrem Bericht. Als erstes wurde die lokale Kaufkraft in den einzelnen Ländern untersucht, im Vergleich zu der Stadt New York. Die nordamerikanische Stadt diente auch in den folgenden Parametern als Bezugspunkt. Ein niedriger Index führt dazu, dass weniger Waren gekauft werden können. Als zweites untersuchten die Forscher die spezifischen Mietpreise in den einzelnen Ländern. Danach verglichen sie die Lebensmittelpreise und schließlich wurden die Kosten für Dienstleistungen, einschließlich Restaurants, öffentliche Verkehrsmittel und weitere ermittelt. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die Kaufkraft in Paraguay 49% höher als in New York ist, die Mietpreise sind 91,7% billiger, Einkäufe kosten um 75,3% weniger und andere Waren und Dienstleistungen haben 69,7% geringere Kosten. „In der Hauptstadt Asunción betragen die monatlichen Kosten für eine Person 360 US Dollar pro Monat, ein Appartement mit einem Schlafzimmer hat einen monatlichen Mietpreis in Höhe von etwa 250 US Dollar“, erklärten die Forscher in dem Bericht. Paraguay liegt somit unter den Top Ten der billigsten Länder. An erster Stelle steht Südafrika, dann folgen Indien, Kosovo, Saudi Arabien, Kasachstan, Sambia, Oman, Paraguay, Tschechien und Mazedonien. In der Region, unter den Top 50, liegt Kolumbien auf Platz 13, Chile erreichte den 16. Platz, Brasilien steht an 30. Stelle und Peru auf Platz 49.


Datum: 2015-05-03 21:32
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FOCUS ONLINE - EURO CRASHT 2015


Martin A. Armstrong hatte einen großen Ruf als Hellseher der Finanzbranche. Dann verschwand er für Jahre im Knast, angeblich wegen Millionen-Betrugs. Jetzt meldet sich Armstrong zurück und sagt ein Börsen-Debakel voraus. Der Börsen-Experte Martin A. Armstrong lehnt sich weit aus dem Fenster: Für den Spätherbst sagt er einen massiven Kurs-Absturz voraus, wie die „Welt“ berichtet. Der Mann sollte es wissen. Laut dem Bericht entwickelte Armstrong den "Pi-Code", der wirtschaftliche Auf-und Abschwünge voraussagen kann. Eine präzise Prognose gelang dem Mann beispielsweise am 19. Oktober 1987, als er den „Black Friday“ voraussagte. An diesem Tag stürzte der Dow Jones um gut 500 Punkte auf 1740 Zähler ab – ein Minus von fast 23 Prozent. 12 Jahre im Knast - ohne Urteil Mit seinen Prognosen machte Armstrong Millionen, doch dann drehte er wohl ein zu großes Rad. Er wurde angeklagt, Anleger mit einem Schneeball-System um Hunderte Millionen Dollar betrogen zu haben. Armstrong verschwand für 12 Jahre im Knast ohne je verurteilt worden zu sein. Der Bericht zitiert ihn mit den Worten: „Ich befand mich in Beugehaft. Ich wurde nie verurteilt. Das Gericht hat behauptet, ich hätte etwas Unrechtes getan, und ich sagte ‚Nein‘.“ Staatsanleihen vor dem Kollaps Jetzt ist der 66-Jährige zurück und wagt eine neue Prognose: Für den 17. Oktober sieht der einen massiven Kursabsturz bei Staatsanleihen voraus. Deshalb rät Armstrong Anlegern schon jetzt, einen großen Bogen um diese Papiere zu machen. Auch sonst neigt der schillernde Börsen-Experte zum Pessimismus. Den Untergang des Euro sagt er mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit voraus. Damit nicht genug. Der jüngste Börsenboom sei völlig übertrieben, die wirtschaftliche Lage rechtfertige keinesfalls das hohe Kursniveau. Auch hier wagt Armstrong einen präzisen Blick in die Zukunft. „Der Börsen-Crash wird 2017 oder 2018 kommen.“


Datum: 2015-03-11 16:37
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Franken und Guarani gefragt


Mit deutlichen Kursgewinnen waren die Währungen Paraguays und der Schweiz in den vergangenen vier Wochen die stärksten der Welt. Die Stärke des ist Frankens auf Sonderfaktoren zurückzuführen, während Paraguay als die „Schweiz“ Südamerikas gilt. Mit Kursgewinnen von 7,4 und 6,8 Prozent gegen den Euro waren die Währungen Paraguays und der Schweiz in den vergangenen vier Wochen neben dem Neuseeland-Dollar, dem Yen, dem philippinischen Peso, de, Baht Thailands und dem chilenischen Peso die stärksten der Welt. Die Kursstärke des Frankens, die sich in Form von Rekordkursen am laufenden Band im Verhältnis zu Euro und Dollar zeigt, wurde in den vergangenen Wochen und Monaten schon zu Genüge beschrieben. Stärke des Frankens ist auf verschiedene Sonderfaktoren zurückzuführen Sie ist das Resultat verschiedenster Sonderfaktoren, wie etwa der Bilanzverkürzung der Schweizer Banken, den stetigen Überschüssen im Außenhandel des Landes, einer vergleichsweise starken zyklischen Wirtschaftsentwicklung, der Korrektur der Unterbewertung der vergangenen Jahre und nicht zuletzt auch der krisenhaften Diversifikation von Währungsreserven. Krisensymptome machen viele Anleger sowohl in Europa als auch in den Vereinigten Staaten aus. In Europa zeigen sich die Folgen falscher wirtschaftspolitischer Strategien vor allem in den Peripheriestaaten. Nachdem sie in den vergangenen Jahren vorübergehend von Konvergenzphantasien und erstaunlich tiefen Zinsen hatten profitieren können ohne auf die volkswirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und die Entstehung gigantischer Vermögenspreisblasen zu achten, wenden sich nun die Versäumnisse gleich in doppelter Form gegen sie. Denn erstens müssen sie mit geplatzten Wachstumsträumen und damit verbundenen Finanzlasten fertig werden. Zweitens nimmt das Misstrauen der Anleger in die volkswirtschaftlichen Wachstumsmöglichkeiten immer weiter zu. Es zeigt sich in Form steigender Zinsen, die wiederum zu einer Belastung werden und sie noch weiter eintrüben. In den Vereinigten Staaten spielt sich eine ähnliche Schuldenkrise ab, wenn auch auf Basis einer anderen Substanz. Dort hat der Staat in den vergangenen Jahren gigantische Schulden angehäuft und verzeichnet riesige Defizite, obwohl es bei entsprechendem politischen Wille leicht wäre, gegenzusteuern. Das Land könnte seine Ausgaben ohne weiteres deutlich kürzen und gleichzeitig für höhere Einnahmen sorgen, wenn sich Regierung und Opposition dazu durchringen würden. Während das nicht absehbar ist, fährt die Zentralbank des Landes eine extreme geldpolitische Strategie und sorgt über die Abwertung der Währung, dass ein Teil der Lasten auf das Ausland abgewälzt wird und dass die Unternehmen des Landes über ihre Auslandsaktivitäten gute Gewinne erzielen können. Paraguay gilt als „Schweiz“ Südamerikas In diesem Umfeld versuchen Anleger, ihre Risiken zu reduzieren indem sie diversifizieren. Im Devisenbereich profitierten davon zuletzt sowohl die so genannten Rohstoff- sowie die Währungen vieler asiatischer Staaten. Schließlich haben sich aufgrund der hohen Rohstoffpreise entweder die so genannten Terms of Trades beziehungsweise die realen Tauschverhältnisse verbessert oder die Zinserhöhungserwartungen intensiviert. Die Aufwertungsbewegung des Guarani Paraguays kann zwar allenfalls als Randerscheinung gelten, da die Währung nur bedingt handelbar (managed float) ist. Auf der anderen Seite gilt Paraguay unter anderem aufgrund seiner geographischen Lage als „Schweiz“ Südamerikas. Äußerst günstige Lebensbedingungen, subtropisch-angenehmes Klima, niedrige Steuern, attraktive Immobilienpreise, Grundbuchgesicherter Immobilienbesitz sowie vergleichsweise einfache und unbürokratische Einwanderungsregeln machten das Land zum aktuell attraktivsten und beliebtesten Einwanderungsland, heißt es werblich. Paraguay ist ein Binnenland und etwa so groß wie Deutschland und die Schweiz zusammen, hat aber deutlich weniger Einwohner. Allerdings ist nicht alles Gold was glänzt. Das zeigt sich allein schon daran, dass die Währung des Landes - im Gegensatz zum Schweizer Franken - in den 90er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts massiv abwertete und seit dem Jahr 2003 im folgenden Aufwertungstrend erst einen Teil davon wieder aufgeholt hat.


Datum: 2014-12-31 02:03
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Paraguay macht sich weltweit einen Namen


Asunción: Früher war argentinisches Rindfleisch eine teure Delikatesse. Heute wird es kaum noch angeboten und das kleine Paraguay ist mit seinem Rindfleisch omnipräsent auf der Welt. Unter den zehn größten Rindfleischexporteuren belegt Paraguay den 8. Platz, Argentinien ist darauf nicht mehr zu finden. Vor acht Jahren war das Silberland den 3. Platz. Von August 2012 bis August 2013 wurden 318.000 t Rindfleisch und Derivate daraus exportiert. Von Januar bis Oktober 2013 waren es schon 316.500 t, was auf einen weiteren Wachstum schließen lässt. In 2014 sollen es sogar 540.000 t Rindfleisch werden. Paraguays Rindfleisch dessen Hauptabnehmer Russland ist soll zukünftig auch in die Europäische Union exportiert werden. Da die Preise da verlockend sind wird derzeit geprüft welche Höfe in Frage kommen um organisches Rindfleisch zu produzieren. Bei diesen wird weder der Rasen gedüngt noch Tieren Antibiotika oder Hormone verabreicht. Die Rasse die sich im subtropischem Klima am besten zurecht kommt ist Brangus, eine Kreuzung aus Angus und Brahman. Die Kehrseite der riesigen Exportmenge ist das geringe Angebot zu hohen Preisen auf dem nationalen Markt. Einzig Knochenfleisch ist in unüberschaubaren Mengen vorhanden. Die Top 10 der Rindfleischexporteure: Brasilien – 1.800.000 t Indien – 1.600.000 t Australien – 1.500.000 t USA – 1.100.000 t Neuseeland – 547.000 t Uruguay – 380.000 t Kanada – 320.000 t Paraguay – 318.000 t Europäische Union – 260.000 t Mexiko – 205.000 t und Argentinien mit 183.000 t


Datum: 2014-12-31 02:00
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Paraguay ist Nr 6 beim Rindfleischexport


Mit Exporteinnahmen von über 1,5 Milliarden US Dollar konnte Paraguay dieses Jahr sogar Uruguay überholen und liegt damit auf dem 6. Platz der weltgrößten Rindfleischexporteure. Dies berichtete offiziell Germán Ruiz, Präsident der ARP (Ländliche Vereinigung Paraguays), der gleichzeitig betonte, dass das Land höhere Ergebnisse und Gewinne erziele, wenn man in der Lage sei, bessere Märkte zu gewinnen. Seit 13 Jahren sei nun ein jährliches Mengenwachstum des exportierten Fleisches von rund 5 bis 5,5 Prozent zu beobachten. Mit diesen erreichten Exportmengen liege Paraguay nunmehr nicht nur vor Uruguay, sondern lasse auch Mexiko, Kanada und die EU hinter sich. Dennoch bedeute das Mengenwachstum nicht notwendigerweise auch höhere Einnahmen, weswegen man sich bemühe, nun durch die Erschließung neuer Märkte auch die zu erzielenden Einnahmen zu steigern. Ruiz führte aus, dass Paraguay insgesamt wachse und verschiedene Sektoren habe, die man entwickeln könne. Dennoch hoffe er, dass die jetzige Regierung nicht in alte Fehler zurückfalle und verstehe, dass die insbsondere die Rinderhaltung eine bedeutende Rolle in der Wirtschaft des Landes spiele. Der Chaco ist nach wie vor die Region mit dem größten Anteil der nationalen Viehwirtschaft. Um auch den Landwirten einen Ausweg aus der Armut zu ermöglichen, müsse die Regierung insbesondere in den ländlichen Gebieten eine stärker aktive und unterstützende Politik betreiben. Schließlich sei es die Viehwirtschaft, die eine wichtige Schlüsselposition in der wirtschaftlichen Entwicklung innehabe, und wichtige Quelle zur Absicherung der Ernährung der paraguayischen Bevölkerung sei. Die Fleischproduktion sei der wichtigste Zweig innerhalb der Industrieproduktion des Landes hinsichtlich ihres Beitrags zum Bruttoinlandsprodukt. Die Viehwirtschaft befinde sich derzeit in einer sehr guten Ausgangsposition mit großem Wachstumspotential, optimalen Hygienestandards und wichtigen Investitionsanreizen für ausländische Investoren. Die jüngsten Exporterfolge seien auch Ausdruck der deutlichen Verbesserung hinsichtlich der genetischen Fortschritte und der nachhaltigen Unterstützung des Wirtschaftsbereiches hinsichtlich des Eintritts in neue Märkte. Die Zahlen sind in der Tat beeindruckend: Zwischen 2000 und 2013 ist der Viehbestand in Paraguay um 37 Prozent gestiegen, das Schlachtvolumen hat sich verdreifacht und die Exportmenge sogar verfünffacht. Die Produktion von Innereien ist im gleichen Zeitraum um das Achtfache gestiegen und die Exporterlöse von Rindfleisch und Innereien auf Dollarbasis sind sogar um das 14fache angewachsen.


Datum: 2014-10-23 15:54
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Weniger Inflation als erwartet


Die allgemeine Preissteigerung in der Wirtschaft wird bis zum Ende dieses Jahres niedriger erwartet als bislang prognostiziert. Wie die Zentralbank von Paraguay (BCP) am vergangenen Freitag im Rahmen der Konferenz über die Geldpolitik erklärte, würde die Inflation bis Ende Jahres unter dem Zielbereich von 5% liegen, etwa in dem Bereich zwischen 3 und 4%, dies hätten interne Berechnungen ergeben. Hauptgrund sei die geringe Nachfrage nach Gütern. Bewirkt hätte dies vor Allem die geringere Binnennachfrage im Konsum, sei es aus öffentlicher oder privater Hand. „Wir waren von einer Binnennachfrage in Höhe von 5,6% bei den öffentlichen Investitionen ausgegangen, die wir im April geschätzt hatten, insgesamt aber werden es nur 4%“, sagte Miguel Mora, Leiter der Wirtschaftsstudien bei der BCP. Auch der private Konsum habe sich rückläufig entwickelt, statt geschätzten 5,1% im April gehen wir von 3,7% Wachstumsrate aus. Es sei zwar eine spürbare Erholung erkennbar, jedoch werden die geschätzten Werte nicht mehr erreicht. Laut Analysten der BCP gebe es jedoch potenzielle Risiken, die vom allgemeinen Preisniveau ablenken können, darunter fallen die wichtigen Investitionen der Regierung und Partnerschaften aus öffentlicher und privater Hand. Auf kurze Sicht würde der Anstieg der Großinvestitionen sich auf die Nachfrage auswirken und zu einem Inflationsdruck führen, aber auch langfristige positive Auswirkungen auf das Produktionspotenzial der Wirtschaft haben. Die finanziellen Mittel für diese Projekte seien schon genehmigt und jederzeit abrufbar, es liege nun allein an dem Management der Regierung, diese verteilt und zielgerichtet einzusetzen, damit eine Inflation vermieden wird. Weiterhin dürfe man die globale Aktivität nicht verlangsamen, aber beobachten und lenkend eingreifen. Der Preis der einzelnen Ausfuhrprodukte ist von allerhöchster Bedeutung, eine Absenkung würde die Exporteinnahmen verringern. Eine Abnahme der Deviseneinnahmen würde den Guarani schwächen, der Wechselkurs würde schlechter und dies hätte Auswirkungen auf die Inflation durch steigende Preise für importierte Waren. Noch dazu müsse man den Dollarkurs im Auge behalten. Im Augenblick steige dieser, aber die moderaten Rohölpreise federn die Auswirkungen auf Paraguay ab. Die Inflation im September dieses Jahres lag bei 0%, insgesamt beträgt sie im laufenden Jahr 2,5%. Nach einer Trendwende in den letzten Monaten in den negativen Bereich verzeichne man einen langsamen Anstieg. Carlos Fernández Valdovinos, Leiter der BCP, betonte aber, die gesteckten Ziele würden das vierte Jahr in Folge erfüllt.


Datum: 2014-10-23 15:48
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Ölfund in Paraguay


Neuland: Die Firma President Energy mit Sitz in London gibt den ersten Fund von Rohöl in der Geschichte Paraguays bekannt. Die Bohrstelle liegt in Pozo Lapacho, das zur Kolonie Neuland zählt. Die Untersuchungen über die Vermarktbarkeit des Öls sind noch im Gange. Laut dem Sprecher des Unternehmens Peter Levine habe man nun allen Zweifeln an der Existenz von Ölvorkommen im Land trotzen können und der Fund sei ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte seiner Firma, aber auch für Paraguay. Nachdem President Energy bekannt gab in 4 Kilometern Tiefe auf Öl gestoßen zu sein, noch oberhalb der vermuteten Lagerstätte, schoss der Börsenwert des Unternehmens heute Morgen um 80% nach oben. Peter Levine sagt, bereits im kommenden Jahr wolle man mit der Produktion beginnen und an den lokalen Markt verkaufen. Paraguay verbraucht aktuell ca. 3.700 Tonnen Erdöl am Tag, die komplett importiert werden müssen, das entspricht etwa einem halben Prozent der Produktionsmenge von ganz Süd- und Zentralamerika. Gemäß einer Studie der Firma, die sie im Januar veröffentlichte, werden ungefähr 137 Millionen Tonnen Öl im Chaco vermutet, das würde beim aktuellen Verbrauch für etwas mehr als 100 Jahre reichen.


Datum: 2014-08-04 16:29
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Paraugay - Alle Arbeiten werden reaktiviert


Asunción: 465 Millionen (US) Dollar wurden seit Amtsantritt von Horacio Cartes im August 2013 investiert, erklärt der Minister für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC) Ramon Jimenez Gaona. Dieses liegt um 100 % über dem Durchschnitt der letzten 12 Jahre, sagt Gaona bei der Einweihung von 600 Metern gepflasterter Straße im Inland von Paraguay. Der Minister versichert, das die 150 eingestellten oder teilweise eingestellten Arbeiten der letzten Regierung fortgesetzt werden. “Alle Arbeiten wurden reaktiviert und werden je nach klimatischen Verhältnissen weitergeführt”. sagt der Minister Ramon Jimenez Gaona und weiter, “Das Ziel ist es von 175 Millionen (US) Dollar auf 1 Milliarde (US) Dollar jährliche Investition zu kommen, um die Rückständigkeit und Armut zu bekämpfen”. Horacio Cartes hatte die Ausgabe von 667 Millionen (US) Dollar Staatsanleihen genehmigt. Dieses ergibt mit den 83 Millionen (US) Dollar bestehender Anleihen eine Komplettverschuldung von 750 Millionen (US) Dollar. Von diesen sollen 350 Millionen (US) Dollar für die Verbesserung der Straßen eingesetzt werden. Paraguays Verschuldung liegt nach Angaben des Finanzministeriums bei 12,8 % des Bruttoinlandsprodukts. Der Minister Ramon Jimenez Gaona informiert weiter, dass in Kürze die Instandsetzung der Ruta Transchaco genehmigt wird. Die Vereinigung für Entwicklung der Andenstaaten (CAF) und der Kongress haben dafür die finanziellen Mittel genehmigt.


Datum: 2014-08-04 16:28
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Paraguay - 131% mehr Maut Einnahmen


Asunción: Der Leiter der Finanzabteilung des Ministeriums für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC) Raúl Barboza informierte über die Erhöhung von 131% der Einnahmen, der Mautstellen : Juni 2012 5.425 Millionen Gs Juni 2013 5.744 Millionen Gs Juni 2014 13.272 Millionen Gs Der Minister der MOPC, Ramón Jimenez Gaona führte eine Erhöhung der Mautpreise im Vormonat durch. Mit diesen Mehreinnahmen konnten in der ersten Phase 40 Millionen US-Dollar eingenommen werden. Eine der ersten Arbeiten wird die Neuasphaltierung der Strecke Pozo Colorado – Mariscal Estigarribia, Ruta Transchaco sein. Die Ausschreibungen dieser Arbeiten hat begonnen. Im Moment werden die Fahrbahnmarkierungen von San Lorenzo bis Paraguari und Verbesserungsarbeiten der Mautstellen durchgeführt. “Erst gestern haben wir die Arbeiten auf dem Acceso Sur abgeschlossen. Es wurden Verbesserungen der Fahrbahnmarkierungen und die Beschilderung durchgeführt. In zwei Monaten werden wir mit den Wartungsarbeiten an 1000 Km Straße starten. Dies beinhaltet auch die Markierungen der Fahrbahn und des Standstreifens , Beschilderung und das Anbringen von reflektierenden Stollen”. informiert Barboza.


Datum: 2014-05-30 15:51
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Paraguay an der Spitze Lateinamerikas


Asunción: Obwohl es auch eine Reihe von Statistiken gibt wo Paraguay weniger gut abschneidet, kann man das nicht von der aktuellen behaupten. Paraguay führt die Liste der lateinamerikanischen Länder an, die am meisten erneuerbare Energie nutzen und somit am wenigsten damit die Umwelt verschmutzen. So wie Paraguay dank der Wasserkraftwerke das Ranking anführt endet dies mit Venezuela, Bolivien und Mexiko. Die Infolatam Studie bezieht sich darauf, dass Paraguay ausschließlich Strom aus Wasserkraft erzeugt und somit nicht verschmutzt. Auch der CO2 Ausstoß ist damit zusammenhängend am niedrigsten in der Region. Emilio Buongermini, Vizeminister für Bergbau und Energie, sieht diesen Platz in der Liste als Herausforderung an, ihn weiterhin belegen zu wollen und auch mit Biomasse Energie zu erzeugen, was ebenso wie Wasser als erneuerbar gilt. Sinnvolle Orte für alternative Energiequellen wie Solaranlagen sollen zudem in einer neuen Karte eingebunden werden. Nach diversen Ländern Mittelamerikas positioniert sich Brasilien auf Platz 7 in der Liste. Obwohl Uruguay und Argentinien eine Politik führen, die die Nutzung von erneuerbaren Energien unterstützt belegen die Länder nur die Plätze 8 und 15 in der Liste.


Datum: 2014-03-14 18:53
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Cartes: „Paraguay wird wie einer der bes


Ciudad del Este: Der Präsident des Landes, Horacio Cartes war am vergangenem Freitag in der Provinz Alto Paraná unterwegs und machte da einige wichtige Ankündigungen. Neben einem neuen Entgiftungszentrum für Drogen-abhängige Personen und Einsparungen beim Flusstransport der Erdölderivate kündigte er an: „Paraguay wird in fünf bis sechs Monaten einer der besten Orte der Welt sein“. Diese Aussage bekräftigt seine Bemühungen die Korruption in den öffentlichen Institutionen auszulöschen. „Ich kann euch versichern, dass diese Regierung nicht nur Kleingeld versucht anzuhäufen, um dem Volk das zu geben was es braucht“, sagte der Mandatsträger. In einigen Ministerien oder Institutionen wie der Petropar oder der INC werden derzeit große Wechsel herbeigeführt. Im Falle der letztgenannten INC verwies er darauf, dass seit Jahrzehnten der Betrieb wieder schwarze Zahlen schreibt und somit von Nutzen ist. Damit konnten alte Schulden bei der Ande und Petropar beglichen werden. Im Fall der staatlichen Raffinerie Petropar erklärte er, dass die laufenden Kosten spürbar zurückgegangen sind und es jetzt wichtig sei die Schulden mit dem venezolanischen Zulieferer PDVSA zu verhandeln. Außerdem unterstrich er , dass der Flusstransport günstiger werden muss. Seit 25 – 30 Jahren zahlt die Petropar schon viel zu viel. Während derzeit 66 US-Dollar pro Kubikmeter eines Erdölderivats für den Weg von Buenos Aires nach Asunción anfallen sollen in Zukunft nicht mehr als 32 US-Dollar dafür ausgegeben werden.


Datum: 2014-03-14 18:50
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Paraguay – das China Lateinamerikas


São Paulo: Unter dem Titel „Das China Lateinamerikas“ veröffentlichte die brasilianische Tageszeitung „Folha de São Paulo“ einen Artikel der sich auf die Aussagen des Pirelli Präsidenten für Lateinamerika, Paolo dal Pino, bezog. Darin werden Vergleiche und Erwartungen für Paraguay und der Region aufgezeigt. Während die Regierung seine Aufmerksamkeit auf die Wirtschaft richtet, da diese nicht ausreichend Wachstum zeigt wie zuvor erwartet kommt Dal Pino mit seinen Aussagen zu Paraguay daher. „Paraguay könnte sich in ein China Lateinamerikas verwandeln. Wenn die Produktionskosten in Brasilien bei 100 liegen sind sie in Paraguay bei nur 30. Die Steuern sind viel geringer und das Land (Paraguay) ist auch im Mercosur“. Andererseits sieht er noch Schwierigkeiten bei juristische Unsicherheit und fehlende Kontrolle an den Grenzen. „Die Paraguayer arbeiten hart daran auch das in den Griff zu bekommen. Bis jetzt ist noch nichts über Investitionen in Paraguay beschlossen. Wir wollen das Hauptaugenmerk auf Brasilien halten“, erklärte er derweil. Am vergangenen 18. Februar traf sich Paolo dal Pino mit dem paraguayischen Staatspräsidenten Horacio Cartes, um ihm sein Investitionsinteresse für ein Pirelli Reifenwerk in Paraguay zu unterbreiten. Der erste Schritt ist eine Büroeröffnung um von da aus den Markt zu analysieren. Dal Pino wurde von weiteren Geschäftsleuten und der italienischen Botschafterin in Paraguay, Antonella Cavallari begleitet. Es gibt Pläne ein Logistikzentrum sowie eine Fabrik in Paraguay zu errichten. Pirelli hat in Südamerika sieben Produktionsstandorte, wovon allein sechs in Brasilien beheimatet sind.


Datum: 2014-03-05 17:09
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Die Geschäfte der Reichen in Paraguay


Asunción: Unter den Reichen dieser Welt gilt derzeit wieder Bill Gates, Gründer von Microsoft, als Nummer Eins. Sein Unternehmen unterhält zumindest eine Filiale in Paraguay. Carlos Slim, ein Mexikaner der auch schon den Thron des reichsten Mannes der Welt besetzte ist in Paraguay durch das Mobilfunkunternehmen Claro vertreten. Larry Ellison, der am unteren Ende der Top 10 steht ist der Mitgründer von Oracle. Wenn es in Paraguay keine eigene Präsenz des Unternehmens gibt vertreiben zumindest lokale Partner dessen Produkte. Außerhalb der Top 10 befindet sich Liliane Bettencourt und ihre Familie, die einen großen Anteil am Imperium L’Oreal. Erst kürzlich verkaufte die Familie ihre Nestlé Anteile. Unter den Top 20 sind immer noch noch Larry Page und Sergey Brin vom Internetsuchdienst Google, auf dessen paraguayischer Seite zumindest lokale Unternehmen ihre Werbung platzieren. In Mitten dieser befindet sich auch Jeff Bezos, der mit seiner Webseite amazon.com berühmt wurde. Der bekannteste aus dieser Sparte, Mark Zuckerberg, Gründer des sozialen Netzwerkes Facebook. Auch auf seiner Seite werben paraguayische Firmen, da eine kostenlose Nutzung im Land über Tigo noch mehr mögliche Kunden in das Netzwerk bringt. Diese Kooperation zwischen Facebook und dem Mobilfunkanbieter Tigo ist noch einzigartig in Südamerika. Der Brasilianer Jorge Paulo Lemann, der gern im Hintergrund bleibt, ist Eigentümer der Biermarken Skol und Brahma und dem Unternehmen welches Cervepar in Paraguay leitet. Die weltgrößte Brauerei Anheuser-Bush InBev, hat eine Füllanlage in der besagten paraguayischen Cervepar. Eine derer, der eben erst nach Paraguay expandierte ist der Multimillionär Jaime Gilinski, der die finnaziellen Operation von HSBC in Paraguay aufkaufte und durch seine GNB Sudameris ersetzte.


Datum: 2014-02-24 16:12
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Lebensmittel aus Paraguay für Erdöl aus


Asunción: Eine Gruppe Abgeordneter aus Kuwait besuchte Paraguay. Dabei kam es zu Treffen mit dem Präsidenten des Senats, Julio Velázquez und dem Außenminister Eladio Loizaga. Bei den Gesprächen bekräftigten die Kuwaiter ihre Absicht die Verbindung zu Paraguay zu stärken. Kuwait, als Erdölreiches Land, zeigte Interesse an im Land erzeugten Lebensmitteln im Tausch für ihr schwarzes Gold. Sobald die Sommerferien der Volksvertreter beendet sind sollen eine Reihe von Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet werden, die den Grundstein für weitere Treffen bilden. Während die Abgeordneten Karim Abdelfatah, Yaqoub Al-Saneh, Dr. Yousif Al-Zalzala und Saif Al-Azmi vom 17. – 19. Februar ihre argentinischen Kollegen besuchten, verweilen sie noch bis zum morgigen Samstag in Paraguay. Das seit 1961 unabhängige Emirat hat eine Botschaft in Buenos Aires. Diese plante die Reise nach Paraguay. Das Emirat Kuwait ist ein Staat in Vorderasien auf der Arabischen Halbinsel. Es grenzt im Norden und Westen an den Irak, im Süden an Saudi-Arabien und im Osten an den Persischen Golf. (Wochenblatt / La Nación)


Datum: 2014-02-24 16:09
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Industriestrom in Paraguay, zweit-günsti


Asunción: Wenn Investoren aus dem Ausland kommen und danach gefragt werden warum sie Paraguay in Betracht ziehen enthalten die Antworten immer, dass der Stromtarif sehr günstig ist. Eine Rangliste, die eben erst von einer brasilianischen Industrieföderation ausgearbeitet wurde zeigt auf, dass paraguayischer Industriestrom der zweit-günstigste der Welt nach Argentinien (24,46 US-Dollar/Mwh) ist. Erwähnenswert dabei ist, dass der Stromtarif in Argentinien vom Staat gestützt wird und somit nicht dem reellen Marktpreis entspricht. Dieses Angebot ist ein wahrer Zankapfel für Regierung und Opposition im Nachbarland. Auf Platz 2 liegt mit 41,53 US-Dollar pro Mwh Paraguay. Hierbei muss erklärt werden, dass dieser Tarif nur an Großabnehmer erteilt wird und nicht an Privathaushalte. Nach Paraguay ordnet sich mit 47,65 US-Dollar/Mwh Ecuador ein. Das Land mit der teuersten Energie ist Indien, wo die Mwh 267,93 US-Dollar kostet. Der teuerste Industriestrom in Südamerika gibt es in Kolumbien, wo die Mwh 160,06 US-Dollar kostet. Derzeit kostet der Haushaltsstrom der Ande 365 Guaranies pro Kwh wenn man mehr als 150 Kwh verbraucht. Dadurch zahlen die Kleinabnehmer 81 US-Dollar pro Mwh, etwa das Doppelte der Großbabnehmer. Die Ande wiederum kauft die Mwh von Itaipú für 22 US-Dollar. Demnach ist es nur schwer vorstellbar wie die staatliche Ande Verluste einfahren kann wenn fast 100% bei Großabnehmern und 300% bei Kleinabnehmern auf den Einkaufspreis geschlagen werden. Grund für die Ineffizienz ist wohl der gut bezahlte Personalstamm und der Unwille die 30% zu kassieren, die von illegalen Nutzern geraubt werden. Monat für Monat verliert die Ande dadurch 15 Millionen US-Dollar. (Wochenblatt / Última Hora)


Datum: 2013-10-06 23:49
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Paraguays Export registriert neue Rekord


Asunción: Noch fehlen drei Monate und schon wurde der Wert der exportierten Waren aus dem Vorjahr um 292 Millionen US-Dollar übertroffen. Ausschlaggebend dafür sind landwirtschaftliche Geschäfte, so die paraguayische Zentralbank. In 2013 hat sich Paraguays Wirtschaft wieder komplett erholt nach einem eher durchwachsenem Vorjahr. Zwischen Januar und September wuchs der Export um 37 % im Vergleich zum Vorjahr und erreichte dabei 7,5 Milliarden US-Dollar, rund 292 Millionen US-Dollar mehr als das komplette Vorjahr. Von den 37 % Exportzuwachs sind allein 17,6 % dem Soja zuzurechnen, erklärt der Zentralbank weiter. Bis zum September war der Hauptabnehmer für Soja und deren Endprodukte die Europäische Union mit 1,06 Milliarden US-Dollar. Aber auch Rindfleisch ist ein nicht zu verachtendes Gut, was sich gleich hinter Soja ansiedelt. Bis September 2013 wurde Rindfleisch nach Russland, Chile und anderen Ländern im Wert von 792 Millionen US-Dollar exportiert, 30% mehr als im Vorjahreszeitraum als nur 606,6 Millionen US-Dollar erreicht wurden. Außerdem erfuhren Sojamehl, Sojaöl, Felle, Zucker, Kleidung, Schuhe, Milch und Milchprodukte eine spürbare Steigerung der Nachfrage im Ausland. Paraguay importiert jedoch in einem höheren Wert als es exportiert. Von Januar bis September 2013 wurden Waren in Höhe von 8,43 Milliarden US-Dollar importiert, was 7,6 % mehr sind als im Vorjahreszeitraum. Die Steigerung kann jedoch auch dem Import von diversen landwirtschaftlichen Geräten zugerechnet werden, da diese derzeit sehr gefragt sind.


Datum: 2012-12-27 19:37
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Niemals zuvor verkaufte Paraguay mehr Ri


Asunción: Paraguay exportierte Fleisch im Wert von 1,054 Milliarden US-Dollar während des kompletten Jahres. Dabei handelt es sich um einen Rekord, laut dem Vorsitzenden der Tierhygieneinstitutes, Hugo Idoyaga. Der paraguayische Fleischsektor zeigt eine ansehnliche Rekuperation des Marktes nachdem vor mehr als einem Jahr MKS in San Pedro ausgebrochen war. „Die Information die so wie ich denke wichtiger ist als dass Marktanteile zurückgewonnen wurden ist der erreichte Rekord“, sagte Idoyaga nach einem Treffen mit dem Präsidenten des Landes im Lopéz Palast. Im Jahr 2010 wurde Fleisch und Unterprodukte für 940 Millionen US-Dollar verkauft. Heute liegt Paraguay mit über 110 Millionen US-Dollar darüber. Damit sicherte sich Paraguay den neunten Platz weltweit auf der Liste derer, die Fleisch exportieren. Das Tierhygieneinstitut (Senacsa) nimmt sich für das nächste Jahr vor den Status von Aftosa-frei zurückzugewinnen. Zudem kommt der anspruchsvolle chilenische Markt hinzu und es werden Bemühungen vorangetrieben, dass Rindfleisch auch in die EU und den Norden Afrikas exportiert werden können. Bei maximalem Erfolg im Export werden die guten Abschnitte für hiesige Konsumenten teurer, da das Angebot geringer ist. (Wochenblatt / Última Hora)


Datum: 2012-06-21 16:16
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Weltbank sagt Paraguay das größte region


Asunción: Mit einem Wachstum des Bruttoinlandproduktes von 6% wird nächstes Jahr Paraguay Peru und Kolumbien von den Plätzen an der Spitze vertreiben. Für 2014 sollen ebenfalls fast 5% Wirtschaftswachstum drin sein. Somit kommt für die paraguayische Wirtschaft das Ende des Tunnels näher. Nach generierten Einbußen durch Trockenheit und Maul-und Klauenseuche kann sich Paraguay vorbereitet auf wenigsten zwei Jahre Aufschwung, so die Perspektiven der Weltbankexperten. Laut der Weltbank ist Paraguay das Land Südamerikas welches sich am meisten im Aufschwung profiliert. Platz zwei und drei werden von Peru und Kolumbien mit 5,3 und 4,7% belegt. Das ermittelte Wachstum für dieses Jahr wird höchsten 1,5% betragen. Grund dafür waren die Verluste von fast 50% der landwirtschaftlichen Produkte. Diese Situation, so die Institution, ist überstehbar wenn man weiß wohin sich das Land die nächsten Jahre hinbewegt. Für 2014 sollen jedoch Peru und Chile die Spitzenreiter mit 5,7 und 4,9% sein. Hans Timmer, Chefprognostiker der Weltwirtschaft in der Weltbank erklärte, „dass in diesem Kontext die Länder Reformen einführen müssen die die Produktivität weiterhin ansteigen lassen. Des Weiteren sollte in Infrastrukturprojekte investiert werden um einen weiteren Wachstum nicht auszubremsen“.


Datum: 2010-05-13 01:16
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GELD VERDIENEN MIT AUFFORSTUNG


SAN RAFAEL taz Ein Grundstück im mittelamerikanischen Staat Costa Rica. Bäume erobern Erde zurück, auf der noch vor rund 40 Jahren ein artenreicher Regenwald stand. Damals mussten Urwaldriesen eintönigem Weideland weichen. Jetzt wachsen hier wieder Bäume, deren dünne Stämme Leo Pröstler aber noch mit einer seiner kräftigen Hände umgreifen kann. Er überprüft, ob sie gesund sind. Alles sieht gut aus, und Pröstler lächelt. Der Gründer und ehemalige Chef des Ökoversands Waschbär lässt mit seiner neuen Firma BaumInvest die Fläche nahe dem Dorf San Rafael im Norden Costa Ricas wieder aufforsten. So will er Investoren Gewinn verschaffen und gleichzeitig das Treibhausgas Kohlendioxid binden. Die Bäume sollen mehr CO2 speichern als das Gras auf der Weide und später als teures Tropenholz verkauft werden.

Nach diesem Prinzip funktionieren eine ganze Reihe von Fonds und Aufforstungsprojekte (siehe Kasten). "Insgesamt umfasst der Markt weniger als 50 Millionen Euro", sagt Jörg Weber, Chefredakteur von ecoreporter.de, einem Branchendienst für ethische und nachhaltige Geldanlage. "Aber das Volumen legt trotz Finanzkrise zu." Denn Holz sei weitgehend unabhängig von den Schwankungen der Aktienbörsen. "Bäume wachsen, selbst wenn die Finanzmärkte einbrechen." Attraktiv sind solche Projekte, weil Umweltschutzorganisationen wie der WWF Aufforstungen für ein geeignetes Mittel im Kampf gegen den Klimawandel halten. Aus diesen Gründen hat es Pröstler geschafft, seit Oktober 2007 von rund 300 Investoren zusammen 4,5 Millionen Euro einzusammeln. Bis Ende des Jahres sollen es circa 8 Millionen Euro sein. Damit will Pröstler 450 Hektar aufforsten. Das 200-Hektar-Grundstück, das er schon bepflanzt hat, überblickt er nun mit einem Feldstecher. Auf einer Parzelle am Horizont stehen übermannshohe Teak-Bäume. Wenige Meter vor Pröstler wachsen mittelamerikanische Almendros. Rechts daneben Bäume der Sorte Roble Coral. Damit erfüllt die Plantage gleich zwei Forderungen von Umweltschützern: "Keine Monokulturen!", sagt zum Beispiel Wald- und Klimaexpertin Guénola Kahlert vom WWF. Denn wenn Plantagen nur aus einer Art bestehen, sind sie anfälliger für Schädlinge, die womöglich mit umweltschädlichen Pestiziden bekämpft werden. Außerdem ist wichtig, dass die Bäume zur Umgebung passen: Der aus Australien stammende Eukalyptus etwa saugt mit seinen langen Wurzeln anderen Arten das Wasser weg. Deshalb will Pröstler seine Plantage zu 50 Prozent mit einheimischen Bäumen bepflanzen. Pröstler zeigt auf den Himmel, gerade fliegt ein Schwarm Papageien vorbei. Bald sollten noch mehr dieser tropischen Vögel kommen, vor allem die vom Aussterben bedrohte Papageienart Großer Soldatenara, sagt Pröstler. Dazu will er mindestens zehn Prozent der Fläche unbewirtschaftet lassen und ökologisch wertvolle Bäume anpflanzen, die Arten wie dem Soldatenara Lebensraum bieten.

Tropenwald-Experte Thomas Spencer von der Umweltorganisation Germanwatch kennt aber eine noch klimafreundlichere Aufforstungsvariante: Wenn überhaupt kein Holz geschlagen wird. "Doch damit lässt sich kein Geld verdienen und dann würde ich keine Leute finden, die investieren", erklärt Pröstler. Zudem setze er auf Edelhölzer, die zum Beispiel in Möbeln verbaut werden. Darin bleibe ein großer Teil des CO2 auch nach dem Fällen der Bäume langfristig gebunden. Nur: Wer weiß schon, was genau mit dem Holz passiert - die Möbel könnten ja auch irgendwann in der Müllverbrennungsanlage landen, so dass das Treibhausgas entweicht. Sicher ist nur: 50 Prozent des CO2 in den Bäumen werden laut Pröstler freigesetzt, wenn sie gefällt werden.

Mit einem Geländewagen geht es über eine holperige Schotterpiste ins Dorf. Links und rechts stehen ärmliche Häuser, viele haben nur Wellblechwände. Die einzige Kneipe ist dunkel, der Raum hat keine Decke, man sieht von innen direkt auf den nackten Dachstuhl. Pröstlers Sohn Stefan, der die Geschäfte in Costa Rica führt, wird von den Gästen sofort begrüßt und umarmt. Zu Beginn habe BaumInvest den Gemeinderat samt Bürgermeister in einer Versammlung über das Projekt informiert, sagt Leo Pröstler. Um die Akzeptanz zu erhöhen, hat er versprochen, zunächst etwa zehn Frauen jeweils einen Hektar der Plantage zu überlassen, auf dem sie Lebensmittel anbauen können. Auch der WWF fordert, bei Aufforstungsprojekten die Bevölkerung zu integrieren: "Naturschutz kann nur funktionieren, wenn die Leute vor Ort mitmachen", sagt Aktivistin Kahlert.

Aber warum lassen die Anleger aus dem Norden überhaupt in Lateinamerika und nicht im eigenen Land aufforsten? Pröstlers Antwort ist typisch für Forstinvestoren: "In Deutschland dauert das 80 bis 100 Jahre, was ich hier in Costa Rica in 10 bis 20 Jahren fertig habe." Zudem wachsen die Bäume in den Tropen schneller.

Zurück auf der Plantage, kraxelt Pröstler mit schweren Bergschuhen einen Hügel hoch. Seine Firmengründung, der Waschbär-Versand, musste 2001 Insolvenz anmelden und konnte erst unter neuer Führung saniert werden. Wie begegnet Pröstler Sorgen von potenziellen Anlegern, die ihr Geld lieber keinem ehemaligen Pleitier anvertrauen wollen? Der 61-Jährige ist nach dem Aufstieg ein bisschen außer Atem, als er sagt: "Ich habe aus der Waschbär-Insolvenz gelernt. Wir haben bei BaumInvest zum Beispiel keinen einzigen Cent auf Bankkredit bekommen." Waschbär sei schließlich auch unter dem Druck der Banken zusammengebrochen.

Die Erfahrung der Initiatoren ist ein wichtiges Entscheidungskriterium bei der Auswahl von Fonds wie dem von BaumInvest, sagt Karin Baur, Geldanlage-Expertin der Stiftung Warentest. Interessenten sollten die Kosten etwa für die Verwaltung zwischen mehreren Angeboten vergleichen. Natürlich auch die Renditeprognosen, im Fall von BaumInvest im Schnitt 7 Prozent jährlich. Das ist aber nicht so einfach. Zentral ist die Frage, wie viel Teak zum Haupterntezeitpunkt in rund 20 Jahren kosten wird - eine schwere Vorhersage. Ein ungünstiger Wechselkurs könnte die Gewinne schmälern. Aussteigen können Investoren nur, wenn sie für ihren Anteil einen Käufer finden. Im schlimmsten Fall droht der Totalverlust der Anlage - für Unternehmensbeteiligungen gilt kein Einlagensicherungsfonds. Auch einen langen Atem brauchen die Investoren: BaumInvest etwa kündigt die erste Ausschüttung erst für 2022 an. Für Baur ist deswegen klar: "Diese Anlageart gehört zu den riskanten Investments. Man sollte schon ein fünf- bis sechsstelliges Vermögen haben und sich nicht mit mehr als 10 Prozent davon engagieren."

Die Gründungsinvestoren von BaumInvest haben offenbar so viel Geld: Ursula und Michael Sladek etwa, die Gründer des Ökostromanbieters EWS Schönau, haben zusammen 100.000 Euro in das Projekt gesteckt. Genauso wie der bio verlag. Er verkündete seinen Einstieg auch gleich in seiner Zeitschrift Schrot & Korn. Manche seiner Investoren wollten mit BaumInvest auch Marketing betreiben, sagt Pröstler in der Baumschule der Plantage, wo Mitarbeiter in rund 50 Beeten mit roter Erde aus Samen Bäume für die Aufforstung ziehen. Die Gefahr, dass die Anleger mit BaumInvest ihr Öko-Image aufhübschen und nichts tun, um selbst weniger Klimagase zu verursachen, hält Pröstler für gering. "Da ist niemand dabei, dessen wir uns schämen müssten", meint der Unternehmer.

Alle Anleger bekämen demnächst Zertifikate, die ihnen bescheinigen, wie viel Tonnen CO2 ihr Teil der Plantage bindet. Das rechne der TÜV Süd anhand eines neuen Standards der Stuttgarter Organisation CarbonFix aus. Insgesamt 9.000 Durchschnittsdeutsche könnten so ihre Emissionen während der Laufzeit des Projekts ausgleichen. Diese Zertifikate lassen sich auch verkaufen. Ihr Wert könnte noch steigen, falls solche Aufforstungsprojekte auch im geplanten internationalen Klimaabkommen anerkannt würden. Aber das steht noch in den Sternen. Deshalb und weil geeignete CO2-Zertifikate in der Gründungsphase der meisten Aufforstungsprojekte noch nicht auf dem Markt waren, haben Projektanbieter ihre Renditeprognosen oft ohne die Erlöse aus diesem Handel kalkuliert.

Der CarbonFix-Standard ist aber für WWF-Expertin Kahlert auch ein Indiz dafür, dass eine Plantage sozial und ökologisch geführt wird. Das Siegel der Organisation Forest Stewardship Council (FSC), das BaumInvest zusätzlich anstrebt, geht ebenso in diese Richtung. Solche Zertifikate schließen zum Beispiel aus, dass Scharlatane Gebiete eigens für die Aufforstung erst einmal abholzen. Oder dass sie so viel Holz schlagen, dass sich das Ökosystem nicht mehr regenerieren kann. Kahlert warnt dennoch: "Es gibt auf dem Markt eine Menge schwarze Schafe."

Doch selbst das umwelt- und sozialverträglichste Aufforstungsunternehmen ist der Naturschützerin nicht so lieb wie Programme zum Schutz bestehenden Waldes. Schließlich weiß sie: "Ein aufwachsender Baum speichert nicht so viel CO2 wie ein ausgewachsener." Und Klimafachmann Spencer warnt davor, sich durch Aufforstungsprojekte ein reines Gewissen erkaufen zu wollen: "Einen viel größeren Nutzen für das Klima hat es, Energie zu sparen und weniger Treibhausgase zu verursachen."


Datum: 2010-01-27 13:01
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Forstinvestments mit unterschiedlichen Risiken


Schlier, 25. Januar 2010. Der internationale Klimagipfel von Kopenhagen hat gezeigt, wie weit die Interessen der beteiligten Staaten auseinanderdriften, dass langfristige Ziele nur schwer verbindlich zu definieren sind. Bei den Verhandlungen wurde auch deutlich, mit welchem Selbstbewusstsein und Nachdruck gerade die kleineren Staaten der südlich Hemisphäre Taten einforderten, denn gerade diese Staaten sind von dem Klimawandel am meisten betroffen. 

Dabei trifft eine Reihe dieser Länder schon die ihnen möglichen Maßnahmen, um ihren Teil im Kampf gegen den Klimawandel beizutragen. Dazu zählt vor allem die Wiederaufforstung von Wäldern als einer der wichtigsten CO2-Speicher. Da gerade die Länder in
tropischen Breitengraden dies nicht alleine bewerkstelligen können, schaffen sie Investitionsanreize für die reichen Industriestaaten. Denn mit dem Holz vor allem der Tropenwälder lässt sich bei nachhaltiger Forstwirtschaft zusätzlich gutes Geld verdienen. Dies geht für deutsche Anleger zum Beispiel über Direktbeteiligungen. „Allerdings sollten sich Investoren gut über die jeweiligen Länder informieren“, rät Josef Miller, Vorstand der Miller Forest Investment AG. Allein in Südamerika seien die Unterschiede zwischen den Staaten teilweise erheblich. Ganz wichtig sind Investitionsschutzabkommen, mit denen die betroffenen Länder Forstinvestments und andere nachhaltige Engagements fördern. 

Das schlechte Image einzelner Staaten mit unsicheren politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen würde auf gefestigte und gesunde Nachbarstaaten abfärben, so Miller. Und das führe zu Vorurteilen. Während Kolumbien oder Bolivien noch immer als äußerst risikobehaftet gelten, weist zum Beispiel Paraguay dagegen ein Rechtssystem auf, das zu rund 80 Prozent auf dem deutschen Rechtssystem beruht. Das deutsch-paraguayanische Schutzabkommen sichert die Investition deutscher Anleger ab. 

Gleichwohl sollten deutsche Anleger nur in solche Projekte investieren, bei dem ein professionelles und am besten eigenes Management vor Ort die Investition überwacht und betreut. Ein solches Management-Team ist ortskundig, mit den Mentalitäten vertraut und stellt durch aktives Handeln die Wirtschaftlichkeit des Projektes sicher. 


Quelle: von Lieres und Wilkau Public Imaging Consulting / pressbot.net


Datum: 2010-01-16 14:22
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Industrie Paraguay einig über Klimaschutz


Lic. Gustavo Volpe, Presidente UIP, nennt es beim Namen: “Wenn wir als Industrieverband nicht anfangen, den Klimaschutz breitflächig in die unterschiedlichsten industriellen Strukturen zu integrieren und zwar auf höchstem internationalen Standard, wird unserem Land dieses Zögern noch teuer zu stehen kommen. Wir spüren bei den verschiedensten Treffen, Meetings und Veranstaltungen eine große Bereitschaft und den festen Willen der meisten Unternehmer sich im Klimaschutz zu engagieren. Deshalb freuen wir uns ganz besonders über die intensive Zusammenarbeit mit natureOffice”, so Volpe am Rande eines Vorstandstreffens der UIP in Asunción.


Andreas Weckwert versprach dabei auch, den Bereich der Umweltbildung in den Fokus zu setzen und geeignete Weiterbildungsprogramme zu erarbeiten. Wir sind sehr daran interessiert, den betrieblichen Umweltschutz, so wie er in Deutschland schon breitflächig praktiziert wird, als festen Bestandteil der Unternehmensführung in Paraguay zu integrieren.

UIP wird Vorreiter


Die UIP, als der größte Industrieverband im Land, wird noch stärker als zuvor auf den schonenden und nachhaltigen Umgang mit Ressourcen achten. “Dazu werden wir alle unsere Verbräuche einer strengen Kontrolle unterziehen und mit Hilfe von natureOffice optimieren. Dies gilt nicht nur für Energie und Wasser sondern vor allem auch für Papier, Reisen, Veranstaltungen und Messen. Und weiter werden wir wohl der erste Verband im Lande sein, die schon sehr bald klimaneutral operieren.”, so Volpe voller Stolz im Meeting mit den Vorstandskollegen. natureOffice wird diesen Prozess überwachen und bei der Umsetzung der geplanten Effizienz-Steigerungs-Maßnahmen unterstützend zur Seite stehen. Kompensiert werden die so nicht weiter einzusparenden CO2-Emissionen durch eigene Klimaschutzprojekte in Paraguay


Datum: 2009-11-22 14:03
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Schwarze Kassen und geschmierte Beamte


Der Kampf gegen die Korruption in Paraguay

Von Victoria Eglau

 

Korruption ist eines der Hauptprobleme im mittelamerikanischen Paraguay. Als der ehemalige Bischof Fernando Lugo vor mehr als einem Jahr das Präsidentenamt antrat, versprach er mehr Transparenz und Einsatz gegen Korruption. Doch dies lässt sich einfacher versprechen, als umsetzen.

 

"Heute endet ein sozial ungerechtes, ein nicht transparentes Paraguay, ein Paraguay, das für seine Korruption bekannt ist."

Präsident Fernando Lugo in seiner Antrittsrede am 15. August 2008. Lugos Wahl war auch ein Votum gegen die Korruption. In den zwei Jahrzehnten nach Ende der Diktatur 1989 waren Filz, Bestechlichkeit und persönliche Bereicherung auf allen Ebenen der öffentlichen Verwaltung keineswegs verschwunden - im Gegenteil. Ein Beispiel: die Korruption in den Lokalregierungen Paraguays. Die Organisation "Semillas por la Democracia", zu Deutsch "Samenkörner für die Demokratie", arbeitet seit zwei Jahren mit Stadtverwaltungen zusammen, um deren Transparenz zu erhöhen. Fernando Martínez, 29 Jahre alt und Jurist, beschreibt die in den Kommunen gängigen Praktiken:

"Im Allgemeinen stecken Lokalregierungen und Unternehmen unter einer Decke. Öffentliche Aufträge werden an befreundete Firmen vergeben, die für ihre Arbeit überhöhte Rechnungen ausstellen. Die Differenz zum eigentlichen Preis fließt in die Taschen korrupter Beamter. Oder im städtischen Haushalt werden Ausgaben für Brücken oder Straßen aufgeführt, die gar nicht gebaut wurden, die es nicht gibt."

In Paraguay gibt es bisher kein Gesetz, das den Zugang der Bürger zu Informationen der Verwaltung regelt, auch wenn dieses Recht in der Verfassung verankert ist. Die Menschen wüssten in der Regel nicht, wofür ihre Lokalregierung Geld ausgebe, meint Fernando Martínez. Die Stadtverwaltungen dazu zu bringen, Rechenschaft abzulegen, sei sehr schwierig.

"Die Beamten sehen ihre Arbeitsweise, ja, ihre Lebensweise gefährdet. Viele betrachten Politik und Machtausübung seit jeher als Möglichkeit, die persönliche Kasse zu füllen. Dennoch beobachten wir eine Tendenz zur Öffnung der Kommunalverwaltungen, eine Tendenz zu mehr Transparenz. Ich glaube, zum Teil hat das mit dem Regierungswechsel in Paraguay zu tun."

Doch schon seit Ende der 90er-Jahre sind in vielen Orten Paraguays sogenannte Bürgerkontrollkomitees entstanden. Sie unterstützen Bürger dabei, Korruptionsfälle in Verwaltung und Justiz zur Anzeige zu bringen. Einer der Initiatoren: Carlos Barreiro aus der Hauptstadt Asunción, ein schlanker, weißhaariger Mann Mitte 60.

"Leute, die mitkriegen, dass Politiker, Beamte oder Justizangestellte Geld stehlen, sollten das anzeigen. Wenn jemand ein zu großes Risiko eingehen würde, erstattet das Kontrollkomitee für ihn Anzeige. Zum Beispiel riskiert ein Lehrer, der seinen Direktor wegen Korruption anzeigt, den Verlust seines Jobs. In solchen Fällen werden wir aktiv."

Die Juristin Beatriz Sosa vom Netzwerk der Kontrollkomitees nennt ein Erfolgsbeispiel.

"In einer Ortschaft im Departement Caazapá gelang es dem Bürgerkontrollkomitee, über ein Mitglied des Stadtrates Dokumente des Bürgermeisters zu besorgen. Daraus ging ganz klar hervor, wie viel Geld angeblich für die Kommune ausgegeben worden war, aber tatsächlich im Portemonnaie des Bürgermeisters landete. Der wurde dann entlassen."

40 Prozent der Einwohner Paraguays leben in Armut oder extremer Armut. Nach Ansicht des obersten Rechnungsprüfers des Landes, Octavio Airaldi, ist dafür maßgeblich die Korruption verantwortlich. Als Beispiel nennt Airaldi den Fall der beiden Mega-Wasserkraftwerke Itaipú und Yaciretá, die gemeinsam mit Brasilien und Argentinien erbaut wurden und die wichtigste Devisenquelle Paraguays sind.

"Statt mit den vielen Millionen US-Dollar die Lebensqualität unserer Bürger zu verbessern, ist das Geld verschwendet worden. Wegen des hohen Grades an Korruption hat das Volk von den Erträgen der Wasserkraftwerke nicht profitiert. Unser Bildungsniveau ist niedrig und unser Gesundheitssystem schlecht. Wir hätten das ganze Land mit Straßen und Wegen überziehen können. Aber das ist nicht geschehen. Es wurden zwar sogenannte Sozialfonds eingerichtet, aber das Geld floss in Wahlkampagnen und in die Taschen von 100 bis 200 Politikern."

Ende letzten Jahres, wenige Monate nach Präsident Fernando Lugos Amtsantritt, richtete Paraguays Oberste Rechnungsprüfungsbehörde eine Anlaufstelle für Bürger ein. Seine Mitarbeiter könnten die Prüfung aller Korruptionsvorwürfe kaum bewältigen, erzählt Behördenchef Airaldi und klagt über einen zu geringen Etat. Wie auch die Erfahrung der Bürgerkontrollkomitees zeigt, scheint sich eines definitiv geändert zu haben: Eine wachsende Zahl von Paraguayern nimmt korrupte Praktiken nicht mehr stillschweigend hin.

Im Vorzimmer von Staatsanwalt Arnaldo Giuzzio sitzt eine aufgebracht wirkende Frau auf dem Wartesofa. Giuzzio gehört zur Anti-Korruptions-Einheit in Paraguays Generalstaatsanwaltschaft. Er bittet die Frau in sein enges Büro, danach hat er Zeit für ein Interview. 

"Wir bekommen zur Zeit Beschwerden über Polizisten auf den Landstraßen. Sie verlangen von den Autofahrern Geld, bevor sie sie passieren lassen. Für uns ist das ein vergleichsweise kleines Problem. Aber für den Bürger ist es eine große Sache. Wir müssen uns darum kümmern - allein schon deshalb, weil die Leute Mut fassen und Anzeige erstatten."

Nur selten sehen Ermittler Giuzzio und seine Kollegen ihre Arbeit davon gekrönt, dass ein korrupter Beamter ins Gefängnis wandert. Bei Spitzenfunktionären und Politikern kommt es so gut wie nie vor. 

"Keiner der unter Korruptionsverdacht stehenden Ex-Präsidenten wurde verurteilt. Meist wurden die Klagen zurückgewiesen, oder es kam zum Freispruch. In einigen Fällen gab es eine Verurteilung in erster Instanz, aber einen Freispruch durch den Obersten Gerichtshof."

Die starke politische Beeinflussung von Richtern und Staatsanwälten, die ihre Posten in der Regel Politikern zu verdanken haben, ist eines der größten Probleme des paraguayischen Rechtssystems. Die Paraguayer halten Justiz und Polizei für die korruptesten Institutionen ihres Landes. Dass Präsident Lugo im Parlament über keine stabile Mehrheit verfügt, erschwerte bisher die Umsetzung der von ihm angekündigten Anti-Korruptions-Politik. Abgesehen von vereinzelten Initiativen in einigen Behörden fehlte der große Wurf. Mitte Oktober nun, mehr als ein Jahr nach Lugos Amtsantritt, stellte die Regierung einen Zweijahresplan gegen die Korruption und für die Stärkung des Rechtsstaates vor. Er wird mit umgerechnet gut 20 Millionen Euro von der US-Regierung finanziert und soll unter anderem Justiz, Polizei und Zoll unterstützen. Ob das Programm trotz der Altlasten in der öffentlichen Verwaltung zum Erfolg führen wird, bleibt abzuwarten. 

"Es gibt immer noch dieselben Beamten mit denselben Untugenden. Beamte, die wahrscheinlich ihr ganzes Arbeitsleben lang korrupt waren, werden sich nicht ändern, weil es eine neue Regierung gibt",

… sagt Staatsanwalt Arnaldo Giuzzio. Das Heer der Beamten, die während der jahrzehntelangen Alleinherrschaft der rechten Colorado-Partei eingestellt wurden, ist ein entscheidendes Hindernis für die Korruptionsbekämpfung unter Lugo. Während an der Spitze der Ministerien und Behörden inzwischen überwiegend Personen mit einem sauberen Image stehen, hat es auf der mittleren und unteren Ebene kaum personelle Veränderungen gegeben. Eine tiefgreifende Reform des öffentlichen Dienstes steht noch aus.


Datum: 2009-11-11 11:35
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Stromausfall stürzt Brasilien ins Chaos


Ein gigantischer Stromausfall hat weite Teile Brasiliens am Dienstagabend ins Chaos gestürzt. Etwa 40 Millionen Menschen saßen im Dunkeln, als kurz nach 21.00 Uhr Ortszeit der Strom in mindestens neun Bundesstaaten ausfiel.

 

Betroffen waren nach Medienangaben etwa 800 Städte vor allem im Süden, Zentrum und Nordwesten des Landes, darunter auch die Metropolen Sao Paulo, Rio de Janeiro, Belo Horizonte und die Hauptstadt Brasilia, berichteten die Online-Ausgaben brasilianischer Zeitungen. In Rio de Janeiro etwa gingen nach einigen Stunden wieder erste Lichter an. Anderenorts dagegen dauerte Blackout weiter an. Präsident Luiz Inacio Lula da Silva berief eine Krisensitzung ein.

Tausende Menschen blieben in Fahrstühlen stecken, U-Bahnen und Vorortzüge blieben auf freier Strecke liegen, und wegen ausgefallener Ampeln brach in den Ballungszentren der Autoverkehr zusammen. Angesichts der ohnehin schon sehr hohen Kriminalitätsrate wurde die Polizei in Alarmbereitschaft versetzt und fuhr verstärkt Streife.

In Sao Paulo waren nach Angaben des dpa-Korrespondenten nur größere Bürogebäude und Hotels mit Hilfe von Notstromaggregaten erleuchtet. Die größeren Flughäfen, die über Notstromgeneratoren verfügen, konnten einen Notbetrieb aufrechterhalten. Dennoch fielen zahlreiche Flüge aus. Auch das Telefonnetz war betroffen. Nur Handys waren erreichbar. Viele Menschen äußerten sich im Kurznachrichtendienst Twitter überrascht aber auch belustigt. «Brasilien liegt im Dunkeln und hat endlich mal eine klare Nacht», meinte ein Twitterer. Ein anderer meinte: «Wenn die Generatoren still stehen, kommt die Fantasie in Fahrt».

Die Ursache für den Blackout war zunächst nicht klar. Energieminister Edison Lobao sprach von einem Ausfall des Wasserkraftwerks Itaipu, des leistungsfähigsten Kraftwerks der Welt. Möglicherweise habe ein Sturm Hochspannungsleitungen zerstört. Techniker arbeiteten unter Hochdruck an der Behebung des Fehlers. Ähnlich äußerte sich die Werksleitung.

Im benachbarten Paraguay, das an dem Kraftwerk beteiligt ist, war von einem Kurzschluss in einer Hochspannungsleitung bei Sao Paulo die Rede. Daraufhin habe es eine Kettenreaktion gegeben und Itaipu sei automatisch vom Netz gegangen. Auch in ganz Paraguay fiel zweitweise der Strom aus. Allerdings dauerte der Notfall dort nur etwa 20 Minuten.


Datum: 2009-11-07 14:59
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Präsident Lugo setzt Armeechef aus Angst vor Putsch ab


Gerüchte um Pläne für einen Putsch in Paraguay haben Präsident Fernando Lugo dazu veranlasst, die gesamte Militärführung des Landes neu zu besetzen. Als letzter war nun Armee Admiral Ciber Benitez dran, nachdem vor ihm bereits die Chefs der Luftwaffe und Marine ersetzt wurden.

 

Paraguays Präsident Fernando Lugo hat nach Gerüchten über angebliche Putschpläne des Militärs den obersten Armeechef des Landes entlassen. Admiral Ciber Benitez sei abgesetzt worden, verlautete am Freitag aus der paraguayischen Regierung. Er werde durch General Juan Oscar Velazquez ersetzt, der als Vertrauter Lugos gilt. Der Präsident hatte bereits am Mittwoch die Chefs der Bodentruppen, der Luftwaffe und der Marine wegen der angeblich kursierenden Pläne eines Staatsstreiches entlassen. 

Benitez, der im Dezember ohnehin in Rente gehen sollte, hatte am Donnerstag jegliche derartige Pläne des Militärs zurückgewiesen. „Niemand in der Armee hat solche Absichten.“ Experten zufolge fürchtet Lugo, dass ihm ein ähnliches Schicksal widerfährt wie dem honduranischen Staatschef Manuel Zelaya, der Ende Juni entmachtet und vom Militär außer Landes gebracht worden war.

Der von der Opposition dominierte Kongress in Paraguay wirft Lugo vor, seine Kompetenzen zu überschreiten. Die Abgeordneten werfen ihm vor, die Kriminalität im Land nicht zu bekämpfen und hoffen auf eine Mehrheit für eine legale Amtsenthebung des Präsidenten.


Datum: 2009-10-23 14:37
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Hilfe für die indigene Gemeinschaft von


BONN - Im November kommt Heinrich Dyck aus Paraguay nach Deutschland, um über ein neues Hilfsprojekt im Chaco zu berichten. Er kann von Gemeinden noch zu Terminen eingeladen werden. In diesem Jahr ist Paraguay wohl allen Mennoniten ein Begriff geworden, hat dort doch im Sommer die 15. mennonitische Weltkonferenz stattgefunden. Die Besucher sind beeindruckt gewesen von dem Land und von den Leuten, von dem Wohlstand, in dem die Mennoniten dort dank ihrer Arbeit inzwischen leben können, und von der Armut der ländlichen Bevölkerung, der Indigenas und der Latinos, besonders aber auch von den vielen sozialen Projekten, in denen sich die mennonitischen Gemeinden und Organisationen in Paraguay engagieren. Die indigenen Gemeinschaften im Chaco werden von ASCIM (www.ascim.org) betreut. Aber viele indigene Familien leben nicht in diesen Gemeinschaften, sondern siedeln sich am Rand der Koloniestädte an in der Hoffnung, in der Kolonie Arbeit zu finden. Die Situation in diesen Ansiedlungen ist aufgrund der Überbevölkerung dramatisch. Es gibt nicht genug Arbeit, nur unzureichende Wasserversorgung, wenig Platz, keine Möglichkeit für die Selbstversorgung z.B. etwas Gemüse anzubauen. Jetzt hat sich die Kolonie Neuland dazu entschlossen, indigenen Familien aus Cayin o’Clim, der Ansiedlung am Rand von Neuhalbstadt, eine Möglichkeit zu geben sich auf einem Areal von 4.500 ha anzusiedeln, um dort Landwirtschaft zu betreiben. Begleitet werden sollen diese Familien durch ein Programm integrierter ländlicher Entwicklung, in dem sie Beratung und Befähigung in allen Lebensbereichen erhalten: in der Selbstverwaltung, der landwirtschaftlichen Produktion, im Aufbau von Infrastruktur (Schule, Krankenstation, Gemeinschaftszentrum, Straßen und Wege), im Bildungs- und Gesundheitsbereich. Vom 2. bis 24. November wird Heinrich Dyck aus Neuland, jahrelang Präsident der Kolonie (Oberschulze), in Deutschland sein, um über dieses Projekt zu berichten und nach Unterstützungsmöglichkeiten zu suchen. Dabei hat er auch großes Interesse daran, das Projekt in mennonitischen Gemeinden vorzustellen. Die IMO weist darauf hin, dass interessierte Gemeinden Heinrich Dyck auch noch kurzfristig zu einem Bericht einladen können. Er kommt gerne in einen Gottesdienst, in eine Gemeindeveranstaltung, in einen Hauskreis oder zu einem extra Termin. Auch Gespräche im kleinen Kreis mit Interessierten sind erwünscht. Wer im November noch Platz im Terminkalender hat, wird gebeten, sich bei der IMO zu melden. Information und Anfragen an Rainer Wiebe, (IMO-Vorsitzender) wiebebonn@aol.com Tel. 0228 9875 101, http://www.imo-info.net


Datum: 2009-10-21 14:17
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FW-RD: Hilfe für Paraguay läuft weiter


Rendsburg (ots) - Rendsburg. Erneut machte sich dieser Tage ein besonderer Transport von ausgedienter Feuerwehrtechnik auf den langen Weg über den Atlantik nach Paraguay. Martin Schuldt, Zugführer des kreiseigenen "Löschzug Gefahrgut" (LZ-G), engagiert sich seit Jahren für den Aufbau der Freiwilligen Feuerwehr in Villarica in Paraguay und hat dieses Mal neben zwei Fahrzeugen diverses technisches Gerät auf die Reise geschickt. Bei der Freiwilligen Feuerwehr in der 56.000-Einwohner-Stadt Villarica wird schon seit einigen Jahren mit Brandschutztechnik aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde gerettet und gelöscht. Erst im Februar kamen dort zwei ausgediente Rettungswagen an, die die einzigen ihrer Art in der weiteren Umgebung sind. Auch Atemschutzgeräte und Tragkraftspritzen aus der Region versehen inzwischen Dienst jenseits des Atlantiks. Und die Atemluftflaschen werden dort seit Anfang des Jahres mit einem ausgedienten Kompressor aus der Rendsburger Kreisfeuerwehrzentrale gefüllt - und nicht mehr im 170 Kilometer entfernten Asuncion. Zusammen mit seinem Bekannten Jürgen Strohauer aus Hessen machte Schuldt am Sonntag zwei weitere ausgediente Feuerwehrfahrzeuge "versandfertig. Ein 22 Jahre alter Mannschaftstransporter der FF Schacht-Audorf und ein 32 Jahre alter ehemaliger Gerätewagen des LZ-G wurden bis unters Dach vollgepackt mit einer weiteren Tragkraftspritze, Stromerzeuger, Atemschutzgeräte, Handsprechfunkgeräte, 50Kg-Löscher, Schutzhelme, Armaturen, Schläuchen und vielem mehr.. "Über 35 Wehren aus dem ganzen Kreis haben inzwischen ausgediente Ausrüstung gespendet", freut sich Martin Schuldt über den Erfolg seiner Aktion. Schuldt setzt sich seit 2003 aktiv für die Kameraden des "Cuerpo de Bomberos Voluntarios del Paraguay" in Südamerika ein. Dass die Fahrzeuge in unseren Breiten längst ihre Lebensdauer überschritten haben, ist in Südamerika kein Problem. "Mit dieser urwüchsigen Technik können die Kameraden dort gut arbeiten. Ersatzteile gibt´s auch noch und notfalls wird halt improvisiert. Mit computergesteuerter Technik ist man dagegen in Paraguay verloren", weiß Schuldt. Bis vor wenigen Jahren arbeiteten die 49 freiwilligen Feuerwehrleute in der 56.000-Einwohner-Stadt Villarica mit spartanischen Mitteln. Seit Martin Schuldt sich der Sache angenommen hat, erlebten die Südamerikaner einen wahren Quantensprung. "Villarica hat heute eine der best ausgestatteten Feuerwehren in Paraguay - wenngleich man das natürlich nicht an hiesigen Standards messen darf", weiß Schuldt. Viele Ausrüstungsgegenstände, die in Villarica nicht mehr gebraucht werden, geben die dortigen Kameraden inzwischen auch an andere Kommunen weiter. Und sie betreiben eine rege Aufbauhilfe für weitere Freiwillige Feuerwehren. Derzeit decken nur vier Freiwillige Feuerwehren ein Gebiet von rund 300 Quadratkilometern ab. Finanziert wird auch dieser Transport aus Spenden. Vorsichtshalber werden dann aber alle Türen des Fahrzeugs vernietet. "So gehen wir auf Nummer Sicher, dass die Hilfsgüter nicht im Hafen von Buenos Aires in dunklen Kanälen versickern", so Schuldt. Die Freiwillige Feuerwehr Villarica wird die Fahrzeuge dann selbst in Argentinien abholen und die Nieten erst in Villarica im Beisein des Bürgermeisters öffnen, weiß Martin Schuldt. Schuldt will auch weiterhin helfen. "Gebraucht wird alles, was man sich im Feuerwehrbereich denken kann - außer einer Drehleiter, denn die Gebäude sind maximal nur zwei Stockwerke hoch." Ganz oben auf der Wunschliste steht ein ausrangiertes Tanklöschfahrzeug. Feuerwehren, die ebenfalls nicht mehr benötigte Gerätschaften für die Feuerwehr in Villarica spenden wollen, können sich an Martin Schuldt unter der Nummer 0172-7335429 (E-Mail: ma.schuldt@t-online.de) wenden. (bau). Rückfragen bitte an: Kreisfeuerwehrverband Rendsburg-Eckernförde stellv. Kreiswehrführer Holger Bauer Telefon: 04871 / 3246 o. Mobil: 0177 / 2745486] Fax: 04871 / 8104 E-Mail: Bauer@KFV-RDECK.de


Datum: 2009-10-20 03:18
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Der IWF bewertet die wirtschaftliche Lage in Paraguay als sehr positiv


[AR] Vor seiner Abreise nach Washington erklärte der Leiter einer Mission des Internationalen Währungsfonds (IWF), Alejandro Santos, dass die wirtschaftliche Lage in Paraguay als "sehr positiv" zu bezeichnen sei. Santos war mit einer ersten Bewertung des neuen Stand-by-Abkommens betraut, das zwischen Paraguay und dem IWF am 31. Mai 2006 unterschrieben wurde. Santos erklärte, dass es in den ersten drei Monaten dieses Jahres ein "notorisches Wachstum" gegeben habe, dessen Geschwindigkeit sich in den folgenden drei Monaten etwas gemäßigt habe. Aber allgemein sei die Wirtschaft im Wachsen begriffen. Die Inflation der ersten drei Monate dieses Jahres sei unter Kontrolle gebracht worden, man sehe jetzt stabile Preise im Land, während gleichzeitig die Devisenreserven in die Höhe gingen. Santos lobte besonders, dass die Ziele der Steuerpolitik von der paraguayischen Regierung eingehalten worden seien. "Die öffentlichen Finanzen sind doch sehr gefestigt worden, man kann daran denken, diese Haushaltsdisziplin auch im kommenden Jahr zu bewahren. Das Programm befindet sich jetzt innerhalb der vorgesehenen Trassierung, und es sieht dabei viel besser aus, als anfänglich vorhergesehen wurde." Als positiven Bestandteil seiner Bewertung nannte Santos auch die Aufwertung des Guaraní, der sich gegenüber der schwächelnden Leitwährung USD festigen konnte.


Datum: 2009-09-12 17:22
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Paraguay schlägt Argentinien und löst WM-Ticket


Paraguay hat am Mittwoch in der südamerikanischen WM-Qualifikation gegen Argentinien mit 1:0 gewonnen und damit das Ticket für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika gelöst.

Die "Gauchos" hingegen müssen nach der erneuten Pleite um die Teilnahme an der WM-Endrunde zittern. Vor rund 34.000 Zuschauern in Asuncion erzielte Dortmund-Stürmer Nelson Valdez in der 27. Minute den Siegestreffer für Paraguay. Die Argentinier verloren zudem in der 53. Minute Mittelfeldspieler Juan Sebastian Veron mit Gelb-Rot.

Zuvor hatte bereits Ecuador mit 3:1 gegen Bolivien gewonnen und sich auf den vierten Tabellenplatz vorgeschoben, dazu siegte Uruguay gegen Kolumbien ebenfalls mit 3:1. Die Argentinier stehen damit zwei Spieltage vor Ende der Qualifikation nur noch auf dem fünften Rang der Tabelle.

Die ersten vier Mannschaften qualifizieren sich direkt, der Fünfte muss in die Relegation gegen ein Team aus Nord- und Mittelamerika.

WM-Qualifikation in Südamerika:

  09.09.09 Bolivien Ecuador 1:3
  Uruguay Kolumbien 3:1
  Paraguay Argentinien 1:0
  Brasilien Chile 4:2
  Venezuela Peru 3:1


Tabelle:

  1. Brasilien * 16 9 6 1 32:9 33
  2. Paraguay * 16 9 3 4 22:13 30
  3. Chile 16 8 3 5 27:20 27
  4. Ecuador 16 6 5 5 21:23 23
  5. Argentinien 16 6 4 6 20:19 22
  6. Uruguay 16 5 6 5 26:18 21
  7. Venezuela 16 6 3 7 22:27 21
  8. Kolumbien 16 5 5 6 10:14 20
  9. Bolivien 16 3 3 10 20:34 12
  10. Peru 16 2 4 10 9:32 10


Datum: 2009-09-02 22:09
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Deutsche Wirtschaft setzt auf Brasilien


Berlin - Die brasilianische Wirtschaft hat sich in der gegenwärtigen globalen Krise als erstaunlich stabiler Markt erwiesen; im Vergleich zu anderen Ländern waren die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise dort - trotz Konjunkturdelle - eher milde. Für Hans-Peter Keitel, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, BDI, ist deshalb der Zeitpunkt für die diesjährigen 27. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage "spannend und günstig". Sie beginnen an diesem Montag in Vitoria, der Hauptstadt des Bundesstaates Espirito Santo, einem wichtigen Zentrum mit neu entdeckten Öl- und Gasvorkommen.

Die Wirtschaftstage werden eröffnet von Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg und Präsident Lula da Silva, 700 Gäste aus Wirtschaft und Politik nehmen daran teil. Im Gespräch mit der WELT bekräftigte Keitel, der mit einer BDI-Delegation ebenfalls vertreten ist, dass Brasilien nicht nur "einer der wichtigsten Wachstumsmärkte für die deutsche Industrie ist", sondern auch "als Partner bei der Gestaltung internationaler Rahmenbedingungen" immer wichtiger werde. Er lobte den brasilianischen Finanzsektor, der sich "als außerordentlich stabil" erwiesen habe, was vor allem der hohen Eigenkapitalquote und einer strengen Bankenaufsicht geschuldet sei.

Die deutsche Industrie ist in Brasilien vertreten mit über 1300 Unternehmen und verfügt mit Direktinvestitionen - einschließlich der Reinvestitionen - von fast 25 Milliarden Dollar über einen "soliden Sockel", so Keitel, der aber in den nächsten Jahren durchaus noch erweitert werden könnte.

Grundlage dafür sollte das von Präsident Lula aufgelegte "Programm zum Ausbau der Infrastruktur" - nach seinen portugiesischen Anfangsbuchstaben (Programa de Aceleracao do Crecimiento) immer nur kurz "PAC" genannt. Es sieht bis Ende 2010 Investitionen im Umfang von über 200 Mrd. Euro vor.

Hiervon seien allerdings erst 10 Prozent umgesetzt worden: "Viele attraktive Milliardenaufträge sind also noch zu vergeben", so Keitel. In diesem Zusammenhang wies er besonders auf den auf 30 Mrd. veranschlagten Investitionsbedarf für die Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien hin: "Hier können deutsche Unternehmen von ihren Erfahrungen aus der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland profitieren". Deutsches Know-how sei in diesem Zusammenhang sehr gefragt in den Bereichen "Stadienbau, Hotels, Verkehr, Logistik und vor allem auch Sicherheitskonzepte". Keitel sieht aber auch gute Chancen für die Sektoren Agrobusiness, Gesundheitswesen und Bergbau. Brasiliens Bergbau- und Eisenerzgigant Valle do Rio Doce gehört zu den größten Eisenerzexporteuren der Welt mit 35 Prozent Marktanteil.

Keitel wies auch auf eines der wichtigsten öffentlichen Bauvorhaben hin, die geplante 400 Kilometer lange Schnellzugverbindung zwischen Rio de Janeiro und Sao Paulo, die ein Investitionsvolumen von mehr als 14 Mrd. Dollar hat. Hierbei möchten sich vor allem Siemens und Thyssen Krupp als Konsortialpartner beteiligen.

Keitel glaubt, dass man die Rahmenbedingungen für die deutsch-brasilianischen Wirtschaftsbeziehungen durchaus noch verbessern könne. Hierzu gehörten etwa Reformen im brasilianischen Steuerrecht, in den Finanzierungsbedingungen, der Abschluss eines neuen bilateralen Doppelbesteuerungsabkommen, aber auch ein verbesserter Marktzugang durch ein Freihandelsabkommen der EU mit dem von Brasilien angeführten Staatenverband Mercosur, dem als Vollmitglieder noch Argentinien, Uruguay und Paraguay angehören.


Datum: 2009-08-26 17:03
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Der Tag an dem Paraguay Geschichte schrieb


 

Ycuá Bolaños jährt sich zum 5. Mal

Am 1. August 2004 brach gegen 11:30 am Vormittag nach einer Gasexplosion im Einkaufszentrum Ycuá Bolaños ein Feuer aus. Mehr als tausend Menschen befanden sich zu dieser Zeit innerhalb des Zentrums. Insgesamt kamen bei der Tragödie 464 Menschen um’s Leben. Die meisten davon, weil die privaten Sicherheitsleute, auf Befehl des Hauptaktionärs und Besitzers, die Fluchtwege und Notausgänge blockierten. Man wolle vermeiden, dass die Leute ohne ihre Ware zu bezahlen aus dem Kaufhausstürmten, hiess es. Einer der Sicherheitsleute, Daniel Areco, habe sogar auf einen Feuerwehrmann geschossen, der die Fluchtwege freiräumen wollte.

„Das Feuer fiel vom Dach, die Leute wollten fliehen und konnten nicht, weil die Türen verschlossen wurden“ berichteten übereinstimmend mehr als zwanzig Zeugen. Es gab Stimmen, die von einem terroristischen Anschlag sprachen, demgegenüber bestätigte die freiwillige Feuerwehr aber, dass der Brand durch eine Explosion einer Gasflasche im Selbstbedienungsrestaurants des Einkaufszentrums ausbrach. Die spätere Untersuchung der Brandursache fand völlig verfettete Rauchabzugskanäle. In diesen Rohren breitete sich das Feuer explosionsartig aus.

Die Leichen wurden erst in einer gegenüberliegenden Discothek aufgebahrt. Die lokalen Spitäler waren nicht für die vielen Verletzten mit Verbrennungen ausgerüstet und völlig überfordert. Das Zentrum für Verbrennungsopfer zum Beispiel besass zu dieser Zeit gerade mal zwei Beatmungsgeräte. Die Nachbarstaaten Brasilien und Argentinien, aber auch Chile und Uruguay boten sofort ihre Hilfe an, die vom damaligen Gesundheitsminister und heutigen Senator Julio César Velázquez (ANR) aber abgelehnt wurde. Man habe alles unter Kontrolle, die Verletzten seien alle angemessen versorgt, ausländische Hilfe nicht von Nöten, meinte er. So flog ein vom Verein Damas Brasileiros und der Brasilianischen Botschaft gechartertes Flugzeug mit nur 3 Schwerstverbrannten in ein Spital nach Foz de Iguazú.

Die Angehörigen der Tragödie warten immer noch auf Gerechtigkeit

Die Hinterbliebenen der Opfer warten bis heute auf Gerechtigkeit oder eine angemessene Entschädigung. Mit allen möglichen legalen und auch illegalen Mitteln ist es den Anwälten der Angeklagten gelungen, Zeit zu schinden. Richter wurden zurückgewiesen und gesprochen Urteile angefochten.

Der Besitzer des Zentrums, Juan Pío Paíva und sein Sohn Daniel, sowie der Wachmann Daniel Areco, wurden zwar angeklagt und in Untersuchungshaft genommen. Pío Paiva wehrte sich energisch gegen den Vorwurf, er hätte befohlen die Türen zu schliessen. Er sei an diesem Tag nicht einmal im Haus gewesen, wie hätte er da die Schliessung befehlen können, sagte er in einem Interview. Der Architekt, Bernardo Ismachowiez der das Kaufhaus gebaut hatte wurde ebenfalls angeklagt.

In einer ersten Instanz wurden die Angeklagten zu 12, 10, 5 und 2,5 Jahren Haft verurteilt. In zweiter Instanz erklärten die Richter zuerst die definitive Einstellung des Verfahrens und kassierten die Urteile. Danach liessen den Fall volle sieben Monate ruhen, um sich dann für nicht zuständig zu erklären. Die Akten wurden an die erste Instanz zurückgewiesen, dessen Richter sich jetzt aber ihrerseits für nicht zuständig erklärten und den Fall an die Strafkammer des obersten Gerichtshofes weiterleiteten. Die Anwälte der Hinterbliebenen rekurierten dreizehn!!! mal gegen die Einstellung des Verfahrens, die Richter der Strafkammer wiesen jeden Rekurs wegen angeblicher Formfehler zurück.

Tag der Solidarität

Präsident Lugo ordnete am 29 Juli 2009 per Dekret an, den 1. August als Tag der Solidarität zu begehen. „Wie wir alle wissen, keiner der Direktoren wurde (beim Brand) verletzt oder sitzt im Gefängnis.“ Und: „Das Schliessen der Türen ist der wahrscheinlichste Grund für die vielen Toten“ schrieb Lugo unter anderem in seiner Note an den obersten Gerichtshof. Die Anwälte Juan Pio Paivas reichten umgehend eine Klage gegen Lugo wegen Einmischung in ein laufendes Justizvefahren ein. Die Note sei eine offene, unverhüllte und beschämende Einmischung des als Politikers verkleideten Bischoffs in das laufende Justizverfahren. Der komplette Prozess Yuca Bolaños sei daher sofort zu annullieren, sagte Luis Escobar Faella, der Verteidiger Paívas. Selbiger Escobar Faella hatte den Klägern, immerhin die Hinterbliebenen der Opfer, angedroht, sie in Millionenhöhe zu verklagen, falls sie weiterhin auf einem Prozess beharrten. Die Kläger hätten die Gerichtskosten sowie seine Honorare zu bezahlen. Damit schürte er natürlich die Angst bei den meist weniger bemittelten Familien. Escobar Faella drohte ihnen sogar mit Gefängnis, falls sie die Kosten nicht bezahlen würden.

Mittlerweile drängt die Zeit

Der Zweck all dieser Manöver ist die Verjährung des Falles zu erreichen. Die Frist beträgt 5 Jahre. Morgen, Samstag dem 1. August, jährt sich also nicht nur die Katastrophe. Drei Mitglieder des obersten Gerichtshofes haben bis gestern, die Rückweisungsanträge der Anwälte zurückgewiesen. Damit wäre der Weg frei für Urteile vor Ablauf der Fünfjahresfrist. Der Senat hat über die Parteigrenzen hinweg, eine Resolution verabschiedet, in dem der Oberste Gerichtshof aufgefordert wird, die Urteile jetzt, vor der Verjährung des Falles zu sprechen. Escobar Faella hingegen kündigte an, dass er wenn nötig, den Fall bis an’s Internationale Gericht der Menschenrechte weiterziehen würde.

Kein Vertrauen in die Justiz

Die Opfer der Tragödie die am 1. August 2004, 464 Todesopfer und mehr als 500 Verletzte kostete, die 206 Waisen hinterlässt und 57 Personen immer noch vermisst werden, glauben nicht an die Justiz. Carmen Rivarola, Präsidentin der Vereinigung der Hinterbliebenen sagte bitter: „In Paraguay gibt’s keine Gerechtigkeit für die Opfer von Ycuá Bolaños“. Es sei unverständlich, dass reiche Leute frei seien, während ärmere im Gefängnis sässen, wie zum Beispiel ein 77jähriger Mann, dessen Fall niemand wisse und keiner sagen könne, warum er überhaupt einsässe. Jugendliche Straftäter würden, zwar zurecht, aber sofort von der vollen Härte der Justiz getroffen, einfach weil sie nicht genügende finanzielle Mittel besässen, um sich „ihre“ Justiz zu kaufen. „Dieser Fall wird wahrscheinlich einfach verjähren und Paiva wird ein anderes Einkaufscenter bauen und eröffnen, unbehelligt von der Justiz.“

Trotzdem: heute, am 31. Juli 2009, stehen die Hinterbliebenen der Opfer wieder vor dem Justizpalast. Sie fordern, dass der oberste Gerichtshof heute die Urteile bestätigt. „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“ Oder, „Wir wünschten uns eine exemplarische Strafe.“ Oder auch „Wir wollen nicht, dass der Fall verjährt“ sagen die Menschen. Canal 13 sendet heute Abend ab 20:10 Ortszeit eine Dokumentation über Ycuá Bolaños. Auf der Webpage http://www.ycuanuncamas.org können sich Interessierte selber über den Fall informieren.

In den letzten Tagen mehrten sich aber auch die Stimmen, die eine Wiederholung der Tragödie prophezeien. Einige der Märkte Asuncións, sind dermassen vollgestopft, dass ein Brand ein ähnliches, wenn nicht sogar ein grösseres Desaster verursachen könnte. Aber von der Erkenntnis bis zur Lösung des Problems vergeht auch in Paraguay viel Zeit. Bleibt zu hoffen, dass sich die Propheten irren.


Datum: 2009-08-23 22:38
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Günstige Grundstückspreise und hohe Bodenfruchtbarkeit wirken wie Magneten auf Investoren


Die niedrigen Kosten für paraguayischen Boden sowie das hohe Produktionspotential sind, vor allem im Vergleich mit den sonst so wirtschaftlich erfolgreichen Nachbarländern, für Immobiliengeschäfte und Investitionen in die Landwirtschaft von enormem Vorteil. Während derartige Geschäfte auf internationaler Ebene in den letzten Monaten aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise etwas eingefroren sind, konnte Paraguay aufgrund der guten internen Bedingungen sogar einen Anstieg verzeichnen.

Jorge Luis Rejis Núñez, Agraringenieur mit Mastertitel sowie landwirtschaftlicher Berater und Experte im Bereich der Finanzanalyse von landwirtschaftlichen Geschäften erklärt, dass der Grundstückswert in Paraguay um einiges angehoben werden müsste, um an die Grundstückspreise der übrigen Nachbarländern heran zu reichen. Dort würde Boden wesentlich teurer verkauft.

Laut Núñez würde in Paraguay so viel Kapital angelegt werden, da keine Unterschiede zwischen ausländischen und inländischen Investoren gemacht würden. Wer in Paraguay über eine permanente Aufenthaltsgenehmigung verfügt, könne ohne Problem Land erstehen. Da dieses hier billiger und fruchtbarer ist, als in den umliegenden Ländern, komme viele der Landbesitzer, die paraguayischen Grund und Boden besitzen bzw. Kapital hier investieren, aus den Nachbarländern.

Bei genauer Betrachtung der Investitionen im Agrarbereich, kann man vor allem bei der Trennung von Immobilien- und Produktionsgeschäft feststellen, dass der bloße Grundstückshandel in den Regionen des Landes interessanter zu sein scheint in welchen der Wert des Bodens nicht im Bezug zu dessen Fruchtbarkeit und Produktionspotential steht.

Der Experte erklärt weiterhin, dass obwohl in Paraguay keine Statistiken über die Entwicklung des Grund- und Bodenpreises existierten, erst kürzlich ein Preisanstieg bei den Immobilien beobachtet werden konnte, der nun jedoch durch die Krisensituation eingefroren wurde. Sowohl die paraguayischen als auch die ausländischen Investoren scheinen nun zu warten, wie sich die Zukunft entwickle, so Nuñez.

Dennoch seien Nachfrage und Angebot in Paraguay trotz kleiner Einfrierung durch die Weltwirtschaftskrise ausgeglichen. Vorhersagen von internationalen Institutionen gingen ebenfalls von einem konstanten Wachstum der Lebensmittelnachfrage in den nächsten 10 bis 20 Jahre aus. Die lasse darauf schließen, dass Agrargeschäfte weiterhin gute Investitionsmöglichkeiten seien. Nuñez zufolge sei für den informierten Investor mit ausreichend Kapital nun der geeignete Zeitpunkt, um den durch die Krise entstandenen Vorteil von billigen Grundpreisen für sich zu nutzen und gewinnbringend zu investieren.

Man müsse jedoch damit rechnen, dass sie eine Investition erst nach einer Zeitspanne von 10 bis 15 Jahren finanziell rentiere. Verlustgeschäfte seien eigentlich auszuschließen, da der Boden kaum an Wert verlieren könne.

Paraguay sei ein Land, das noch nicht sämtliche seiner vorhanden Produktionsmöglichkeiten nutze, und wesentlich mehr produzieren könne. So bestünden zum Beispiel sehr gute Vorbedingungen zur Erhöhung der Produktionskapazitäten vor allem in den Bereichen Soja und Fleisch.

In Paraguay stehe noch genügend Böden zur Verfügung, um die landwirtschaftliche Produktionsfläche in der „Region Oriental“ sogar noch zu verdoppeln.

Schlagwort: Immobilien, Inmeubles, Investieren, Investment, Soja


Datum: 2009-08-21 03:43
Quelle:
Author:

PARAGUAY Auswandern, In Paraguay leben !


  Diesen schönen Bericht von Ciao möchten wir Ihnen nicht vorenthalten:

 

Paraguay Auswandern. Paraguay Auswanderer treffen. Paraguay Informationen. Paraguay Bilderkatalog. Paraguay Immobilien. Paraguay Reisen. Paraguay Hotels.

Die Gründe sprechen für sich !

ca. 5% - 8 % (Tendenz stark steigend) der Einwohner Paraguays sind Deutsche oder deutsch-stämmig, ein einfacher Anfang sich in der neuen Umgebung zurecht zu finden ist gewährleistet.

Eine wenn auch nicht starke, aber stabile Währung. 1 Euro= ugf. 7000 Guaranies
Paraguayische Genossenschaften gewähren eine Rendite bis zu 18% p.a.

Steuerparadies:
- Renditen sind Steuerfrei
- sehr geringe Kfz- und Grundsteuern
- geringe Gewinn & Mehrwertsteuer

Geringe Lebenshaltungskosten.
Bei über 300 Sonnentagen fast keine Heizkosten.
Günstige Grundstücks- und Bau-Kosten.
Das milde Klima ermöglicht einen ertragreichen Ackerbau.

Keine Energieprobleme: Paraguays Wasserkraftwerke produzieren 48.36 bil. kWh von denen das Land selbst nur 2.469 bil. kWh verbraucht. Der beachtliche "Überschuss" wird nach Brasilien und Argentinien exportiert.
Kein Wassermangel, denn Paraguay liegt auf dem größten unterirdischen Süßwasserreservoir der Erde.

Paraguay ist in der Weltpolitik ein uninteressanter Faktor !

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Bevor ich nun beginne, können Sie am Ende der Paraguay- Vorstellung unsere eigene Auswanderung beginnend Juli 2006 mittels orig. e-Mails lesen ! Wir sind die Familie Dipl.-Ing. Uli & Petra & Lisa-Marie KRÖßIN-SCHOLZ aus ehemals Chemnitz und wohnen jetzt in Bella-Vista (ITAPUA) PARAGUAY.

Paraguay hat mehr Land als Leute ! Auf einer Fläche von 406.752 km2 , das entspricht ca. der Fläche so groß wie Luxemburg die Schweiz und Deutschland zusammen, leben 6.347.884 Menschen. (Stand 2005/ CIA World Factbook ). Bedingt durch die günstigen Einwanderungsbedingungen für Europäer und die ausgesprochene Deutschfreundlichkeit ist Paraguay in den letzten Jahren zum Einwanderungsland No. 1 der Deutschen, Österreicher, Schweizer u.a. geworden !

Die Gründe sprechen für sich

ca. 5% - 8 % (Tendenz stark steigend) der Einwohner Paraguays sind Deutsche oder deutsch-stämmig, ein einfacher Anfang sich in der neuen Umgebung zurecht zu finden ist gewährleistet.

Eine wenn auch nicht starke, aber stabile Währung. 1 Euro= 7000 Guaranies
Paraguayische Genossenschaften gewähren eine Rendite bis zu 18% p.a.

Steuerparadies:
- Renditen sind Steuerfrei
- sehr geringe Kfz- und Grundsteuern
- geringe Gewinn & Mehrwertsteuer

Geringe Lebenshaltungskosten.
Bei über 300 Sonnentagen fast keine Heizkosten.
Günstige Grundstücks- und Bau-Kosten.
Das milde Klima ermöglicht einen ertragreichen Ackerbau.

Keine Energieprobleme: Paraguays Wasserkraftwerke produzieren 48.36 bil. kWh von denen das Land selbst nur 2.469 bil. kWh verbraucht. Der beachtliche "Überschuss" wird nach Brasilien und Argentinien exportiert.
Kein Wassermangel, denn Paraguay liegt auf dem größten unterirdischen Süßwasserreservoir der Erde.

Einreise & Zoll in Paraguay

Einreisende aus der Europäischen Union oder Schweizer Staatsbürger benötigen kein Visum nach Paraguay. Sie erhalten automatisch ein Touristenvisum für 90 Tage. Es sind auch keine Impfungen vorgeschrieben.

Zollbestimmungen sind ähnlich wie in anderen Ländern. Pers. Dinge wie Video, Kamera, Notebook etc. sind zollfrei.

Zigaretten, Alkohol Parfüm usw. lohnen sich oft nicht einzuführen, da sie im Land wesentlich günstiger sind. Mitreisende Haustiere benötigen einen internationalen Impfpaß.

Bei der Einreise nach Paraguay erhalten Sie im Flugzeug eine Einreisezettel und eine Zollerklärung, in spanischer/englischer Sprache den sie wie folgt ausfüllen müssen.


Nombre y apellido : Vorname & Nachname
Fecha de nacimiento : Geburtstag
Lugar de nacimiento : Geburtsort
Ciudad : Gebutsstadt
Pais : Geburtsland
Nacionalidad : Staatsangehörigkeit
Tipo y número de documento : Pass &Passnummer
Pais de residencia : Wohnsitz (Land)
Puerto de embarque : Abflughafen (z.B. FRA)
Puerto de desembarque : Abflughafen (Ausreise: Asu)
Motivo del viaje : Grund der Reise (Turismo)
Direcciòn en Paraguay : Hotel
Firma

Unterschrift


Einreise mit Haustieren

Für die Einfuhr von Haustieren (Hunde, Katzen, u.s.w.) nach Paraguay ist ein von der paraguayischen Botschaft in Berlin beglaubigter internationaler Impfpaß erforderlich.
Der internationale Impfpaß muß folgende Angaben enthalten:
- Name und Wohnort des Besitzers
- Angaben über das Tier (Rasse, Geschlecht, Alter, Art des Felles, Herkunftsland und Foto)
- Impfungen (Hersteller des Impfstoffes ist anzugeben): Tollwut, Staupe, Hepatitis, Parvavirose, Leptospirose
- Ausschluß parasitären Befalls jeder Art. Die tierärztliche Bestätigung, daß das Tier frei von ansteckenden Krankheiten ist (ca. Seite 16-17 des Impfpasses oder eine separate Bescheinigungin spanischer Sprache) darf nicht älter als 10 Tage sein, wenn das Tier in Paraguay ankommt.
- Ein Foto des Tiers in Passbildgröße und gut erkennbar (an die Innenseite des Umschlags geklebt)
- Der Impfpaß muß vom Veterinäramt/Tieramt beglaubigt werden.
- Diese Unterlagen - sowie ein an Sie adressierter und frankierter Briefumschlag sind zur Beglaubigung bei der Botschaft der Republik Paraguay einzureichen.

MENSCH UND GEMEINSCHAFT

Der Paraguayer:


Wenn sie ihn fragen: "wie geht's?", antwortet er immer mit: Sehr gut! Er hat immer ein Lächeln für Sie bereit, ist immer freundlich und immer "tranquillo" (ruhig ;ausgelassen; ohne Hektik) - Er kennt keinen Stress und keine Uhrzeit. Alles geht sehr gemächlich voran, was für uns Europäer zunächst eine große Umstellung ist. Zunächst wird er Ihnen mit etwas Distanz begegnen, doch wenn Sie ihn einmal zum Freund haben, dann heißt das für immer.

Kinderliebe wird hier groß geschrieben.

Für die lieben Kleinen tut man alles. Man lebt in der Großfamilie. Urgroßeltern, Großeltern bis hin zu den Kleinen halten alle zusammen. Kein Wunder, denn hier gibt es kaum Altersvorsorge, keine Arbeitslosenversicherung usw. hier hilft die Familie untereinander.


Paraguay ist seit ca. 120 Jahren ein beliebtes Einwanderungsland. Ab 1900 entstanden die deutschen Kolonien Hohenau, Obligado und Bella Vista im Süden des Landes.1924 gründeten Familien aus Württemberg und Baden die Kolonie Independencia, die sich durch ihre wundervolle Natur und ihre Berglandschaft auszeichnet

Wirtschaft in Paraguay

Paraguay ist ein reines Agrarland mit all jenen Merkmalen, die für lateinamerikanische Staaten typisch sind:
Großgrundbesitz prägt die Besitzstruktur, etwa 80 % der landwirtschaftlich nutzbaren Flächen gehören 1 % der Bevölkerung.

39 % der Bevölkerung arbeitet im Agrarsektor, der 23 % zum BIP beiträgt

Auf den Grasfluren des Gran Chaco wird nahezu ausschließlich Weidewirtschaft betrieben. In den letzten Jahrzehnten wurde hier von den Mennoniten die Milchwirtschaft nach europäischen Standards ausgebaut, die nun fest in deren Hand ist. Östlich des Rio Paraguay wird vorwiegend Ackerbau betrieben. Hauptanbauprodukte sind Sojabohnen, Maniok, Baumwolle, Zuckerrohr und Getreide. Forstwirtschaftliche Produkte (29 % Paraguays sind mit Wald bedeckt) sind neben Holz Tannin und Petitgrain. Petitgrain ist ein Öl, das zur Parfümherstellung verwendet wird.

Bergbau spielt in Paraguay kaum eine Rolle, da die nachgewiesenen Lagerstätten nur in geringem Umfang abgebaut werden. Es gibt Erdöl-, Eisenerz-, Mangan- und Steinsalzlagerstätten.

Seit den 1970er Jahren verzeichnet der Industriesektor beträchtliche Zuwachsraten und trägt nun 22 % zum BIP bei. Die industrielle Produktion beschränkt sich weitgehend auf land- und forstwirtschaftliche Güter. Vorherrschende Zweige sind Holz- und Fleischverarbeitung, Gewinnung pflanzlicher Öle sowie Herstellung von Süßwaren und Fruchtsäften. Darüber hinaus gibt es Textil- und Glasfabriken sowie ein Zementwerk. 22 % der Erwerbstätigen sind in der Industrie beschäftigt.

Ein Devisenbringer für Paraguay ist das momentan größte Kraftwerk der Welt Itaipú. Es wurde zur Hälfte von Brasilien mitgebaut. 99,88 % der gesamten elektrischen Energie Paraguays werden in Wasserkraftwerken erzeugt. Da der vom Kraftwerk Itaipú erzeugte Stromanteil von Paraguay nicht verbraucht wird, kann somit der Überschuss verkauft werden.

Paraguay hat eine durch starke Schattenwirtschaft gekennzeichnete Marktwirtschaft. Die Schattenwirtschaft zeichnet sich durch die Einfuhr von Konsumartikeln und deren Wiederausfuhr in benachbarte, wohlhabende Länder aus sowie durch die Aktivitäten tausender Kleinstunternehmer und städtischer Straßenhändler.

Wegen der Bedeutung der Schattenwirtschaft sind Wirtschaftsdaten schwer zu erhalten. Ein großer Prozentsatz der Bevölkerung arbeitet in der Landwirtschaft und häufig in Form der Subsistenzwirtschaft.

Die Wirtschaft ist zwischen 1995 und 1997 formal um 3 % gewachsen, jedoch ist das BIP in den Jahren 1998, 1999 und 2000 leicht gefallen. Das Pro-Kopf-Einkommen stagniert auf dem Niveau von 1980. Die Mehrheit der Beobachter führt die schlechte Entwicklung der paraguayischen Wirtschaft auf unverlässliche Politik, Korruption, Mangel an strukturellen Reformen, die bedeutende interne und externe Staatsverschuldung und die mangelhafte Infrastruktur zurück.

Die Grundversorgung der Bevölkerung im Materiellen und im Bereich der Gesundheit ist in Paraguay gewährleistet.

Preise

Eine der häufigst gestellten Fragen und auch am meisten diskutierte ist: Was kostet wie viel ?

Hier ein kurzer Überblick. Bitte beachten Sie jedoch, dass alle Preise Richtwerte und zudem auch vom aktuellen Wechselkurs abhängig sind.

1 Euro = 7000 Gs.

------------------------------------------------

Einige Beispiele:

Kartoffeln 1kg 1.800 Gs.
Bananen (1dutzend) 3.500 Gs
Rinderfilet 1kg 17.500 Gs.
Milch 1l. 3.000 Gs.
US Zigaretten 1Pk. 5.000 Gs.
Benzin 1l. 4.800 Gs
Wein argentinisch 1l. 4.900 Gs
Zahnpasta Colgate 4.300 Gs.
Glühbirne Philips 1.500 Gs
Menü bei Mc. Donalds ab 12.000 Gs.

Einkaufen in Paraguay

Seit vielen Jahrzehnten ist Paraguay als das Einkaufsparadies von Südamerika bekannt.

Die Städte Asunción, Ciudad del Este, Pedro Juan Caballero
und Encarnación zeichnen sich durch ihr unwiderstehliches Angebot, dem guten Preis-Leistungsverhältnis und der hohen Qualität aus. In den Einkaufszentren und Fachgeschäften ist eine erstaunlich breite Palette von verschiedenen Produkten vorzufinden, angefangen bei der Vielfältigkeit des Kunstgewerbes bis hin zu den feinen Filigranarbeiten aus Silber, kostbaren Parfüms und Orientteppichen.

Die paraguayische Währung ist der Guaraní, unterteilt in 100 Céntimos. Im Umlauf sind Banknoten zu 1.000, 5.000, 10.000, 50.000 und 100.000 Guaraníes, sowie Münzen zu 10, 50, 100 und 500 Guaraníes. Im 2006 lag der Wechselkurs für 1.- EURO bei 7.200 Gs.

In vielen Geschäften und in allen Banken werden die international üblichen Kreditkarten akzeptiert.

Paraguay ist ein einziger Duty-Free-Shop. Bezahlt wird entweder in der Landeswährung oder in letzter Zeit auch
immer öfter in US-Dollar. Preiswert sind Zigaretten, Alkohol, Fleisch, Benzin, Elektronik und Marken-Textilien und alle im Lande produzierten Artikel (z.B. Kunstgewerbe).


Datum: 2009-08-20 20:22
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Iberia erweitert Flugangebot nach Paraguay


Iberia erhöht ihr Angebot nach Montevideo um eine wöchentliche Frequenz. Somit bestehen ab dem 15. Januar 2009 täglich außer donnerstags Verbindungen zwischen Europa und Uruguay. Iberia ist die einzige Fluggesellschaft, die Nonstop-Flüge von Europa nach Uruguay anbietet.

 

Außerdem hat die größte spanische Fluggesellschaft Asunción, die Hauptstadt Paraguays, in Kooperation mit Pluna wieder in ihr Streckennetz aufgenommen. Fluggäste nach Asunción reisen mit Iberia nach Montevideo, von wo aus Weiterflüge in Kooperation mit Pluna bestehen: Mit nur einem einzigen Flugschein und bis zum Zielflughafen abgefertigtem Gepäck. Derzeit sieht der Flugplan montags, mittwochs, freitags und samstags Verbindungen vor, die ab Dezember um einen sonntäglichen Flug ergänzt werden. Iberia im Internet unter www.iberia.com.

 

Iberia bietet die meisten Flugverbindungen zwischen Europa und Lateinamerika und ist der Marktführer nach Passagierzahlen. Auf ihren Flügen nach Uruguay beispielsweise konnte Iberia dieses Jahr bereits über 100.000 Gäste begrüßen, was einer Steigerung von 5,3 Prozent gegenüber 2007 entspricht.

 

Auf den Langstreckenflügen zu diesen Zielen bietet Iberia ihren Kunden die einzigartige Premiumklasse Business Plus. Zu den vielen Annehmlichkeiten zählen die bequemen Schlafsitze, die sich in ein komplett flaches Bett verwandeln lassen, interaktive Spiele, eine große Auswahl an Video- und Audiokanä-len, die herausragenden Menüs des Starkochs Sergi Arola sowie eine große und erlesene Auswahl an Weinen und Petits Fours.


Datum: 2009-08-20 20:10
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Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt


Landesspezifische Sicherheitshinweise

 

Kriminalität

 

Die Sicherheitslage hat sich in der letzten Zeit sowohl in den Städten als auch auf dem Land deutlich verschlechtert. Die Zahl der Überfälle auf offener Straße, bei Überlandfahrten und in öffentlichen Verkehrsmitteln (Bussen) hat zugenommen. Wertgegenstände sollten nicht offen getragen, Bargeld nur in geringen Mengen mitgeführt werden. Bei Unterkünften sollte auf konsequente Umsetzung von Sicherungsmaßnahmen (Fenstergitter, feste Türen, Alarmanlage, etc.) geachtet werden.

 

Bei Überfällen sollte kein Widerstand geleistet werden, da die Täter häufig bewaffnet sind und teilweise sofort ohne (oder aus geringfügigem) Anlass von der Waffe Gebrauch gemacht wird.

 

Als besonders gefährlich gelten derzeit Ciudad del Este, das Grenzgebiet zu Brasilien und Argentinien sowie die Gegend um Villarrica.

 

Von nächtlichen Überlandfahrten wird (auch wegen der schlechten Verkehrsverhältnisse) abgeraten.

 

Reisekasse und dokumente sollten gut vor Diebstahl geschützt werden. Es wird empfohlen, Geld nur bei offiziellen Wechselstuben Banken zu wechseln und keine größeren Barbeträge im Zimmer Haus aufzubewahren.

 

Allgemeine Reiseinformationen

 

Reisen über Land

 

Die touristische Infrastruktur des Landes ist bescheiden, doch stehen neben Mietwagen zu allen Touristenzielen Reisebusse zur Verfügung, nach Ciudad del Este auch eine regelmäßige Flugverbindung von Asuncin aus.

 

Bei und nach starken Regenfällen sind viele Straßen auch in städtischen Bereichen nur eingeschränkt und unter Gefahr befahrbar.

 

Aktuell werden in verschiedenen Landesteilen und in der Hauptstadt Asuncion wieder vermehrt Fälle von Dengue-Fieber registriert (siehe auch Medizinische Hinweise).

 

Flughafensteuer bei Ausreise

 

Bei der Ausreise aus Paraguay über den Flughafen von Asuncin muss eine Flughafensteuer i.H.v. 31 USD entrichtet werden, die in der Regel nicht im Preis des Flugtickets enthalten ist.

 

Geld Kreditkarten

 

Mit ec-Bankkarten sowie Kreditkarten und PIN kann an Geldautomaten (in größeren Städten) Bargeld abgehoben werden, jedoch oft nur bis zu gewissen Höchstgrenzen.

 

Dollar lassen sich im ganzen Land problemlos tauschen- allerdings werden 100-Dollar-Noten der Serien CB aus 2001 und D aus 2003 derzeit nicht akzeptiert, auch nicht bei Banken!

 

Die Bezahlung mit Kreditkarten ist nur in Asuncin und Ciudad del Este und auch dort nicht überall möglich.

 

Bargeld darf bis zu einer Summer von 10.000 USD eingeführt werden.

 

Kfz-Haftpflichtversicherung

 

Eine gesetzliche Haftpflichtversicherung für Kfz besteht nicht.

 

Straßen- und Flugverkehr

 

Besondere Vorsicht ist im Straßenverkehr geboten, das gilt vor allem für Fußgänger! Die Unfallzahlen sind deutlich höher als in Mitteleuropa.

 

Flugverspätungen sind an der Tagesordnung, auch kommt es immer wieder zu Überbuchungen der Flüge.

 

Immobiliengeschäfte

 

Bei Immobiliengeschäften in Paraguay ist besondere Vorsicht angebracht: Unterrichten Sie sich aus verschiedenen Quellen und vergleichen Sie die Grundstückspreise. Kaufen Sie nichts, was Sie nicht zuvor besichtigt haben. Prüfen Sie die Eigentumsverhältnisse vor dem Kauf ausreichend und lassen Sie sich den aktuellen Grundstückstitel vorlegen; immer wieder werden Fälle bekannt, bei denen Land mehrfach verkauft wurde, oder es wird Land von Personen angeboten, die nicht Eigentümer sind. Grundlage für die Übertragung des Eigentums ist die sog. escritura pblica, ein notarieller Vertrag, der zur Umschreibung des Eigentums beim Katasteramt vorgelegt werden muss. Die Durchsetzung von Rechtsansprüchen vor paraguayischen Gerichten ist häufig mühsam und selten erfolgreich. Die Botschaft empfiehlt, in Grundstücksangelegenheiten einen Rechtsanwalt oder Notar einzuschalten.

 

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

 

Reisedokumente

 

Die Mehrzahl der nach Paraguay reisenden Touristen und Geschäftsleute trifft auf dem Flughafen der Hauptstadt Asuncin ein.

 

Deutsche Staatsangehörige müssen für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen einen gültigen Reisepass, die von der Fluggesellschaft vor der Landung ausgeteilte Internationale Einreisekarte sowie das Formular mit der eidesstattlichen Erklärung vorlegen, dass keine Pflanzen oder tierischen Lebensmittel und keine Devisen im Gegenwert von über 10.000,- USD eingeführt werden.

 

Der deutsche Personalausweis wird nicht anerkannt. Hingegen wird der deutsche Kinderausweis anerkannt, ein Lichtbild ist erst ab dem 10. Lebensjahr erforderlich (wird aber empfohlen!).

 

Für Kinder bis 5 Jahren wird der Eintrag im Reisepass der Eltern anerkannt, alle anderen brauchen einen eigenen Pass.

 

Das Einreisedokument muss für die gesamte Dauer des Aufenthaltes gültig sein.

 

Allein oder nur mit einem sorgeberechtigten Elternteil reisende Minderjährige benötigen für die Ausreise aus Paraguay die Zustimmung desder nicht mitreisenden Sorgeberechtigten und eine Geburtsurkunde. Deutsche Geburtsurkunden müssen vorab von der paraguayischen Botschaft legalisiert und von einem anerkannten Übersetzer auf spanisch übersetzt sein. Die Zustimmung muss ebenfalls von der paraguayischen Botschaft in Berlin legalisiert und von einem paraguayischen RichterFriedensrichter in Form eines permiso de menores anerkannt worden sein.

 

Reisende auf dem Landweg müssen vor allem an den Grenzübergängen von Ciudad del EsteFoz do Iguau (Brasilien) im Osten, EncarnacinPosadas (Argentinien) im Süden und in Puerto Falcon (Argentinien gegenüber von Asuncin) im Westen des Landes darauf achten, dass ihr Reisepass von den paraguayischen Einwanderungsbehörden mit einem Einreisestempel versehen wird. Andernfalls ist bei Kontrollen auf Überlandstraßen und bei der Ausreise eine Strafgebühr von zur Zeit 361.000 Gs. (ca. 53 EUR) zu zahlen.

 

Aufenthaltsdauer

 

Die Aufenthaltsdauer kann verlängert werden. Dies muss jedoch rechtzeitig vor Ablauf der 90-Tage-Frist bei der Direccin General de Migraciones, Eligio Ayala esq. Caballero, Tel. 492.908 und 446.066, beantragt werden. Eine Verlängerung um 90 Tage kann auch einmalig durch eine Aus- und sofortige Wiedereinreise erreicht werden.

 

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Verbindliche Auskünfte zum paraguayischen Ausländerrecht können nur die zuständigen paraguayischen Behörden erteilen.

 

Besondere strafrechtliche Bestimmungen

 

In den letzten Jahren wurde Paraguay verstärkt von Drogenkurieren als Transitland genutzt. Die paraguayische Anti-Drogenbehörde SENAD verzeichnet seit längerem international anerkannte Fahndungserfolge; in den Gefängnissen von Asuncin sitzen auch Europäer wegen Drogenschmuggels ein. Die Haftbedingungen sind hart (Überbelegung der Haftanstalten, mangelnde Hygiene und Versorgung), die Prozesse langwierig. Zu den Betreuungsmöglichkeiten der Botschaft gehört die Vermittlung eines Vertrauensanwalts.

 

Sollten Sie aus irgendeinem Grund festgenommen werden, bitten Sie in jedem Fall um sofortige Unterrichtung der Botschaft, die über ein Bereitschaftsdiensttelefon jederzeit zu erreichen ist.

 

Medizinische Hinweise

 

Impfschutz

 

Reisende, die aus einem Land mit Gelbfieber-Endemiegebieten einreisen, müssen einen gültigen Gelbfieber-Impfschutz bei der Einreise nachweisen können. Da Gelbfieber auch in Paraguay selbst vorkommt, kann der Impfnachweis auch bei (Weiter-) Reise in ein Drittland erforderlich sein (siehe: http:wwwn.cdc.govtravelyellowBookCh5-MalariaYellowFeverTable.aspx).

 

Das Auswärtige Amt empfiehlt allen Reisenden für den Aufenthalt in Paraguay einen Impfschutz gegen Gelbfieber, Tetanus, Diphtherie, ggf. Keuchhusten (Pertussis) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus. Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe www.rki.de) sollten auf aktuellem Stand sein.

 

Dengue-Fieber

 

Zwischen November und April kann verstärkt Dengue-Fieber auftreten. Auch 2009 wird eine saisonale Zunahme der Fälle in verschiedenen Departements des Landes beobachtet. Konsequente Barrieremaßnahmen (Schutz vor Mückenstichen) sind die einzig möglichen Schutzmaßnahmen (siehe unten). Dengue gehört zu den häufig importierten Virusinfektionen auch bei deutschen Reiserückkehrern. Weitere Hinweise finden Sie im Merkblatt Dengue-Fieber in den reisemedizinischen Hinweisen der rechten Randspalte.

 

Malaria

 

Das Malariarisiko in Paraguay ist gering, die Übertragung erfolgt hauptsächlich in den Monaten Oktober bis Mai durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken (z.B. Iguazu Wasserfälle). Asuncion ist malariafrei. In Paraguay kommt ausschließlich die weniger gefährliche Form der Malaria vor (Malaria tertiana durch Plasmodium vivax). Bei Fieber sollte man auch an diese Erkrankung denken und sich in ärztliche Behandlung begeben.

 

Eine medikamentöse Malariaprophylaxe ist für Paraguay nicht sinnvoll. Für längere Aufenthalte in den ausgewiesenen Endemiegebieten wird die Mitnahme einer Dosis Chloroquin (z.B. Resochin) zur Notfallselbstbehandlung (sog. stand-by-Medikation) empfohlen. Die Dosierung und die persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten vor der Einnahme mit einem TropenmedizinerReisemediziner besprochen werden.

 

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken (z.B. auch Dengue-Virusinfektionen) wird allen Reisenden empfohlen:

ganzkörperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),ganztägig (Dengue!) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragenggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen

HIV AIDS

 

Durch sexuelle Kontakte und bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIVAIDS-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere aber bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

 

Durchfallerkrankungen

 

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.

 

Medizinische Versorgung

 

Die medizinische Versorgung in Paraguay ist deutlich schlechter als in Europa. Vor allem auf dem Land ist sie in jeder Hinsicht problematisch. Trotzdem können die Kosten für ärztliche Behandlungen und Krankenhausaufenthalte z.T. erheblich höher als in Deutschland sein. Sie werden von deutschen Krankenversicherungen oft nicht oder nur teilweise abgedeckt. Rücksprache mit dem zuständigen Krankenversicherungsträger vor Reisebeginn bzw. Abschluss einer Reisekrankenversicherung und einer zuverlässigen Rettungsflugversicherung sind deshalb dringend zu empfehlen. Es ist damit zu rechnen, dass der Patient für die anfallenden Behandlungskosten zunächst in Vorlage treten muss.

 

Lassen Sie sich vor einer Reise nach Paraguay durch eine tropenmedizinische Beratungsstelleeinen TropenmedizinerReisemediziner beraten (siehe: http:www.dtg.org).

 

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

 

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

 

Die Angaben sind:

zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

 

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Diese kann Ihnen vom Auswärtigen Amt nicht abgenommen werden. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird im Zweifelsfall empfohlen.

 

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen in Rechnung gestellt werden. Dies sieht das Konsulargesetz vor.

 

Auswärtiges AmtBürgerserviceArbeitseinheit 040D-11013 BerlinTel.: (03018) 172000Fax: (03018) 1751000


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle:
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Mercosur-Gipfel in Paraguay hat begonnen


ASUNCIÓN, 29. Juni 2007 - Am heutigen Freitagmorgen (Ortszeit) hat der turnusmäßige Mercosur-Gipfel in der paraguayischen Hauptstadt Asunción begonnen. Neben den Vertretern der Mitgliedsstaaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay nehmen auch die Staatschefs aus Chile, Ecuador und Bolivien teil. Nicht mit dabei ist allerdings der venezolanische Staatschef Hugo Chávez, der sich auf einer Reise durch Russland, Weißrussland und den Iran befindet.

Das alles überschattende Hauptthema des Gipfels ist die Energie, beziehungsweise die immer knapper werdenden Rohstoffe und die dadurch immer häufiger unterbrochene Versorgung in den einzelnen Ländern. Mit ersten Ergebnissen wird am Nachmittag (Ortszeit) gerechnet)

Bereits am gestrigen Tag traf der argentinische Staatschef Néstor Kirchner mit dem Gastgeber Nicanor Duarte Frutos, Lula da Silva (Brasilien), Tabaré Vázquez (Uruguay) und Michelle Bachelet (Chile) zusammen.

Mit Nicanor Duarte Frutos, einigte sich Kirchner darauf, den Damm des Stausees Yacyretá von 78 auf 83 Meter zu erhöhen, um so die Kapazität des Wasserkraftwerks zu erhöhen. Der argentinische Infrastrukturminister Julio De Vido sprach von einer zusätzlichen Energiemenge von bis zu 40 Prozent.

In dem Treffen mit dem brasilianischen Staatsoberhaupt Lula Da Silva wurde eine ganze Reihe offener Punkte bei den bilateralen Angelegenheiten abgearbeitet. Unter anderem wurde die Möglichkeit ausgelotet, das Flugzeugwerk Lockheed im argentinischen Córdoba und die brasilianische Embraer zu einen. Über den Ausgang des Gesprächs wurden bisher keine Einzelheiten bekannt.

Energiekrise

Das Gespräch mit der chilenischen Präsidentin Michelle Bachelet wurde vom Energiethema, beziehungsweise der Knappheit an Energie dominiert. Argentinien hat in den vergangenen Monaten immer wieder die Gaslieferungen in das Nachbarland unterbrochen, um die Versorgung im eigenen Land gewährleisten zu können. Chile verfügt über so gut wie keine eigenen Rohstoffvorkommen und ist auf die Importe aus den Nachbarstaaten angewiesen.

Am heutigen Freitag stößt auch der bolivianische Staatschef Evo Morales zu dem Treffen hinzu, mit dem alle teilnehmenden Länder Gespräche suchen. Denn sein Land hat die mit Abstand größten Gasvorkommen auf dem südamerikanischen Subkontinenten. Im Prinzip hängen alle Staaten von den Lieferungen aus Bolivien ab. Morales hat kurz nach seinem Amtsantritt die Tarife für die Nachbarstaaten deutlich erhöht, und schließt Lieferungen nach Chile weiterhin aus. Bolivien fordert von Chile einen Zugang zum Meer.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: RIA Novosti
Author: Sascha Stroschke

Südamerikanische Staatschefs beraten regionale Zusammenarbeit und Abschied vom Dollar


Buenos Aires 27.06.07 (RIA Novosti)
Am Donnerstag beginnt in der paraguayischen Hauptstadt Asunción ein dreitägiges Gipfeltreffen der Mitgliedsstaaten des Gemeinsamen Marktes im Süden (MERCOSOR).

An dem Gipfeltreffen nehmen die Staatschefs der Mitgliedsländer - Argentinien, Brasilien und Paraguay - teil. Die Präsidenten der assoziierten Mitglieder Bolivien, Chile und Ekuador werden ebenfalls anreisen.

Auf der Tagesordnung des 33. Gipfels stehen Fragen der Zusammenarbeit in Handel und Wirtschaft, so der Übergang vom US-Dollar zu den nationalen Währungen im gegenseitigen Zahlungsverkehr, die Gründung einer Südamerikanischen Regionalbank sowie die Überwindung der Disproportionen im Handel mit Paraguay und Uruguay.

Der venezolanische Präsident Hugo Chavez hat seine Teilnahme wegen seines Besuchs in Russland abgesagt.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: www.inforadio.de
Author: Lilianne Lebrón-Wenger

Apropos Paraguay


Deutsche Einwanderer beschrieben einst Paraguay als eine "schweigsame, spröde Jungfrau mit einer verborgenen Schönheit" ...

Das Land zieht seit Jahrzehnten allerlei seltsame Vögel an: flüchtige Wirtschaftskriminelle, Mitglieder der Menonniten - einer ursprünglich aus Friesland stammenden protestantischen Sekte - , die in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Russland und anderen Ländern verfolgt wurden, und in Paraguay eine neue Heimat fanden. Oder auch bekennende Anti-Semiten,wie der Schulmeister Bernhard Förster, der bereits 1888 mit seine Frau Elisabeth. der Schwester des Philosophen Friedrich Nietzsche nach Paraguay auswanderte, um in den tropischen Wäldern dort ein arisches, germanisches Musterdorf, fernab der Zivilisation, aufzubauen.

Im Zentrum Südamerikas gelegen - umgeben von Brasilien, Argentienien und Bolivien, rückt das Land selten ins Blickfeld der Welt-Öffentlichkeit, und wenn, dann eher durch Negativ-Schlagzeilen wie Korruption, jahrzehntelange Diktatur oder sagenhaften Schmuggelumsätze.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: www.businessportal24.com
Author: Aktuelle Rundschau - Paraguay

Steuerehrlichkeit in Paraguay! Die Rekordanmeldung lag bei mehr als 56.000


Nachdem neben der gesetzlichen Anpassung die Steuerlast vermindert wurde, haben sich allein im letzten Jahr mehr als 56.000 neue Steuerbürger beim paraguayischen Finanzministerium als neue Steuerzahler einschreiben lassen und ihre Steuernummer (RUC) mit dem entsprechenden Ausweis erhalten.
Es handelt sich bei diesen natürlichen und juristischen Personen um Steuerzahler, die bisher noch nicht von der Mehrwertsteuer erfasst wurden. Doch als Folge des Gesetzes der steuerlichen Anpassung, das stufenweise in Kraft gesetzt wird, konnten sie die Einschreibung im Laufe dieses Jahres nicht mehr vermeiden.

Per Ende November 2006 gab es 384.644 eingetragene Steuerzahler, gegenüber 328.448, die es Ende Dezember 2005 gab.

Als Folge dieser Neueinschreibungen konnte der Staat von Januar bis November 2006 insgesamt 1,066 Mrd. US$ an Steuern einnehmen. Das sind 16,1% mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Im Zusammenhang mit zwei wichtigen Teilen des steuerlichen Anpassungsgesetzes, die am 1. Januar in Kraft treten sollen, fehlen noch bis vor wenigen Tagen die Durchführungsbestimmungen, so dass auch die Fachleute in der Praxis meistens bis heute nicht wissen, was sie ab Januar zu tun haben.

Es handelt sich um das Gesetz der persönlichen Einkommensteuer, das schon einmal in Kraft war, dann jedoch durch ein weiteres Gesetz bis Januar 2007 suspendiert wurde. Wie verlautet, soll alles, was von den Steuerbürgern zwecks Einschreibung und Vorbereitung getan wurde, vollkommen hinfällig sein. Das hieße, dass diese Bürger den zeitraubenden Vorgang der Einschreibung nochmals durchmachen müssten. Ein weiterer Komplex, der im Januar in Kraft tritt, ist die Körperschaftssteuer für „kleine Steuerzahler“. Auch hier liegen die Durchführungsbestimmungen nicht vor. „Kleine Steuerzahler“ sind Einzelfirmen, die pro Jahr bis zu 100 Mio. Guaraníes Umsatz erreichen. Sie müssen künftig auch die Mehrwertsteuer zahlen. Allerdings gibt es eine Neuregelung, wonach sie nur alle vier Monate ihre Steuererklärungen abgeben müssen. Viele andere Einzelheiten ihrer zukünftigen Arbeiten und Verpflichtungen sind noch unbekannt.

Vizeminister Andreas Neufeld betonte noch am 7. Dezember, er habe die Entwürfe noch auf seinem Schreibtisch, er müsse noch daran arbeiten. Allerdings hatte das Finanzministerium diese Entwürfe der privaten Wirtschaft zur Verfügung gestellt, um Verbesserungen vorzuschlagen. Man habe einige Vorschläge berücksichtigen können, sagt Neufeld, ohne auf Einzelheiten einzugehen. Die Durchführungsbestimmungen erschienen dann endlich am 11. Dezember. Die Dokumente werden zurzeit von Steuerexperten durchstudiert, um den Steuerbürgern schnellstmöglich die notwendigen Empfehlungen geben zu können.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: maerkischeallgemeine.de
Author: Udo Kalle und Franz Frigge

Eine Reise nach Südamerika auf dem Frachtschiff


Ein ganz besonderes Erlebnis hatte Udo Kalle aus Falkenhagen im vergangenen Herbst. Zusammen mit seinem Freund Franz Frigge begab er sich für sechs Wochen mit einem Frachtschiff auf eine Reise nach Mittel- und Südamerika. Heute Teil zwei ihres Reiseberichts.


Das Essen ist sehr gut. Morgens gibt es verschiedene Eierspeisen, Würstchen, gebratenen Speck, oder auch mal Pfannkuchen, aber auch Brötchen, Aufschnitt- und Käsebelag stehen in ausreichender Menge zur Verfügung. Mittags und abends wird Fleisch oder Fisch mit den entsprechenden Beilagen serviert.

Noch vor dem Frühstück gehen wir täglich in die so genannte "Muckibude". Hier handelt es sich um einen Fitnessraum, ausgestattet mit unterschiedlichen Sportgeräten, um in Bewegung zu bleiben. Auch ein kleines Außenschwimmbad fehlt nicht. Ansonsten besteht unsere Bewegung im Treppauf- und Treppabgehen. Unsere beiden Kabinen sind an Deck 4. Die Offiziersmesse an Deck 1, das Schwimmbad an Deck 3 und die Brücke an Deck 7. Manchmal unternehmen wir auch einen Lauf über das 200 Meter lange Schiff.

Öfter lädt der Kapitän oder einer der Offiziere zu einem Glas Wein oder Bier ein. Sie erzählen von ihren Familien und ihrem Seemannsleben. Besonders betroffen sind sie über die zunehmend kurzen Liegezeiten in den Häfen sowie den Mangel an qualifizierten deutschen Seeleuten. Philosophiert wird über die Geschichte der zu besuchenden Länder aber auch über aktuelle Themen wie Globalisierung, Wirtschaft, Umwelt- und Arbeitsmarktpolitik.

Am 13. Oktober bittet der Kapitän zur Spanferkel-, Schaschlik- und Steakparty auf dem Außendeck. Der Koch hat sich dieses Mal besondere Mühe gegeben und bietet alles, was Küche und Getränkekeller vorrätig haben, auf.

Um 9 Uhr am Sonntag, 15. Oktober, macht die "EMS-Trader" am Zielort Caucedo in der Dominikanischen Republik fest. Unter uns Passagieren wächst die Spannung des ersten Landgangs. Mit dem Taxi lassen wir uns in die fünfzig Kilometer entfernte Hauptstadt Santo Domingo bringen, die Stadt, die zur ersten Hauptstadt auf dem Kontinent wurde. Hier, wo am 6. Dezember 1492 Christoph Kolumbus landete, erleben wir ein Stück karibischer Geschichte. Nach der Ausrottung der Ureinwohner wurde die Insel Hispaniola schon bald in einen West- (Haiti) und einen Ostteil (Dominikanische Republik) gespalten. Die Antillen erreichen hier mit über 3000 Metern ihre größte Höhe. Besonders beeindruckt waren wir von der 1540 eingeweihten Kathedrale Santa Maria de la Encarnaciòn. Sie barg bis 1992 die Gebeine von Christoph Kolumbus, die anlässlich der 500- Jahrfeier der Entdeckung Amerikas in den neuen Faro de Colón überführt wurden. Leider bestimmt die anhaltende Wirtschaftskrise die politische Agenda der Regierung. Ein Drittel der erwerbsfähigen Bevölkerung ist arbeitslos.

Nach einer geschichtlich hochinteressanten "Sightseeingtour" kehren wir gegen etwa 19 Uhr an Bord zurück. Noch mitten in der Nacht, um 3.30 Uhr, verlässt die "EMS-Trader" den Hafen von Caucedo. Die Karibik ist ruhig an diesem frühen Morgen. Große Überraschungen scheint die 32-stündige Reise durch die Karibik in Richtung Cartagena "Kolumbien" nicht bieten zu können. Hin und wieder taucht am Horizont ein Schiff auf, mit bloßem Auge jedoch kaum erkennbar. Am 17. Oktober um 11.15 Uhr beginnt das Festmachen an der Pier in Cartagena. Die Stadt, die 1553 von Pedro De Heredia gegründet wurde, gilt Kennern des Kontinents als schönste Stadt Südamerikas. Hier bewegen wir uns fast so sicher wie zu Hause. Das komplett ummauerte alte Stadtzentrum mit seinem Festungsring sowie dem Stadtteil Centro, seiner Kathedrale und seinen zahllosen Palästen im andalusischen Stil wurden 1959 zum nationalen Kulturerbe erklärt und sind seit 1984 auch Unesco Weltkulturerbe.

Ein ganz besonderes Erlebnis hatte Udo Kalle aus Falkenhagen im vergangenen Herbst. Zusammen mit seinem Freund Franz Frigge begab er sich für sechs Wochen mit einem Frachtschiff auf eine Reise nach Mittel- und Südamerika. Heute Teil zwei ihres Reiseberichts.


In Manzanillo, Panama, unserer nächste Station, ging es recht zivilisiert zu. Panama war bis 1811 Teil des spanischen Kolonialreiches, und spaltete sich 1821 von Spanien ab. Es wurde somit Teil von Großkolumbien. Mit Unterstützung der USA spaltete sich das heutige Panama 1903 von Kolumbien ab und erklärte sich für selbständig.

Die Panamakanalzone, von 1904 bis Ende 1999 unter US-Hoheit, hat mit dem Beschluss von 1977 zwischen den damaligen Präsidenten Jimmy Carter und Omar Torrijos, seine territoriale Souveränität zurückerhalten. Der Panamakanal selbst bildet eine künstliche Wasserstraße, welche die Landenge von Panama in Mittelamerika durchschneidet und den Atlantik mit dem Pazifik für die Schifffahrt verbindet. Wir bewundern die engen Passagen wie die Felsen von Culebra, durch die sich die damaligen Bauarbeiter so mühevoll sprengen mussten. Heute werden sie Gaillard Cuts genannt, entsprechend dem Namen des Ingenieurs David Du Bose Gaillard, der seinerzeit die Bauleitung dieses riesigen Projektes verantwortete. Meter für Meter musste dem Urwald abgetrotzt werden. Hier, wo einst so viele Hilfskräfte ihr Leben verloren, erscheint uns die grüne Hölle, von Bord aus betrachtet, nahezu lieblich. Der Kanal ist 81,6 Meter lang. Er führt uns durch den aufgestauten Gatunsee. Die Sonne bringt das malerische Waldesgrün zum Leuchten.

So dicht stehen die Bäume, dass sie nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind. Ineinander verwoben, bilden sie einen grün geflochtenen Teppich, der bis ins Wasser reicht. Plötzlich macht sich unter uns Passagieren eine große Aufregung breit. Die Fotoapparate werden gezückt, der Kapitän weist auf die ersten Krokodile hin, die am Ufer sonnenbaden. Jeder versucht, ein Bild von ihnen zu ergattern.

Mit drei Schleusenanlagen wird ein Höhenunterschied von 26 Metern zum Meeresspiegel überwunden. Die Durchfahrtszeit unseres Schiffes beträgt 9,5 Stunden. Eine zügige und sichere Durchfahrt durch die Schleusenanlagen wird durch beidseitig angebrachte Zahnradloks gewährleistet. Wir werden von jeweils vier Lokomotiven, rechts und links festgemacht, durch die Schleusen geschleppt. Der Preis der Passage wird nach Art und Größe des Schiffes berechnet. Hapag Lloyd, in dessen Auftrag unser Schiff auf großer Fahrt ist, bezahlt annähernd 145 000 US- Dollar. Ein stolzer Preis. Der Kanal ist nur für Schiffe mit maximalem Tiefgang von zwölf Metern passierbar. Eines der derzeit wichtigsten innenpolitischen Themen Panamas ist der Ausbau des Kanals, der für noch größere Schiffe nutzbar werden soll. Wie man sich denken kann, ist vor allem das Vorhaben wegen der hohen Kosten umstritten. Dennoch stimmte die Bevölkerung Mitte Oktober in einem Referendum mit einer beachtlichen Mehrheit für die Ausbaupläne. Panama lebt sehr stark von den Einnahmen des Kanals.

Wer den Panamakanal durchfährt, erlebt Wirtschaftsgeschichte und gezähmte Natur. Es gibt nur zwei Orte auf der Welt, wo ein Schiffskapitän die Kommandogewalt seines Schiffes verliert. Hier im Panamakanal und im Isthmus von Korinth ist ein solches Maß an Erfahrung und Ortskenntnis gefordert, dass Lotsen die Schiffe nicht nur begleiten sondern befehligen.

19. Oktober, 16 Uhr: Das Schiff passiert die "Puente de les Americas", jene Brücke, die lange Jahre die einzige Straßenverbindung zwischen Nord- und Südamerika war. 2004 wurde eine zweite Brücke namens "Puente del Centenario" eröffnet. Zwischenzeitlich ist sie im Betrieb und soll mit ihrem Namen an Panamas Unabhängigkeit erinnern. Am Abend haben wir den Kanal durchquert.

Wir befinden uns bereits im Pazifischen Ozean. Die Skyline von Panama City zieht an uns vorüber, sie erinnert eher an Singapur als an Mittelamerika. Die Reise geht weiter nach Buenaventura, Kolumbien. Die Stadt liegt an der Pazifikküste auf der Insel Cascajal am Fuß der Anden. Seine besondere Bedeutung hat der Hafen von Buenaventura durch den Export von Kaffee und anderen landwirtschaftlichen Produkten. Ansonsten macht die Stadt einen verwahrlosten Eindruck. Außer einem frisch getünchten Kolonialstilhotel scheint alles in einen Zustand der Verkommenheit zu rutschen. Der Landgang war ohne den uns zugewiesenen "Bodyguard" wegen hoher Kriminalität nicht möglich. Trotz allem, die dort lebenden Menschen waren sichtlich gut gelaunt.

Die Zeit vergeht wie im Flug. Die Hitze nimmt einem schon früh um acht den Atem. In der Höhe von Ecuador überqueren wir den Äquator. Für meinen Freund und mich, das erste Mal auf See. Die berühmt-berüchtigte Äquatortaufe blieb aus. Neptun hatte ein Einsehen mit uns Passagieren. Dafür feierten die Wale, zu unserer großen Freude nicht weit vom Schiff entfernt, ihre Party. Sie stießen hohe Wasserfontänen aus.

Leider brachte auch die Äquatorüberquerung einen Wetterumschwung mit sich. Die Temperaturen ließen merklich nach, es wurde nebelig und der Seegang wurde stärker. Gierig und angriffslustig klatschen die Wellen mit ihren weißen Schaumkronen gegen die Bordwand der "Ems-Trader". Ab und zu spritzt es über die Reling.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: www.woz.ch
Author: Von Michael R. Krätke

2161 US-Dollar, und schon bist du vermögend


Die Kluft zwischen Armen und Reichen wird immer grösser - und hat besonders in den letzten zwanzig Jahren stark zugenommen.

Preisfragen waren schon vor über 250 Jahren sehr beliebt. So wollte 1754 die Akademie von Dijon wissen: «Was ist der Ursprung der Ungleichheit unter den Menschen und wird sie durch das natürliche autorisiert?» Der französische Philosoph Jean-Jacques Rousseau betei­ligte sich mit der Abhandlung «Über den Ursprung der Ungleichheit unter den Menschen». Soziale und politische Ungleichheit, so Rousseau, ist weder natürlich noch gottgewollt, noch ist sie eine Konsequenz der natürlichen Ungleichheit der Menschen. Sie entsteht vielmehr mit und durch das Privateigentum, durch die private Aneignung und Ausbeutung aller Reichtümer der Erde, und sie bedarf der Legitimation, der Zustimmung aller (oder doch vieler).

Immer grössere Unterschiede

Wir leben in einer Welt extremer Ungleichheit. Es ist hinreichend bekannt, dass zwei Milliarden Menschen auf der Welt von weniger als einem Dollar pro Tag leben müssen, die Hälfte der Weltbevölkerung von knapp zwei Dollar pro Tag. Wir wissen, dass die soziale und ökonomische Ungleichheit weltweit zugenommen hat und weiterhin rasch zunimmt - innerhalb der einzelnen Länder und Regionen ebenso wie zwischen den «armen» und den «reichen» Ländern.

Zu Rousseaus Zeiten und bis zum Jahr 1800, so scheint es nach der Datenlage, war die ökonomische Ungleichheit zwischen den Nationen und Regionen der Erde gering, geringer als die ökonomische Ungleichheit innerhalb der einzelnen Länder. Nach 1800 änderte sich das rasch und gründlich. Seither sehen wir die Ungleichheit zwischen den Ländern und Regionen weit schneller wachsen als die Ungleichheit innerhalb der einzelnen Länder. Um 1900 herum betrug das Verhältnis zwischen dem durchschnittlichen Einkommensniveau in den reichen Ländern des «Nordens» und dem in den armen Ländern des «Südens» 1 zu 4. Heute, im Zeitalter der sogenannten Globalisierung, beträgt dieses Verhältnis mindes­tens 1 zu 30.

Es gibt mehr und grössere Ungleichheiten auf der Welt als je zuvor, und sie sind besonders in den letzten zwanzig Jahren stark gewachsen. Armut und Reichtum nehmen zu, die Armen werden ärmer und die Reichen reicher. Folglich wird die Kluft zwischen beiden Extremen weltweit immer grösser, auch wenn die absolute Zahl der Armen in jüngster Zeit etwas zurückgegangen zu sein scheint. Doch nach wie vor leben fast drei Milliarden Menschen in Armut, mehr als eine Milliarde in extremer Armut. In der Bundesrepublik Deutschland, einem der reichsten Länder der Welt, stieg die Zahl der offiziellen Armen auf fast vierzehn Prozent der Bevölkerung, und die Einkommens- und Vermögensungleichheit hat deutlich zugenommen.

Mangelware

Wissenschaftliche Studien zur Entwicklung von Armut und Reichtum sind Mangelware. Selbst für die globale Einkommensentwicklung reichen die aktuellsten Daten nur bis 1998. Für die Weltbank und den IWF war die soziale Ungleichheit im Weltmassstab bisher kein vorrangiges Thema. Anders die Uno: Sie hat zuletzt mit dem Weltsozialbericht 2005 die rasch wachsende ökonomische Ungleichheit zwischen den Regionen wie innerhalb der einzelnen Länder als zentrale Ursache von Gewalt und (Bürger-)Kriegsgefahr ausgemacht. Ob die Millenniumsziele des Kopenhagener Weltgipfels von 1995, die Halbierung der extremen Armut in der Welt, je erreicht werden können, ist demnach mehr als fraglich.

Anfang Dezember 2006 hat das World Institute for Development Economics Research (Wider) der Uno eine neue Studie veröffentlicht, in der zum ersten Mal für mehr als 94 Prozent der Weltbevölkerung die Verteilung des Reichtums, der Einkommen und der Vermögen und deren Entwicklung bis zum Jahre 2000 detailliert untersucht wurde. Damit wurde eine der grossen globalen Forschungslücken annähernd geschlossen.

Aus vereinzelten Länderstudien wissen wir seit langem, dass die Vermögensverteilung in der Regel weit ungleicher ist als die Einkommensverteilung. Ein halbwegs zutreffendes Bild von der tatsächlichen ökonomischen Ungleichheit erhält nur, wer Vermögens- und Einkommensverteilung untersucht. Die Autoren der Wider-Studie haben das zum ersten Mal getan. Dank dieser Pionierarbeit stehen endlich einigermassen verlässliche Daten über das Verhältnis von Armut und Reichtum in der Welt zur Verfügung. Untersucht wurde die globale Verteilung des Reichtums für die erwachsene Weltbevölkerung im Blick auf Haushaltsvermögen - netto, nach Abzug der Schulden. Die Studie reicht bis zum Jahre 2000, aktuellere Daten sind weltweit nicht verfügbar. Nur für eine relativ kleine Zahl von achtzehn Ländern gibt es überhaupt vollständige, laufende Erhebungen, für eine Reihe weiterer Länder sind Umfragedaten vorhanden. Allerdings haben Umfragen einen grossen Nachteil: Schulden und Finanzvermögen (auch Immobilienvermögen) werden nicht vollständig beziehungsweise viel zu niedrig angegeben, vor allem von den Reichen und Superreichen. Dieser Fehler schlägt auf die Schätzungen der Autoren.

Vermögen sind überall auf der Welt deutlich ungleicher verteilt als Einkommen. Vermögen ist nicht gleich Vermögen, Einkommen nicht gleich Einkommen, auch wenn es sich in gleichen Geldsummen ausdrücken lässt. In den armen Ländern und Regionen ist - im Gegensatz zu den reichen Ländern - reales Vermögen wie Grund- und Hausbesitz wichtiger als Finanzvermögen. In den Entwicklungsländern sind Finanzvermögen, soweit vorhanden, überwiegend Geldvermögen, in den reichen Ländern wird das Geld dafür in Wertpapiere angelegt.

Die Vermögenskonzentration ist am höchsten in den reichen Ländern, wo sich der Löwenanteil des Weltvermögens befindet: neunzig Prozent des weltweiten Reichtums (Nettohaushaltsvermögens) befinden sich in Nordamerika, Europa und den reichen Ländern des asiatisch-pazifischen Raums (Japan und Australien vor allem). Auf Nord­amerika mit sechs Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung entfällt allein ein Drittel des Weltvermögens. Zum Vergleich: Auf Indien, mit mehr als fünfzehn Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung, entfällt nur ein knappes Prozent.

Zwischen den Ländern des reichen Nordens variiert die Vermögenskonzentration beträchtlich: Dem obersten einem Prozent der Vermögensbesitzer­Innen in Irland beispielsweise gehören dort rund zehn Prozent des gesam­ten privaten Haushaltsvermögens, in der Schweiz und in den USA ist es ein Drittel. In den USA entfallen auf das obers­te Zehntel der reichsten VermögensbesitzerInnen fast siebzig Prozent des gesamten privaten Haushaltsvermögens. In der Volksrepublik China halten sie vierzig Prozent.

Wer zur oberen Hälfte der Vermögenden dieser Welt gehören will, braucht mindestens 2161 US-Dollar, wer zu den obersten zehn Prozent gehören will, muss mindestens 61000 US-Dollar vorweisen können. Zur Topliga des obersten einen Prozents der Vermögenden dieser Erde wird nur zuge­lassen, wer über ein Vermögen von mehr als 500 000 US-Dollar verfügt. Diese Spitzengruppe der Schwerreichen umfasst immerhin noch 37 Millionen Erwachsene. Seit dem Jahr 2000 dürften sich die Mindestsumme an Vermögen, die man braucht, um zu dieser schmalen Oberliga der Superreichen aufzurücken, nochmals erheblich erhöht haben.

Riesige Kluft

Daraus folgt, dass den obersten zehn Prozent der Superreichen gut 85 Prozent des Weltvermögens gehören, dem obersten einen Prozent mehr als vierzig Prozent des Weltvermögens. Am anderen Ende dieser Verteilung muss sich die Hälfte der erwachsenen Weltbevölkerung mit gerade mal einem Prozent des Weltvermögens begnügen. Im Durchschnitt ist jedes Mitglied der obersten zehn Prozent 3000 Mal reicher als jedes Mitglied der untersten zehn Prozent.

Nehmen wir den berühmten Kuchen, auf dem die konservativen Damen und Herren ständig herumreiten, um uns und sich weiszumachen, jede Umverteilung sei sinnlos, da man bekanntlich nicht mehr verteilen könne, als pro­duziert werde. Wenn wir die Struktur der weltweiten Vermögens­verteilung auf ­eine Gruppe von zehn Personen übertragen, die sich einen ­Kuchen teilen, dann müssen wir uns enen Herrn vorstellen, der 99 Prozent des Kuchens für sich allein beansprucht, während die übrigen neun ­sich das verbleibende Prozent teilen dürfen. Umverteilung hätte in diesem Fall durchaus Folgen: Der eine würde nicht daran sterben, den anderen neun ginge es erheblich besser als zuvor.


Der Grossteil der Reichen lebt in Nordamerika, Europa, Japan und Australien. In den USA leben ein Viertel der reichsten zehn Prozent der VermögensbesitzerInnen und mehr als ein Drittel der Superreichen (des obersten Prozents). In Japan sind es 21 Prozent beziehungsweise 27 Prozent. Nur wenige Reiche und Superreiche leben in den armen Ländern der Erde: Auf Brasilien, Indien, Russland, die Türkei und Argentinien entfällt jeweils knapp ein Prozent der globalen Spitzengruppe der VermögensbesitzerInnen, in China befinden sich immerhin schon mehr als vier Prozent der reichsten WeltbürgerInnen. Nach der Wider-Studie gab es im Jahr 2000 knapp vierzehn Millionen Dollarmillionär­Innen weltweit: Das sind erheblich mehr als in den Studien der Vermögensverwalter Merrill-Lynch und Forbes. Daneben gibt es weltweit fast eine halbe Million Superreicher und rund 500 VermögensmilliardärInnen.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: www.ftd.de
Author: Annette Berger

Rente unter Palmen - Tipps für Auswanderer


Ein Lebensabend unter Palmen, billige Miete, günstiges Essen, gutes Wetter, neue Freunde. Was will man als Rentner mehr? Viele Deutsche spielen mit dem Gedanken, als Ruheständler im Ausland neu anzufangen - auch, weil das Geld im Alter knapp werden könnte. Das Auswandern im Alter ist aber komplizierter als viele denken.

Für die heute Berufstätigen könnte die Rente knapp werden - vor diesem Szenario haben viele Menschen Angst. Vielleicht sollte man lieber ins Ausland, wo die Lebenshaltungskosten geringer sind? Jeder sechste künftige Rentner in Deutschland denkt ans Auswandern, belegte eine vor wenigen Tagen veröffentlichte Postbank-Studie. Und auf eine - nicht repräsentative - Online-Umfrage der FTD "Würden Sie auswandern, wenn die Rente nicht reicht?" antworteten 77 Prozent der mehr als 2600 Teilnehmer mit "ja".

Aber schon heute ist Auswandern längst nicht mehr nur ein Thema der 20 und 30-Jährigen. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen – immer mehr Rentner wandern aus. 2003 kehrten 5328 Menschen über 65 Jahren Deutschland offiziell den Rücken – gaben also Ihren Wohnsitz in der Bundesrepublik auf. Zwei Jahre später waren es mit 5976 bereits knapp 650 ältere Auswanderer mehr.

Immer mehr deutsche über 50 wandern aus

Betrachtet man die Altersgruppe ab 50 Jahren, – denn nicht jeder hört erst mit 65 auf zu arbeiten - ergibt sich ein ähnliches Bild: 20.644 der Über-50-Jährigen sagten Deutschland 2005 "Tschüss". Zwei Jahre zuvor waren es 19.264.

Noch höher liegen dürfte die Zahl der inoffiziellen Emigranten: Denn, wer einen Wohnsitz in der Bundesrepublik behält, gilt nicht als Auswanderer, erspart sich womöglich nervenzehrende Bürokratie, kann leichter wieder nach Deutschland zurückkehren und hat im Zweifel keine finanziellen Nachteile.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: www.boerse-express.com
Author: www.boerse-express.com

Mercosur-Gipfel mit Warnungen vor Aus beendet


Der Mercosur hat einen herben Rückschlag erlitten. Das 32. Gipfeltreffen des südamerikanischen Handelsverbandes ging am Freitag im brasilianischen Rio de Janeiro ohne konkrete Ergebnisse in den wichtigsten Punkten zu Ende. Vor allem die Kontroversen um die Ungleichgewichte zwischen den Volkswirtschaften der Mitgliedsländer des gemeinsamen Marktes des Südens überschatteten das Treffen.

Der uruguayische Präsident Vásquez forderte mehr Flexibilität von den größeren Mitgliedsländern und warnte, der Mercosur sei zum Tode verurteilt, wenn er es nicht bald gerechtere Handelsbedingungen gebe. Uruguay hatte zusammen mit Paraguay die Ungleichgewichte zwischen ihren kleinen Volkswirtschaften und denen der anderen drei Vollmitglieder, Brasilien, Argentinien und Venezuela beklagt. Sie forderten deshalb erneut erfolglos unter anderem mehr Spielraum zur Unterzeichnung bilateraler Freihandelsabkommen mit Ländern anderer Weltregionen.

In der Schlusserklärung bezeichneten die Teilnehmer die Reduzierung der Handelsasymmetrien immerhin als "zentrales Ziel" der künftigen Arbeit. Der Marktzugang für die Exportprodukte der kleineren Länder müsse erleichtert werden, heißt es. Die Präsidenten Da Silva (Brasilien), Kirchner (Argentinien) und Chávez (Venzuela) sprachen sich für mehr Integration aus. Eine Reihe von Vergünstigungen wurden erwogen, den kleineren Ländern allerdings am Ende mehrheitlich nicht eingeräumt.

Brasiliens Präsident kritisierte in Rio die egoistische Haltung einiger Mercosur-Mitglieder. Trotz aller Probleme will sich der Mercosur in Zukunft nicht nur auf Wirtschafts- und Handelsfragen konzentrieren, sondern auch gesellschaftspolitisch wirken. Dazu wurde in Rio eine soziale Integration angekündigt. (apa)


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: www.ixpos.de
Author: [Aus dem IXPOS-Archiv]

Investieren in Paraguay


IAV informiert über Geschäftsmöglichkeiten im Herzen des Mercosur

(IAV, 29.06.2006) Die Möglichkeiten, die Paraguay als Investitionsstandort im Herzen des Mercosur und des südamerikanischen Kontinents bietet, sind nur wenig bekannt. Das Land, das etwas größer als Deutschland ist, verfügt über riesige Energieressourcen aus Wasserkraft. Pro Kopf ist deshalb Paraguay größter Stromexporteur der Welt und die Einnahmen aus diesem Bereich sind gleichzeitig eine zentrale Stütze für den Staatshaushalt. In der südamerika-nischen Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur weist das Land mit Abstand die niedrigsten Energiekosten auf: Sie betragen gerade einmal ein Viertel der Kosten im benachbarten Brasilien. Außerdem ist Paraguay reich an fruchtbarem Agrarland und an unterirdischen Wasserreserven. Bei den Zuwachsraten ölhaltiger Nutzpflanzen belegt das Land weltweit den dritten Platz. Gleichzeitig ist es einer der fünf größten Soja-Exporteure der Welt.

Die strategisch sehr günstige geographische Lage des Landes spiegelt sich in der Verkehrsanbindung wieder. Das Wasserstrassen-Netzwerk der Flüsse Paraguay und Paraná ist vergleichbar mit dem des Mississippi und verbindet 5 Länder zu durchaus konkurrenzfähigen Transporttarifen. Die Schiffbarkeit beträgt 2.422 km. Entlang der gesamten Strecke von Nord nach Süd sind Hauptstädte und wichtige Häfen gelegen. Daneben existiert ein Netzwerk von allerdings nicht immer optimal instand gehaltenen inländischen und internationalen Schnellstraßen zu den Produktions-, Vertriebs- und Konsumzentren der gesamten Region. Die Autobahnverbindung zwischen dem Atlantischen und Pazifischen Ozean führt ebenfalls durch Paraguay.

Paraguays Bevölkerung ist mit rund 5,6 Mio. Menschen relativ klein. Dagegen ist die Wachstumsrate hoch: 70% der Paraguayer sind jünger als 30 Jahre. Die Armut konnte zwar in den letzten Jahren verringert werden, befindet sich trotzdem weiter auf einem relativ hohen Niveau. Dafür sind die Lebenshaltungskosten extrem niedrig: Die Hauptstadt Asunción gilt nach eine Untersuchung von Mercer Human Resource Consulting inzwischen als „billigste“ Großstadt der Welt. Ethnische, religiöse oder rassische Konflikte sind in diesem Land Südamerikas unbekannt. Insgesamt gibt es etwa 120.000 deutschstämmige Paraguayer, darunter 30.000 Mennoniten. Viele von ihnen haben durch Fleiß und Eigeninitiative in der Landwirtschaft und im Handel Karriere gemacht. Ein Doppelbesteuerungsabkommen und ein Vertrag über die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Kapitalanlagen zeugen von harmonischen Beziehungen zu Deutschland.

Im Jahr 2006 erreichte Paraguay ein BIP-Wachstum von knapp 3%. Für das laufende Jahr wird eine leichte Be-schleunigung des Wirtschaftswachstums auf 4% erwartet. Die Landwirtschaft ist mit einem Anteil von rund 27% am BIP wichtigster Wirtschaftszweig und Arbeitgeber. Handel und Finanzen sind mit 19% am BIP beteiligt und die verarbeitende Industrie mit 14,5%. Der Agrarsektor ist für fast zwei Drittel der Exporterlöse verantwortlich. Soja und Sojamehl liegen bei den Ausfuhren an der Spitze, gefolgt von Fleisch. Paraguay ist Gründungsmitglied der südamerikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur und könnte in einem zukünftigen gemeinsamen Markt zu einem zentralen Produktionsstandort werden. Derzeitig gibt es jedoch in Argentinien und Brasilien für paraguayi-sche Produkte immer noch Einfuhrhemmnisse. Die Präsidenten der beiden großen Nachbarländer haben aber auf dem letzten Mercosur-Gipfeltreffen eine Verringerung dieser Probleme angekündigt.

Die Regierung ist sich im klaren darüber, dass die Rechtssicherheit gerade auch im Interesse einer stärkeren ausländischen Investitionstätigkeit verbessert werden muss. Es gibt aber eine Reihe von Faktoren, die ein Direkt-engagement in Paraguay attraktiv machen könnten. Der gesetzlicher Mindestlohn liegt bei umgerechnet rund US$ 210 im Monat. Der Mehrwertsteuersatz von 10% ist mit Abstand der niedrigste in der gesamten Region, einschließlich Chile. In Paraguay existiert auch keine Einkommenssteuer. Neben einer niedrigen Steuerlast, nied-rigen Energiekosten und einem niedrigen Lohnniveau gibt es verschiedene staatliche Investitions- und Produkti-onsanreize, wie z.B. das Maquila-Programm, das Investitionsförderungsgesetz (Gesetz 60/90) und das Freihan-delszonen-Regime.

I. Maquila-Programm
Es handelt sich dabei um ein exportorientiertes System. In den Binnenmarkt dürfen max. 10% des Exportvolu-mens des Vorjahres geliefert werden. Voraussetzung ist ein Vertragsverhältnis zwischen einem ausländischen Unternehmen und der Maquiladora in Paraguay. Für den Import von Produktionsgütern, Rohstoffen, Teilen und Komponenten aus Nicht-Mercosur-Ländern gibt es umfangreiche Zollvergünstigungen bzw. -befreiungen. Erfor-derlich ist grundsätzlich ein regionaler Mercosur-Zulieferungsanteil von 40% bis 2008, von 50% von 2009-2014 und von 60% ab 2014, um die Importzollbefreiung in Anspruch nehmen zu können. Dazu sind aber Sonderrege-lungen beim Fehlen nationaler Produktion oder im Falle „unzulänglicher“ nationaler Produktion aus qualitativer und / oder quantitativer Sicht möglich. Erhoben wird lediglich eine 1%ige Maquila-Steuer.

Im Rahmen des Maquiladora-Programms hat das brasilianische Unternehmen Mega Plásticos im Mai 2006 die Produktion von Plastikfolien in Paraguay aufgenommen. Insgesamt wurden US$ 20 Mio. in das Werk in Ciudad del Este investiert. Die Exporte gehen in die Mercosur-Länder sowie nach Chile, Venezuela, Ecuador und die USA. Die Wahl des Standortes wurde vom Geschäftsführer des Unternehmens, Fernando Assad Barrak, mit den vielen Vorteilen begründet, die Paraguay im „Maquiladora“-Sektor anbietet. Mega Plásticos könne jetzt vom Preis her sogar mit asiatischen Produkten konkurrieren. Für 2007 seien Erweiterungsinvestitionen von US$ 10 Mio. vorgesehen. Ebenfalls in Ciudad del Este hat sich vor kurzem im Rahmen des Maquiladora-Programms ein brasi-lianischer Sportartikelhersteller niedergelassen. In nur zwei Jahren ist somit der Lohnveredelungssektor zu einer der dynamischsten Branchen Paraguays geworden. In den ersten fünf Monaten 2006 realisierten die in Paraguay ansässigen Maquiladora-Unternehmen Exporterlöse in Höhe von US$ 20,9 Mio. Das war das Dreifache der Aus-fuhreinnahmen des Gesamtjahres 2005. Bis Ende des Jahres 2006 wird ein Anstieg der Exporte des Sektors auf mehr als US$ 50 Mio. erwartet.

II. Investitionsförderungsgesetz Nr. 60/90
Durch dieses Gesetz begünstigte Investitionen können in unterschiedlicher Form vorgenommen werden: Geld, Finanzierung, Güter, Rohstoffe und Vorprodukte, Transfer von Technologie (Warenzeichen, Designs und Indust-rieprozesse), Beschaffung von Maschinen sowie technische und Experten-Dienstleistungen. Investoren, die die Vorteile des Gesetzes Nr. 60/90 nutzen wollen, sollten beitragen zur Steigerung der Produktion von Gütern und Dienstleistungen im Lande, zur Schaffung von nachhaltigen Arbeitsplätzen, zur Förderung von Export und Import und zum Technologietransfer, um die Gewinnung von Rohstoffen, den Qualifikationsgrad der Arbeitskräfte und die Weiterverarbeitung und die Nutzung nationaler Ressourcen zu verbessern.

Investitionen werden u.a. in folgenden Bereichen gefördert. Industrie, Bergbau und Steinbrüche, Wasserwirt-schaft, Weiterverarbeitung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, Biotreibstoffe, Transport, Lagerhaltung, Ban-ken und Versicherungen, Wissenschaft, Gesundheit, Radio, Fernsehen und Presse, Bildung, Telekommunikation, Einkaufszentren, Tourismus und Rentensysteme.

Die Investitionsanreize umfassen u.a. eine vollständige Steuerbefreiung bei Gesellschaftsgründungen und Kapi-talerhöhungen, bei der Ausgabe, Zeichnung und Übertragung von Rechtstiteln oder Aktien, bei der Übertragung von Eigentum der Gesellschafter sowie bei der Ausgabe, dem Kauf und Verkauf von Obligationen und Schuldver-schreibungen und sonstigen festverzinslichen Wertpapieren von Gesellschaften und Unternehmen. Weitere Vor-teile sind der Erlass von 95% der Einkommenssteuer von 1,5% für 5 Jahre, Vorzugs-Bankkredite oder andere Finanzierungen für 5 Jahre sowie die freie Überweisung von Dividenden und Gewinnen ins Ausland, falls die Person nicht im Lande wohnt. Eine Ausweitung der Vorteile auf 10 Jahre ist möglich, wenn die Investition in ge-förderten Entwicklungsgebieten stattfindet.

In den ersten fünf Monaten 2005 wurden nach Angaben des zuständigen Ministeriums für Industrie und Handel im Rahmen des Investitionsförderungsgesetzes Nr. 60/90 Projekte im Gesamtwert von umgerechnet US$ 145 Mio. genehmigt. Davon entfielen 53,5% auf Auslandsinvestitionen.

III. Freihandelszonen
Es handelt sich um „Gebiete des Paraguayischen Territoriums, die durch die Regierung als Freihafen autorisiert sind, unter Aufsicht der Steuerbehörden und unter staatlicher Kontrolle, reguliert durch das Gesetz Nr. 523.“ Zu den Vorteilen gehören: zollfreie Importe, niedrige Transportaufwendungen, günstige Produktionskosten, Steuer-befreiungen, lange Steuerzahlungsfristen bei der Nationalisierung bzw. unkomplizierter Re-Export ohne Nationali-sierung. Nicht wenige Maquiladora-Unternehmen haben sich in den Freizonen niedergelassen, um die Vorteile beider Systeme zu nutzen.

Kontakt:
Ibero-Amerika-Verein e.V.
Peter Rösler
Alsterglacis 8
20354 Hamburg


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: www.npla.de/poonal
Author: www.npla.de/poonal

Urteil im Fall Ycua Bolaños zugunsten der Besitzer des Supermarktes


(Buenos Aires, 5. Dezember 2006, púlsar-poonal).- Das für den Fall Ycua Bolaños zuständige Gericht verurteilte die Verantwortlichen für den Brand in dem Supermarkt zu einer Mindeststrafe von fünf Jahren. Bei dem Unglück am 1. August 2004 starben über 400 Menschen, mehr als 500 Personen wurden verletzt. Das Urteil löste bei den Opfern völliges Unverständnis aus. Zwei der drei Richter plädierten auf fahrlässige Tötung. Dieser Straftatbestand schließt jedoch die von den Verteidigern der Opfer geforderte Haftstrafe von 25 Jahren aus.

Nach der Urteilsverkündung kam es zu Ausschreitungen. Die anwesenden Opfer zerstörten das Mobiliar und die Fensterscheiben des Gerichtssaals in einem von Militärs genutzten Gebäude. Hunderte Demonstranten zogen dann vor den Regierungssitz. Auch vor dem Supermarkt kam es zu Protestaktionen, etliche Personen zertrümmerten die Einrichtung und besetzten den Platz.

Nach dem Einschreiten der Polizei wurden zirka 60 Protestler festgenommen. Liz Torres vom Verband der Opfer des Supermarktbrandes (Asociación de Víctimas del Ycua Bolaños) rief zu einer Versammlung vor dem Regierungssitz am nächsten Tag auf. Man wolle solange kämpfen, bis der Schiedsspruch vor Gericht revidiert werde. Der paraguayische Präsident Nicanor Durarte Frutos ermahnte die Richter sich für ein „transparenteres und klareres“ Urteil einzusetzen.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: www.sueddeutsche.de
Author: Von Peter Burghardt

Wo in Lateinamerika Korruption alltäglich ist.


Am Tag der Wahrheit waren die brasilianischen Skandale nicht mehr so wichtig. Luiz Inacio Lula da Silva gewann Ende Oktober souverän die Stichwahl und bleibt nun weitere vier Jahre Präsident des größten Landes Lateinamerikas - obwohl seine Arbeiterpartei PT seit Monaten unter allen möglichen Finanzaffären leidet.

Es geht um schwarze Kassen, bestochene Abgeordnete, gekaufte Dokumente, doch bei der Stimmabgabe hatte die Mehrheit ihrer Regierung bereits verziehen. Die meisten Wähler interessieren sich nicht für die vielen Berichte über geldgierige Mitarbeiter. Außerdem weiß das Publikum: Die politischen Gegner sind genauso korrupt.

Chile und Uruguay bestechen am wenigsten

Betrug und Bestechung in Wirtschaft und Politik rufen südlich des Rio Grande bestenfalls routiniertes Entsetzen hervor. Schmiergelder und Geheimgeschäfte gehören zur Betriebskultur, Brasilien steht dabei nur im Mittelfeld.

In der neuen Weltrangliste der unbestechlichsten Staaten von Transparency International (TI) belegt das Riesenreich gemeinsam mit Mexiko und Peru Platz 70, Argentinien (93), Paraguay (111) oder Ecuador und Venezuela (138) sind schlechter notiert, Schlusslicht ist Haiti. Nur Chile und Uruguay gelten als eher korrekt.

Die Auswüchse sind ein wesentlicher Grund dafür, dass Staaten wie Bolivien, Peru und selbst Argentinien trotz ihres Reichtums an Bodenschätzen vielerorts in Armut versinken. "Lateinamerika ohne Korruption hätte ein spektakuläres Wirtschaftswachstum", glaubt Antonio Garrigues von der Madrider Stiftung Ortega y Gasset.

Leider sei die Geschichte der Region geprägt von Politdieben, die ihre Heimat in den Sumpf gerissen hätten. Deshalb sei der Wohlstand so ungleich verteilt. Andererseits lebt kein geringer Teil der Gesellschaft von der Schattenwirtschaft und ihren Regeln.

Schmiergeld statt Strafzettel

In Mexiko nennen sich Barleistungen zur Problemvermeidung "Mordida" (Biss), in Argentinien "Coima". Wer Ärger mit Polizisten oder anderen schlecht entlohnten Beamten vermeiden will, der reicht vielerorts lieber ein paar Scheine weiter. Wer an der Kasse den Preis senken möchte, der zahlt in Cash, ohne Rechnung. Wer sich gute Geschäfte wünscht, der sucht Beistand.

"Man kann die Korruption nicht verstehen, wenn man nicht versteht, dass dahinter Firmen stehen, die den Staat erpressen und mit Politikern unerlaubt ihre Marktanteile aushandeln", sagt Pedro Biscay vom argentinischen Forschungszentrum für Wirtschaftskriminalität. Die Epidemie beginnt also an der Spitze und endet an der Basis.

Viele lateinamerikanische Staatsführer werden in ihrer Amtszeit steinreich. Der Nicaraguaner Arnaldo Aleman, genannt "Der Dicke", ließ an die hundert Millionen Dollar verschwinden, beim chilenische Diktator Augusto Pinochet und dem Peruaner Alberto Fujimori waren es vielleicht noch mehr.

Die Justiz behelligt sie genauso wenig wie Argentiniens ehemaligen Präsidenten Carlos Menem. Der ließ vor seinem Anwesen unter anderem eine Landebahn für Langstreckenflugzeuge bauen. So weit ist Lula nicht.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: dfp.kulando.de
Author: dfp.kulando.de

IWF fordert von Paraguay eine Kontenbereinigung innerhalb des Staatswesens


[AR] - Eine Bedingung des kürzlich abgeschlossenen Stand-by-Abkommens mit dem Internationalen Währungsfonds betrifft die Aufarbeitung jahrelang versteckter Schulden und Außenstände der staatlichen Institutionen untereinander.

Der erste Schritt dazu ist eine dem Staat vom IWF aufgezwungene Buchprüfung aller staatlicher Organisationen, wobei diese Prüfung von unabhängigen Prüfungsfirmen durchzuführen ist. Das hat vielen Exponenten der Regierung nicht gefallen, ließ sich aber nicht umgehen. Die ersten überraschenden Ergebnisse sind bereits bekannt geworden.

So fordert einerseits die paraguayische Zentralbank, der Staat beziehungsweise das Finanzministerium möge ihr endlich eine Schuld in Höhe von 700 Mio. USD bezahlen. Es handelt sich um einen Teil der so genannten "internen Verschuldung" (im Gegensatz zur Auslandsschuld), die sich mit der Zeit angesammelt hat, ohne dass bisher eine Konten-Abstimmung oder gar eine Auszahlung erreicht werden konnte. Es wird auch jetzt nur zu einer Planung von Ratenzahlungen kommen, denn auf einen Schlag 700 Mio. USD zu zahlen (es könnten auch noch mehr sein), ist dem Finanzministerium nicht möglich, wenn man bedenkt, dass das Finanzministerium monatlich an Steuern etwa 90 Mio. USD - manchmal 100 Mio. USD - einnimmt.

Die Verschuldung rührt aus jahrzehntelangen Gewohnheiten her, als die jeweiligen Regierenden Engpässe im Haushalt dadurch überbrückten, dass sie die Zentralbank anzapften. Der größte Teil der Schuld stammt aus den Jahren der Bankenkrisen ab 1995, als die Zentralbank Millionensummen an die geprellten Sparer auszahlen musste, um das System nicht gänzlich zum Zusammenbruch kommen zu lassen.

Hohe Schulden der Nationalpolizei –

Ein weiterer Fall hoher Schulden ist der der Nationalpolizei, die es sich seit Jahrzehnten angewöhnt hat, für Telefon, Strom und Wasser nichts zu bezahlen. Der Ursprung dieser Haltung ist eine gewisse Überheblichkeit (in den Jahren des Alleinherrschers Stroessner hätte es beispielsweise niemand wagen können, bei der Polizei eine Schuld zu reklamieren) und auch die fehlende Möglichkeit, diese Schulden zu bezahlen. Die notwendigen Summen erscheinen zwar jedes Jahr im Haushalt, werden jedoch mutmaßlich für andere notwendige Zwecke ausgegeben. Eine Besonderheit ist bei der Nationalpolizei, dass die hohen Schulden im jährlichen Finanzbericht verschleiert oder gar nicht erst erwähnt wurden, was von den unabhängigen Buchprüfern jetzt herausgefunden wurde.

Die Nationalpolizei schuldet den Versorgungsbetrieben Essap (Trinkwasser), ANDE (elektrische Energie) und COPACO (Telefon) insgesamt etwas 8,5 Mio. USD.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: dfp.kulando.de
Author: dfp.kulando.de

Der IWF bewertet die wirtschaftliche Lage in Paraguay als sehr positiv


[AR] Vor seiner Abreise nach Washington erklärte der Leiter einer Mission des Internationalen Währungsfonds (IWF), Alejandro Santos, dass die wirtschaftliche Lage in Paraguay als "sehr positiv" zu bezeichnen sei.

Santos war mit einer ersten Bewertung des neuen Stand-by-Abkommens betraut, das zwischen Paraguay und dem IWF am 31. Mai 2006 unterschrieben wurde. Santos erklärte, dass es in den ersten drei Monaten dieses Jahres ein "notorisches Wachstum" gegeben habe, dessen Geschwindigkeit sich in den folgenden drei Monaten etwas gemäßigt habe. Aber allgemein sei die Wirtschaft im Wachsen begriffen. Die Inflation der ersten drei Monate dieses Jahres sei unter Kontrolle gebracht worden, man sehe jetzt stabile Preise im Land, während gleichzeitig die Devisenreserven in die Höhe gingen.

Santos lobte besonders, dass die Ziele der Steuerpolitik von der paraguayischen Regierung eingehalten worden seien. "Die öffentlichen Finanzen sind doch sehr gefestigt worden, man kann daran denken, diese Haushaltsdisziplin auch im kommenden Jahr zu bewahren. Das Programm befindet sich jetzt innerhalb der vorgesehenen Trassierung, und es sieht dabei viel besser aus, als anfänglich vorhergesehen wurde."

Als positiven Bestandteil seiner Bewertung nannte Santos auch die Aufwertung des Guaraní, der sich gegenüber der schwächelnden Leitwährung USD festigen konnte.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: http://www.nzz.ch
Author: http://www.nzz.ch

Tief verankerte Korruption in Paraguay


Der Staat als Revier von Jägern und Sammlern

Um das historische Zentrum der paraguayischen Hauptstadt Asunción zieht sich ein Gürtel des Elends. Zu viele - unter ihnen auch Politiker - haben ein Interesse daran, das Elendsviertel zu bewahren. Dies entspricht der paraguayischen Mentalität der Jäger und Sammler - für die Hege und Pflege des Gemeinguts dagegen fehlt der Sinn.

B. A. Asunción, Mitte August

Gegenüber dem soeben renovierten Stadttheater von Asunción erstreckt sich an der Plaza del Congreso das alte Parlamentsgebäude, ein harmonischer Palast mit Säulengang. Am Horizont gleisst der Río Paraguay, der das Land weiter nördlich in zwei Teile scheidet, hier aber die Grenze zu Argentinien bildet. Beidseits des Parlaments begrenzen Balustraden den Platz; jenseits fällt das Gelände ab in das Schwemmland des Flusses. Ein Denkmal ehrt den Befreier Südamerikas, Simón Bolívar. In Stein gehauen steht Juan de Salazar y Espinosa, der 1537 Asunción gründete, jene Stadt, von der die Besiedlung des riesigen Einzugsgebiets des Río de la Plata ausging. Er trägt ausser dem Schwert eine Schriftrolle, das Symbol der Gerechtigkeit. Gestank liegt in der Luft.

Identifikation der Armut

Die Aussicht auf den Fluss lockt zur Balustrade. Beim Näherkommen schlägt einen nicht länger die Schönheit des fernen Stroms in Bann, sondern die ins Blickfeld kommende Elendssiedlung Chacarita, die sich an die Stadt heran drängt, möglichst fern vom Fluss. Wegen des Gefälles ist sie vom Platz aus nicht zu sehen, nur zu riechen: Moder, Dreck und Haufen schwelenden Abfalls. Die Favela lehnt sich an der östlichen Ecke des Platzes an das Gebäude der Katholischen Universität, zieht sich hinter dem alten Parlament vorbei, umkurvt das enorme Reiterstandbild eines Vaterlandshelden und schwappt auf den Platz vor dem neuen Parlament, einem protzigen, von Taiwan finanzierten Bau, wo keine Balustrade die Welten trennt. Der Aufgang zum neuen Parlament ist mit schwarzen Platten belegt, die nach dem sonnigen Wintertag in der Dämmerung angenehme Wärme abstrahlen.

Unter den Bäumen glimmt aus Bretterbuden Licht. Die Bewohner von Chacarita siedeln zu Füssen der Volksvertreter, die wohl fast täglich über die Bekämpfung der Armut beraten. Die Regierung hat in einer Absichtserklärung gegenüber dem Internationalen Währungsfonds bekannt gegeben, sie werde ein zentralisiertes System einführen, um jene «zu identifizieren, die im Elend leben». Wer will, weiss Bescheid. Laut der Urbanistin Mabel Causarano ist schon auf Plänen aus dem 18. Jahrhundert zu sehen, dass das Schwemmland von Zuwanderern oder Ausgestossenen bewohnt war, damals Indios. In den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts, als Hochwasser rar war, begann Chacarita rasch zu wachsen. Heute zieht sich laut Causarano ein etwa zwei Kilometer langer Gürtel des Elends um das historische Zentrum von Asunción.

Symbiotische Beziehungen

Der Plan, die Flusslandschaft zu befestigen und der Stadt das Ufer zu erschliessen, scheiterte laut Causarano unter anderem daran, dass diverse Kräfte darauf bestanden, Chacarita zu bewahren. Nicht einmal die Bewohnerinnen und Bewohner selbst wollten umgesiedelt werden, da sie im Stadtzentrum mit allerlei Handel ihren Lebensunterhalt zusammenkratzen. Kirchliche Organisationen hätten kein Interesse daran gezeigt, ihre Schäfchen aus Chacarita abwandern zu sehen. Andere hingegen hofften, in der Favela billig Boden kaufen zu können, der dank dem Projekt zu einer sündteuren Parzelle mit freiem Blick auf den Fluss mutiert wäre. Politiker, so erzählt Causarano, hätten schliesslich die Baupläne im Gegenzug für Stimmen und Rückhalt der Wählerschaft von Chacarita hintertrieben.

Um den Einwohnern des Elendsviertels einen Verdienst zu ermöglichen und sie nicht in die Kriminalität zu drängen, toleriert man im Stadtzentrum den informellen Handel auf Trottoirs und Plätzen. Dies schädigt die eingesessenen Geschäfte, Arbeitsplätze gehen verloren. Die wegen der Verkehrsprobleme bestehende Abwanderung von Firmen hinaus in die Vorstadt verstärkt sich. Die Entleerung des Zentrums vermindert den Anreiz, Chacarita zu sanieren. Somit wirkt alles darauf hin, dass die Favela bleibt, wo sie ist, und die Armen arm bleiben, wie sie sind. Die Bürokraten können sich in klimatisierten Büros mit zentralen Systemen beschäftigen, um dem Elend nie auf die Schliche zu kommen.

Der Agronom Antonio Spiridonoff erzählt, der Río Paraguay werde von primitiv lebenden Fischern brutal geplündert. Die Netze würden immer engmaschiger, die für die Erholung der Bestände gedachten Schutzzeiten dank Politikern, die sich die Fischer als ihre Klientel halten, immer kürzer. Ähnliches ist vom Paraná bekannt, wo oberhalb des argentinisch-paraguayischen Kraftwerks Yaciretá mafiose Banden mit Schleppnetzen den Fluss durchkämmen, um den Fang zu Fischmehl zu verarbeiten. Die Behörden kassieren offenbar mit. Ein lukratives Geschäft, wenn auch mit Ablaufdatum. Laut dem jesuitischen Gelehrten Bartolomeu Meliá verhält sich Paraguay wie eine steinzeitliche Gesellschaft von Jägern und Sammlern. Spiridonoff sagt, das Öffentliche, der Staat, sei das Revier der Jäger und Sammler. Niemand hege und pflege Gemeingut. Er vergleicht dies mit der Nahrungskette in freier Natur: Gefressen wird stets der Schwache.

Bedingung der Perversität

Die Tageszeitung «ABC» fand kürzlich eine andere Metapher: Paraguay sei ein Flugzeugträger, auf dem eine Vielzahl von Räubern aller Art stationiert seien, die ihre Ausfälle lancierten und dann auf das sichere Deck zurückkehrten, wo sie unbehelligt blieben. Der frühere Finanzminister Dionisio Borda zählt zu jenen Vielen, die einen darauf hinweisen, dass Paraguays Gesellschaft die Korruption als Teil des Lebens akzeptiert habe. Daher, so der Autor und Radio-Journalist Benjamín Fernández Bogado, gebe es hierzulande praktisch keine Verleumdungsklagen. Jemanden als korrupt zu bezeichnen, ist banal. Das Land ist in gewisser Hinsicht wehrlos: Brasilianische Unternehmer bauen auf paraguayischem Boden in grossem Stil Soja an, bringen alles - inklusive die Arbeiter - aus ihrer Heimat mit und benehmen sich, so heisst es, wie Raubritter. Es sei für sie in Paraguay so leicht, wie gegen eine Mannschaft ohne Torhüter Fussball zu spielen. Aus brasilianischer Sicht erscheint Paraguay manchem als ein Gliedstaat Brasiliens.

Laut dem Ökonomen Borda ist es in Paraguay ein Symbol der Macht, Willkür zu üben; wer sich an die Regeln hält, ist schwach und für andere keine Quelle von Beistand oder Privileg. Der Psychologe und Sozialwissenschafter Melquíades Alonso, der an einem jesuitischen Universitäts- Institut lehrt, sieht das gleiche Phänomen aus umgekehrter Perspektive. Die Inexistenz des Konzeptes des Öffentlichen erlaube es den Politikern, den Leuten als eine Begünstigung, als einen Gefallen anzudrehen, was verbrieftes Recht sei, etwa Bildung oder Krankenpflege. Daher seien Armut und Analphabetismus notwendige Ingredienzien der Aufrechterhaltung des bestehenden, laut Alonso perversen Systems.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: http://www.argentinien
aktuell.com

Author: http://www.argentinien
aktuell.com

Lohnkosten: Argentinien 40 Prozent unter Brasilien


BUENOS AIRES, 28. August 2006 - Die Löhne in Argentinien liegen 40 Prozent unter denen Brasiliens. Das ergibt sich aus einer Studie des Researchunternehmens Centro de Estudios para el Desarrollo Argentino (CENDA). Danach liegt das argentinische Durchschnittsgehalt auf einem Niveau von umgerechnet 290,20 US-Dollar. Auf brasilianischer Seite würde es 477,60 US-Dollar betragen. Im Vergleich: in Uruguay liegt der Durchschnitts-Einkommen bei 331,30 US-Dollar, in Paraguay sind es 123 US-Dollar.

Die Studie hebt hervor, dass es sich bei der Gegenüberstellung um „die relativen Arbeitskosten handelt“. Inbegriffen sind die Verbraucherpreise in den einzelnen Ländern sowie der Wechselkursentwicklung. Der Bericht gilt Beobachtern allerdings auch als Spiegel der zunehmenden brasilianischen Investitionen nach Argentinien. Im Vergleich zeigt sich auch ein Gefälle in den Arbeitslosenzahlen. In Brasilien sind derzeit 15,7 Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung ohne Arbeit. In Argentinien sind es 12,4 Prozent, in Uruguay 11,3 Prozent. Paraguay verzeichnet weiterhin die höchste Arbeitslosenrate mit 25,1 Prozent.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: http://www.nzz.ch
Author: http://www.nzz.ch

Chronische Wachstumsschwäche in Paraguay


Externe Schocks und mangelnde Reformen

Paraguay hat zwar das Schlimmste der Krise von 2002 überstanden, aber keine nachhaltige Reformdynamik erreicht. Das Pro-Kopf-Einkommen ist im letzten Vierteljahrhundert real gesunken. Die Wachstumsrate ist wegen häufiger Krisen, Korruption, eines schwachen Finanzsektors und kleiner, ja sogar fallender Produktivität gering.

B. A. Asunción, Mitte August

In Paraguay rechnet die Regierung in diesem Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 3,5%. Dies sind zwar 0,5 Prozentpunkte mehr als 2005, aber weniger als das langfristige Ziel von 5%. Nach der Krise von 2002, die unter anderem durch den Zusammenbruch in Argentinien verursacht worden war, war der Regierung von Präsident Nicanor Duarte Frutos zunächst eine rasche Stabilisierung gelungen: Schon zwei Jahre später, im Jahr 2004, schoss die Wachstumsrate gemäss dem Internationalen Währungsfonds (IMF) von 0 auf 4,1%. Dieser Aufschwung erwies sich allerdings nur als ein Strohfeuer. Die derzeitige Stagnation liegt laut dem früheren Finanzminister Dionisio Borda am Versagen der Regierung, die makroökonomische Stabilisierung zur Umsetzung struktureller Reformen zu nutzen. Borda trat im Mai letzten Jahres als Finanzminister zurück, weil er sich bei seiner Reformpolitik vom Präsidenten im Stich gelassen fühlte.

Sinkende Produktivität

Paraguay hat mit dem IMF soeben ein neues Stand-by-Abkommen mit einer Laufzeit von 27 Monaten und einem Finanzrahmen von rund 100 Mio. $ vereinbart. Das zentrale Ziel des Programms besteht darin, die Wachstumshemmnisse zu beseitigen. Zu diesen zählen politische und wirtschaftspolitische Instabilität, schwache Institutionen, die der Korruption Vorschub leisten, ein krisenanfälliges Finanzsystem, ineffiziente Staatsbetriebe, tiefe Produktivität mit sinkender Tendenz, hohe Armut, hohe Arbeitslosigkeit - unter anderem wegen sehr rigider Arbeitsgesetze - und die geringe soziale Absicherung.

Laut dem IMF steht Paraguay bezüglich des Wachstums in Lateinamerika besonders schlecht da. So hat das reale Pro-Kopf-Einkommen in den letzten 25 Jahren um 7% - laut anderen Angaben gar um 8,5% - abgenommen. Dies ist das Ergebnis einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von nur 2%. Externe Schocks - jüngst etwa die starke Aufwertung der brasilianischen Währung - können dies nur zum Teil erklären; der Rest ist hausgemacht und verdeutlicht den Reformbedarf. Laut Berechnungen des IMF könnte Paraguay mit Raten von über 5% pro Jahr wachsen, wenn es die richtige Politik einschlüge. Die schlechte Leistung Paraguays sei vor allem auf Ineffizienz zurückzuführen, nicht auf mangelnde Verfügbarkeit von Arbeit oder Kapital. Die Produktivität (Total Factor Productivity, TFP) habe 1980-2004 um 1,25% pro Jahr abgenommen. Hätte Paraguay eine Produktivitätsentwicklung erlebt wie Chile - der regionale Spitzenreiter -, wäre die Wirtschaft laut IMF um 6% jährlich gewachsen.

Unangetastete Privilegien

Dass die Regierung fähig und willens ist, Reformen durchzusetzen, ist eher unsicher. Duarte hat noch zwei Jahre Amtszeit vor sich, und es erscheint unwahrscheinlich, dass er im Schlussspurt anpackt, was er in den ersten drei Jahren vor sich hergeschoben hat, umso unwahrscheinlicher, als der Präsident das Projekt einer Wiederwahl in Umlauf gebracht hat, wozu eine Verfassungsrevision notwendig wäre. Sollte er darauf bestehen, hätte er noch grösseren Bedarf, seine Leute bei der Stange zu halten, als wenn er sich darauf beschränkte, einen Nachfolger aufzubauen. So oder so bedeutet dies schwindenden Spielraum, um die Privilegien mächtiger Gruppen zugunsten gestärkter Institutionen zurückzuschneiden.

Der frühere Finanzminister Borda kennt aus seiner kurzen Amtszeit Beispiele für diese Problematik. So war es unmöglich, landwirtschaftliche Produzenten der Mehrwertsteuer zu unterwerfen. Zwar hätten sie ihren Steueranteil zurückfordern können, doch da sie ihre Geschäfte schwarz tätigen und demzufolge keine Rechnungen hätten vorlegen können, hätte es keine Rückforderung gegeben. Borda wirft Duarte vor, das auf Schwarzwirtschaft und illegalem Handel - auch mit Drogen und Waffen - basierende «Modell» nicht ernsthaft zu bekämpfen. Zwar gibt es Wirtschaftszweige mit neuer Dynamik - etwa Viehzucht und Fleischexport -, doch hat sich in den Augen von Borda strukturell zu wenig geändert. Die Agenda des Abkommens mit dem IMF belegt seine Argumente, auch wenn dort die bittere Feststellung des ehemaligen Ministers natürlich nicht zu finden ist: Unter den gegenwärtigen Umständen investiere niemand in Paraguay, mit Ausnahme von Drogenhändlern.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: http://www.orf.at
Author: http://www.orf.at

Paraguays Ex-Diktator Stroessner auf Intensivstation?


Der frühere paraguayische Diktator Alfredo Stroessner ist Medienberichten zufolge in der brasilianischen Hauptstadt Brasilia auf die Intensivstation gebracht worden. Familienmitglieder in Paraguay dementierten die Angaben und betonten, der 93-Jährige halte sich in seinem Haus auf.

Die paraguayische Zeitung "ABC Color" berichtete allerdings unter Berufung auf Mitarbeiter des Krankenhauses Santa Luzia, Stroessner sei wegen eines Leistenbruchs operiert worden und dann auf die Intensivstation gekommen.

Stroessner regierte Paraguay mit harter Hand von 1954 bis 1989, als er durch einen Putsch gestürzt wurde. Danach gewährte ihm Brasilien politisches Asyl. Seither lebt der in Encarnación in Paraguay geborene Enkel eines Lokomotivführers aus Hof in Bayern zurückgezogen. Sowohl Bemühungen der Justiz Paraguays als auch der Brasiliens, Stroessner wegen Menschenrechtsverletzungen vor Gericht zu bringen, blieben erfolglos.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: www.onlinereports.ch
Author: RUEDI SUTERS

Dem "Grossen Jagdgrund" droht die Invasion der Wilderer


OnlineReports - Korrespondent RUEDI SUTERS Reportage über die Rückkehr dreckiger Tiergeschäfte im Chaco-Urwald von Paraguay

Dem riesigen Chaco-Urwald in Paraguay droht die grosse Leere. Seit zehn Jahren konnte der rasante Schwund geschützter Tiere dank dem Einsatz von Lucy Aquino und ihrer Crew im nationalen Büro des Artenschutzabkommenes CITES zwar gestoppt werden. Doch jetzt ist der Kampf gegen Wilderer, skrupellose Tierhändler und korrupte Regierungsbeamte wieder reiner Willkür gewichen: Die unbeugsame Aquino wurde von der Regierung abgesetzt und die Indianer des Chaco-Waldes werden mit EU- und Regierungshilfe verleitet, für den illegalen Handel geschützte Tiere zu fangen.

Im Chaco. Der sechsjährige Arapei klettert behende in die Vorratskammer hinunter: Ein kleines Erdloch im Urwaldboden, in dem drei ausgewachsene Köhlerschildkröten (Geochelone carbonaria) als Lebendvorrat schmachten. Der Kleine packt eines der bis zu 28 Kilo schwer werdenden Tiere und stemmt es seiner Mutter Jbore entgegen, welche die von Vater Parojnai heimgebrachte Beute am Panzer ergreift und diese kurzerhand zum Kochen mit dem Rücken auf das Feuer legt. Die Familie gehört zu den Ayoreo-Indianern, von denen auch heute noch ein paar unbekannte Gruppen als Wildbeuter den riesigen Chaco-Wald, von den Eingeborenen als "Grosser Jagdgrund" verehrt, im Norden Paraguays durchziehen.

Parojnai und seine sechsköpfige Familie lebten vom Jagen und Sammeln. Bis vor kurzem galt die durch Gruppenkonflikte isolierte Familie als von der Zivilisation "unkontaktiert". Dann, im Oktober 1998, kam die zunehmend von Farmern, Strassenbauern, Militärs, Holzfällern, Wilderern und missionierten Indianern umzingelte Ayoreo-Familie bei der Rinderfarm "Nueva Berlin" erstmals aus dem Wald heraus. Ihr Auftauchen war eine Sensation. Doch ihr altes Buschleben wollte sie - nach einem von Kulturschock und Krankheiten gezeichneten Zwischenhalt in der Zivilisation - fortführen. Unter Mithilfe der in Schweizerhalle BL aufgewachsenen und jetzt in der modernen Chaco-Mennonitensiedlung "Neuland" lebenden Ethnologin Verena Regehr wurde der Familie ein Waldgebiet zugewiesen, in der sie vorläufig ihr früheres Leben weiterführen darf.

Baldiger Kollaps des sensiblen Ökosystems befürchtet

Dort kann sie, wie OnlineReports Ende März bei einem Augenschein feststellen konnte, wieder Honig und Palmherzen sammeln. Oder jagen: Wildschweine, Riesengürteltiere, Ameisenbären und Schildkröten beispielsweise. Das tun aber auch die noch nicht "kontaktierten" Indianer im Innern des Chaco oder die von den Missionen "befriedeten" und in Siedlungen gepferchten Indianer, denen Evangelium und Geldwirtschaft ihre alte Lebenweise nicht völlig auszutreiben vermochten.

Der 247000 Quadratkilometer grosse Chaco Boreal Paraguays hat mit seinem einst gewaltigen Tier- und Pflanzenreichtum über Jahrhunderte allen seinen Waldvölkern genug zum Essen gegeben - den Ayoreo ebenso wie den Chamacoco, Enlhit, Sanapana, Angaite, Toba Qom, Nivacle, Choroti, Maca und Guarani occidentales.

Obwohl heute nur noch wenige Indianer ausschliesslich von den Früchten des Waldes leben, befürchten Tier- und Umweltschützer einen baldigen Kollaps des sensiblen Ökosystems. Schuld daran ist das Wiederaufflammen des illegalen Tierhandels - nebst der wild wuchernden Erschliessung des Chaco durch Farmer, Holzkonzerne und Neuzuzüger (worunter auch Schweizer, die sich als IV-Rentner, Pensionierte, Landwirte und Abenteuerlustige in der Siedlung "Rosaleda" ein flottes Pionierleben erträumen).

Elefanten und Nilkrokodile aus Paraguay

So drohen wieder Zustände wie vor 1990. Damals stand Paraguay im üblen Ruf, die Drehscheibe Südamerikas für faule Deals mit geschützten Tieren oder Körperteilen wie Felle, Federn oder Häute zu sein. Das Land galt überdies als straffreie Umschlagszone für verbotene Transporte nach Asien, Europa und Nordamerika. Da wurden auch schon mal Stosszähne von Elefanten oder Häute von Nilkrokodilen mit dem Stempel des internationalen Artenschutzabkommens CITES aus der Hauptstadt Asuncion exportiert. Dass der Nil nicht durch Paraguay fliesst und sich auf den amerikanischen Kontinenten keine Elefanten tummeln, schien keine Rolle zu spielen. Solchem Treiben und weiteren Verbrechen gegen die Tierwelt begann erst die Wissenschaftlerin Lucy Aquino ein Ende zu setzen.

Die unbestechliche Umweltschützerin übernahm 1990 das CITES-Büro in Asuncion, baute einen engagierten Mitarbeiterstab von 20 Leuten auf, hielt sich aus der Politik heraus und ging hartnäckig und kompromisslos gegen alle Wildfrevler vor, egal ob diese nun hohe Regierungsbeamte und Militärs, mächtige Kaufleute, reiche Farmer oder deren Handlanger waren. Paraguays Ruf verbesserte sich unter den Tierschützern zusehends und Lucy Aquino wurde für 1996 vom niederländischen Königshaus für ihr sich auch auf die Nachbarsländer positiv auswirkendes Engagement ausgezeichnet.

Eine Frau räumt auf - und schafft sich mächtige Feinde

Ihr kämpferischer Wille trug ihr allerdings auch mächtige Feinde ein. Diese wurden nicht müde, die für sie gefährliche Frau in Verruf zu bringen. Alleine in dem ihr vorgesetzten Landwirtschaftsministerium hatte Aquino sechs korrupte Angestellte geortet. In einem Brief vom 15. März dieses Jahres erklärt Aquino: "Viele Leute waren mit unserer Arbeit nicht glücklich. Einige der Tierhändler flohen nach Bolivien, um nicht im Gefängnis zu landen, andere mussten einem anderen Beruf nachgehen. Jedenfalls vergassen sie mich nicht - und ich sie auch nicht."

Ende 1999 wurde Lucy Aquino nach zweijährigem Nervenkrieg von Landwirtschaftsminister Garcia de Zuniga entlassen und durch den unbedarften Agronomen Braulio Roman Solis ersetzt. Die Reaktion der wissenschaftlichen Welt blieb nicht aus. So schrieb unter anderem der Präsident der Internationalen Krokodil-Spezialisten-Gruppe, Professor F. Wayne King, an Minister de Zuniga, der während der Stroessner-Diktatur illegale Holzgeschäfte tätigte, und an Staatspräsident Luis Gonzalez Macchi: "Die Wahl von Braulio Roman Solis ist ein Fehler. Er ist weder Zoologe noch Biologe. Und er hat keine Qualifikationen, um Wildbeobachtungen durchzuführen oder die Fang-Quoten zu regeln." Würde der illegale Tierhandel unter Solis Leitung wieder zunehmen, warnt Wayne King unmissverständlich, werde Paraguay rasch von den anderen CITES-Mitgliedern geächtet. Und Lucy Aquino kommentiert ihren Rauswurf traurig: "Die Politik zerstört mein wundervolles Land."

Wieder in den "Klauen der Korruption"

Dass Paraguays Tierwelt wieder in die "Klauen der Korruption" geraten ist, schreiben auch Zeitungen des Landes. Das Blatt "abc" legte in verschiedenen März-Ausgaben die Verstrickungen und Machenschaften der Behörden frei und kritisierte die kürzliche Ernennung von Christian Fox zum neuen Direktor der paraguayischen Nationalparks. Auch seine Vergangenheit zeichne sich durch korrupte Aktivitäten aus und lasse für die von der vorrückenden Zivilisation ohnehin bedrängten Tierwelt wenig Hoffnung. Neben aufrüttelnden Fotos von abgeschlachteten Kaimanen, Jaguaren, Wildschweinen und Gürteltieren berichtet die Zeitung auch von gefälschten Studien, die einen weit höheren Wildbestand vortäuschen als ihn die Realität noch aufweise.

Dass der Chaco von vielen Landsleuten auch als wundervoller Supermarkt für kostenlose Fleischbeschaffung eingestuft wird, beweisen die Geländewagen und Laster, die nach Jagdzügen am Wochenende mit erlegtem Wild vollbeladen in die Hauptstadt zurückfahren. Ganz zu schweigen von den unzähligen Siedlern, Grossfarmern, Behördenmitgliedern, Strassenbauern und Holzfällern, die mangels Kontrolle im weiten Chako heimlich abschiessen, was ihnen vor die Flinte gerät.

"Tore für gnadenlose Ausbeutung geöffnet"

Wie Indianer aus der abgelegenen Missionssiedlung "Campo Loro" OnlineReports gegenüber erklärten, wurden sie in letzter Zeit von Tierhändlern mit Regierungszertifikaten aufgefordert, für diese Tiere einzufangen. Besonders geschätzt "für nur wissenschaftliche Zwecke" (Händler-Vorwand) seien zum Beispiel Kugelgürteltiere, Füchse, Klapperschlangen, Riesenechsen und seltene Vögel.

Für die Blaustirn-Amazone, eine Papageienart, würde sogar die für Landesverhältnisse astronomische Summe von 100000 Guaranies (rund 50 Schweizer Franken) hingeblättert. Etliche der zumeist völlig mittellosen Indianer könnten der enormen Versuchung nicht widerstehen. Und sie würden ihre seit Kindheit trainierten Wildfangkünste in den Dienst der zwielichtigen Händler stellen. Verena Regehr, seit 1966 im Land: "Das Geldangebot an die Indianer öffnet die Türen für eine gnadenlose Ausbeutung der im Chaco noch lebenden Tierwelt."

Auch EU und "seriöse" Organisationen am Tierraub beteiligt

Selbst Organisationen wie die sich angeblich für eine nachhaltige Chaco-Entwicklung einsetzende und von der Europäischen Union abhängige "Prodechaco" fördern den wieder aufkeimenden Tierschmuggel. "Prodechaco" argumentiert sogar, mit dem Kauf von durch Indianer gefangenen Wildtieren könne der gesetzeswidrige Tierhandel unter Krontrolle gebracht werden. Überdies lebten im Chaco genügend Tiere, und mit den Fangprämien könnten sich die Indigenen ihr Leben erleichtern. So zücken neuerdings gerade Mitglieder von "Prodechaco" die fragwürdigen Regierungsbewilligungen, um sich von der Urbevölkerung die geschützten Blaustirn-Amazonen oder anderes Wild einfangen zu lassen und die Beute - ebenfalls mit den notwendigen Zertifikaten - ins Ausland an die lukrativen "Tierbörsen" zu bringen.

Für andere wiederum schrillen angesichts des Ausverkaufs des einstigen (weil früher schon heimgesuchten) Tierparadieses Chaco die Alarmglocken. Zum Beispiel für die deutschen Schildkrötenspezialisten Thomas und Sabine Vinke. Sie versuchen zur Zeit ein Gerücht zu erhärten, wonach die Händler in Paraguay massenweise Schildkröten für die verdeckte Ausfuhr nach China einsammeln würden. Dort möchten "nach realistischen Schätzungen" (Vinke) Feinschmecker täglich eine Million Schildkröten in den Kochtöpfen versenkt sehen.

Schildkröten bald ausgestorben?

Das Ehepaar Vinke: "Wenn sich die Händler weiter etablieren, werden auch in Paraguay die Schildkröten bald ausgestorben sein, da dieser Markt so unersättlich und lukrativ ist." Die Tiere besässen zudem einen "extrem langsamen Fortpflanzungszyklus, so dass erst nach 25 Jahren der Fang einer erwachsenen Schildkröte ausgeglichen werden könne. "Deshalb muss unbedingt verhindert werden, dass über den Eigenverbrauch der Ayoreode hinaus Schildkröten gesammelt werden."

Dem Ayereo-Vater Parojnai braucht man so etwas nicht zu sagen. Für ihn und seine Familie war die nachhaltige Nutzung des Lebensraumes und der Tierwelt schon immer eine existentielle Notwendigkeit. Nicht, weil sie "als Wilde bessere Menschen" wären. Aber weil sie wissen, dass eine rücksichtlose Ausbeutung der Natur letzten Endes ihr eigener Tod bedeuten würde - ein eisernes Naturgesetz, dem sich auch die "Zivilisierten" nicht werden entziehen können.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: dfp.kulando.de
Author: dfp In Paraguay - Gesellschaft

Medizinischer Notstand - Paraguayische Frauen gehen zwecks Geburt ins Nachbarland


ASUNCION - Bekannt ist, dass an der paraguayischen Ostgrenze viele kranke Personen über die grüne Grenze gehen, um sich in brasilianischen Krankenhäusern behandeln zu lassen. Auch viele Schulkinder gehen auf die brasilianische Seite in die besser ausgerüsteten brasilianischen Schulen. Aber auch ganz in der Nähe von Asunción gibt es dieses Phänomen. Viele Leute gehen nach Argentinien, wenn sie krank sind. Viele paraguayische Kinder werden in Argentinien geboren.

Für amtliche paraguayische Stellen ist dies eine bedauerliche Tatsache, denn die im benachbarten argentinischen Clorinda geborenen Kinder sind automatisch argentinische Staatsangehörige. Denn in den südamerikanischen Ländern gilt das "ius soli", das Recht des Bodens. Wer in Argentinien geboren wird, ist argentinischer Staatsbürger, auch wenn er später nie wieder in jenes Land zurückkehrt. Für die nationalstolzen paraguayischen Beamten ein Grund, möglichst wenig über diese Sachen zu sprechen. Denn es dreht sich um die jämmerliche Ausstattung der paraguayischen Gesundheitsposten und die sehr gute Ausstattung und Bedienung gegenüber.

Die argentinische Stadt Clorinda liegt gegenüber dem paraguayischen Nanawa, getrennt durch den schmalen Grenzfluss Pilcomayo. Im argentinischen Krankenhaus in Clorinda trifft man paraguayische Patienten aus allen Städten des Landes. Die meisten kommen aber aus Nanawa. Der Grund ist klar, sobald man sich den staatlichen Gesundheitsposten in Nanawa ansieht. Es gibt keine Toilette, seit zwei Monaten kam kein Sauerstoff mehr. Bei Geburten kann es also Komplikationen geben. Die Ärzte bedienen nur tagsüber, Reinigungspersonal ist nicht vorhanden.

Gegenüber gibt es das moderne Krankenhaus, in dem auch paraguayische Bürger unterschiedslos und vollkommen kostenlos behandelt werden. Kein Wunder, dass man oft Frauen mit dickem Bauch beim Grenzübertritt sieht. Sie gehen für die Geburt in das argentinische Krankenhaus, wo alles so wohl geordnet und gratis ist. Und das Neugeborene, schon als argentinischer Bürger eingetragen, bekommt dann noch für die ersten sechs Monate seines Lebens gratis seine Ration einer besonders geeigneten Milchsorte. Auch die Medikamente werden gratis ausgegeben, wohingegen in den paraguayischen Staatskrankenhäusern die Patienten in vielen Fällen gezwungen sind, die Medikamente auf eigene Kosten zu beschaffen.

Clorinda werden im Durchschnitt jeden Monat 27 Babys geboren und als Argentinier eingetragen, die eigentlich in Paraguay zur Welt kommen und paraguayische Bürger sein sollten.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: www.npla.de
Author: www.npla.de

Staat übernimmt Verantwortung für Tod jugendlicher Rekruten


(Fortaleza, 22. Juni 2006, adital).- Der paraguayische Staat übernahm am 21. Juni in einem offiziellen Akt die Verantwortung für die unrechtmäßige Rekrutierung zweier Minderjähriger, die in der Folge des militärischen Drills während des Zwangsdienstes ums Leben gekommen waren. In keinem von beiden Fällen hatte der paraguayische Staat die notwendigen Maßnahmen ergriffen, um die Verantwortlichen zu ermitteln und zu bestrafen. Beide Verbrechen sind deswegen bis heute ungesühnt geblieben. Das “Zentrum für Gerechtigkeit und internationales Recht” CEJIL (Centro por la Justicia y el Derecho Internacional) und die Organisation „Dienst für Frieden und Gerechtigkeit“ SERPAJ (Servicio Paz y Justicia) hatten vor der Interamerikanischen Menschenrechtskommission CIDH und dem Interamerikanischen Rechtshof für Menschenrechte Klage gegen den paraguayischen Staat eingereicht.

Eines der Opfer, Víctor Hugo Maciel Alcaráz, wurde mit 15 Jahren illegalerweise zum Militärdienst eingezogen und starb am 2. Oktober 1995 an physischer Erschöpfung nach übermäßigem Drill im Stützpunkt eines Kavallerieregiments. In diesem Fall kam es unter Vermittlung der CIDH am 22. März dieses Jahres zu einer gütlichen Einigung zwischen den Antragsstellern und dem paraguayischen Staat.

Der zweite Fall betrifft Gerardo Vargas Areco, der im Alter von 15 Jahren zwangsweise zum Militärdienst eingezogen worden war und in einem Infanterieregiment zu Tode kam. Dieser Fall landete vor dem Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte. Bei einer Aussprache am vergangenen 30. März erklärte der paraguayische Staat seine Verantwortung in diesem Fall. Zurzeit steht das Urteil des Gerichtshofs noch aus.

Die Amerikanische Konvention, das Abkommen 182/99 der Weltarbeitsorganisation OIT über die schlimmsten Formen von Kinderarbeit sowie das Fakultative Protokoll zum Übereinkommen über die Rechte des Kindes betreffend den Einsatz von Kindern in bewaffneten Konflikten, die allesamt von Paraguay unterschrieben wurden, verbieten es dem Staat, Jugendliche unter 18 Jahren zwangsweise zum Militärdienst einzuziehen. Das Fakultative Protokoll zum Übereinkommen über die Rechte des Kindes verbietet darüber hinaus die Rekrutierung von Minderjährigen selbst mit ihrem Einverständnis. Allerdings behielt sich der paraguayische Staat in einer Unterklausel vor, minderjährige Jugendliche zu rekrutieren.

Als Reaktion auf die Anklagen von CEJIL und SERPAJ entschied sich Paraguay, die Unterklausel zu streichen, so dass der Staat nunmehr unter keinen Umständen Minderjährige zum Militärdienst einziehen darf. Ein weiterer Erfolg bestand darin, dass der Oberkommandierende der paraguayischen Streitkräfte das Gesetzesvorhaben zur Modifizierung der Gesetze 569/75 zum zwangsweisen Militärdienst und 123/52 (CIMEFOR) unterschrieben hat. Der Entwurf soll dem Nationalkongress vorgelegt werden.

In ihrem letzten Bericht „Menschenrechte in Paraguay“ erfasste die paraguayische Menschenrechtskoordination CODEHUPY (Coordinadora de Derechos Humanos del Paraguay) im Jahr 2005 insgesamt 168 jugendliche Rekruten bei einer Gesamtzahl von 1.458 Rekruten. Die „Vereinigung der Angehörigen der Opfer des Militärdienstes“ AFAVISEM (Asociación de Familiares de Víctimas del Servicio Militar) kam zu dem Schluss, dass im Zeitraum zwischen 1989 und August 2002 insgesamt 112 Militärangehörige unter zweifelhaften Umständen ums Leben kamen. Etwa 70 Prozent davon waren Minderjährige.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: dfp.kulando.de
Author: dfp.kulando.de

Deutscher Botschafter unterzeichnet Zuwendungsvertrag für ein Trinkwassersystem in Piribebuy


Asunción – Deutsche Botschaft

Es besteht dringender Handlungsbedarf, das neue Schuljahr hat bereits begonnen. Die Schulen „Defensores de Piribebuy“ und „Cnel. Blas Servín“ benötigen dringend ein neues Trinkwassersystem, für die zahlreichen Schüler in Piribebuy.


Der Rotary Club Asuncion Sur, vertreten durch Herrn Federico Lewkowitz ergreift die Initiative und organisiert ein Gemeinschafts- projekt an dem sich die Gobernación des Departamento Cordillera, die Stadtverwaltung Piribebuy, das Erziehungsministerium und die zwei Schulen „Defensores de Piribebuy und Cnel. Blas Servín“, beteiligen.


Das Projekt scheint an einem Fehlbetrag in Höhe von 37.527.914,00 Guarani (ca. 5.050,00 Euro) zu scheitern! Von der Notwendigkeit und dem sozialen Charakter der Projektes überzeugt, übernahm die Bundesrepublik Deutschland, die Fehlbedarfsfinanzierung in vorgenannter Höhe, im Form einer nicht rückzahlbaren Zuwendung.


Somit konnte heute, am 21. Juni 2006, der Zuwendungsvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland, handelnd durch den Deutschen Botschafter Herrn Dr. Horst-Wolfram Kerll und den Zuwendungsempfängern:

den Rotary Club Asuncion Sur, vertreten durch

Herrn Federico Lewkowitz und Herrn Martin Stollmaier und

die Gobernación des Departamento Cordillera,

vertreten durch Frau Graciela Aguero und

die Stadtverwaltung Piribebuy,

vertreten durch Herrn Victor Luis González und

das Erziehungsministerium,

vertreten durch Frau Lourdes Jara und

die Schulen „Defensores de Piribebuy und Cnel. Blas Servín“,

vertreten durch Frau Victoria de Sanguinetti,

unterzeichnet werden.

Der Rotary Club Asuncion Sur hat die Federführung bei der Umsetzung des Gemeinschaftsprojekts. Die lokalen Regierungsstellen begleiten aktiv die Baumaßnahmen. Die wesentlichen Baumaßnahmen sind: die Brunnenbohrung, der Wasserturm, der Wassertank, sowie die Installation von Leitungen und Pumpen. Der Bau eines Brunnens mit Pumpe und Wassertank soll bis zum 30.09.2006 erfolgt sein.

 


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: www.spiegel.de
Author: Madlen Read, AP

Asuncion billigste Stadt der Welt


Für Geschäftsleute hat die russische Hauptstadt die höchsten Lebenshaltungskosten, so das Ergebnis einer US-Studie. So sind die Preise für große Einfamilienhäuser um 50 Prozent gestiegen. Deutsche Städte rangieren hingegen nicht unter den 50 teuersten Metropolen.

New York - Die russische Hauptstadt löste Tokio ab, das nach Seoul auf Platz drei zurückfiel, wie aus dem in New York veröffentlichten Bericht der Unternehmensberater Mercer Human Resource Consulting hervorgeht. Verglichen wurden die Preise für gut 200 Posten wie Mieten, Verkehrsmittel, Nahrung, Kleidung und Unterhaltung - alles allerdings auf oberstem Niveau. Deutsche Städte waren nicht unter den ersten 50.

Moskau gilt der Studie zufolge vor allem deshalb als so teuer, weil die Preise für große Einfamilienhäuser, wie internationale Geschäftsleute sie beanspruchen, im vergangenen Jahr um rund 50 Prozent gestiegen sind. Auslöser dafür war vor allem die steigende Nachfrage eben von Seiten dieser ausländischen Klientel. Hohe Hauspreise haben London auf den einschlägigen Listen schon immer weit oben landen lassen. Diesmal liegt die britische Hauptstadt auf Platz fünf nach Hongkong auf Platz vier.

Die Liste soll dazu dienen, das Gehalt und die Sonderzulagen für Firmenmitarbeiter bei Einsätzen in den entsprechenden Metropolen angemessener zu kalkulieren. Dabei müssten vor allem auch Währungsschwankungen in Betracht gezogen werden. Diese hätten etwa in China zu einer deutlichen Verteuerung infolge des gestiegenen Yuans geführt. Ferner seien Entwicklungsländer für Geschäftsleute in jüngster Zeit immer teurer geworden.

So taucht etwa Douala in Kamerun auf Platz 27 auf, Lagos in Nigeria auf Platz 31 und Sao Paolo in Brasilien auf Platz 34. Die teuersten europäischen Städte nach Moskau und London sind Genf auf Platz sieben, Kopenhagen auf Platz acht, Zürich auf Platz neun und Oslo auf Platz zehn. Oslo teilt sich diesen Rang mit New York, der teuersten Stadt der USA. Insgesamt wurden 144 Städte rund um die Welt unter die Lupe genommen. Die billigste war demnach Asuncion in Paraguay.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: http://dfp.kulando.de
Author: http://dfp.kulando.de

Beim Supermarktbrand in Asunción konnte bisher kein Gericht zusammengestellt werden!


[AR] Am 1. August des Jahres 2004 brannte im Stadtteil Santísima Trinidad in Asunción der bekannte Supermarkt "Ycuá Bolaños" vollkommen ab. Mehr als 400 Personen starben, nachdem die Eigentümer dem Wachpersonal die Anweisung gaben, die Ausgünge zu verschließen.

Es ist eine festgestellte Tatsache, dass die Türen verriegelt wurden. Die Eigentümer Paivawollten verhindern, dass flüchtende Personen mit unbezahlten Waren das Weite suchten. Hierzu gibt es zahlreiche dokumentierte Aussagen. Die Unternehmer, Vater Juan Pío Paiva und Sohn Víctor Daniel Paiva, bestreiten dies allerdings. Es bleibt nur die unbestreitbare Tatsache, dass die Türen verschlossen waren, so dass auch Feuerwehrleute und Polizei nur unter großen Schwierigkeiten in das Innere des Gebäudes vordringen konnten.

Das Unglück mobilisierte seinerzeit sofort die Hilfsbereitschaft der Paraguayer, deren Sach- und Geldspenden in großem Umfang einliefen. Gleich gab es Gerüchte, dass einige Spenden veruntreut wurden, der erste Verwalter wurde Hals über Kopf vom Staatspräsidenten abgesetzt. Auch der paraguayische Staat stellte Geldmittel bereit, um den Witwen und Waisen zu helfen.

Die beiden Unternehmer wurden in Untersuchungshaft genommen und warten nunmehr auf ihren Prozess. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie wie mittellose Untersuchungshäftlinge im Hauptgefängnis Tacumbú sitzen müssten. In diese unbequeme Lage kamen sie einige Tage, doch dann gelang es ihnen, krankheitshalber dem ungastlichen Aufenthalt zu entrinnen.

Nicht voran zukommen scheint das angestrebte Gerichtsverfahren. Dabei wird immer wieder gemunkelt, dass die Angeklagten Millionen verteilt haben sollen, um das Verfahren hinauszuzögern. Jedenfalls konnte bis jetzt noch kein Gerichtshof zusammengestellt werden. Nunmehr sind es schon 12 Richter, die wegen Befangenheit ihre Teilnahme abgelehnt haben! Entweder sind sie mit jemandem verfeindet, befreundet, verwandt oder sie hatten irgendwann in einem Interview ihre Meinung zum Fall geäußert. Kurzum scheint es bisher unmöglich zu sein, ein dreiköpfiges Richterkollegium zusammenzustellen, um die Herren Paiva aburteilen zu können. Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft lautet auf Mord.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: www.npla.de
Author: www.npla.de

Aufklärung im Fall eines verschwundenen Journalisten gefordert


(Buenos Aires, 29. Mai 2006, púlsar).- Die Gewerkschaft der paraguayischen Journalisten forderte den Obersten Gerichtshof auf, den Fall ihres seit vier Monaten verschwundenen Kollegen Enrique Galeano schnellst möglich aufzuklären. Galeano, der am 4. Februar spurlos verschwand, leitete mehrere Radioprogramme zweier Sender der Ortschaft Yby Yaú, die etwa 350 Kilometer südlich der Hauptstadt Asunción liegt.

Mit seiner Arbeit machte Galeano verschiedene Korruptionsfälle öffentlich. Zudem berichtete er über Drogen- und Schmuggelgeschäfte, die in der Gegend begangen worden waren. Aus diesem Grund stand er öffentlich im Streit mit dem Abgeordneten Magdaleno Silva, einem Mitglied der Regierungspartei Colorado und zugleich „starker Mann“ der Gegend. Verschiedene Regierungs- und Kirchenmitglieder gehen davon aus, dass Silva über den Fall Galeano "mehr weiß als er sagt".

Unterdessen organisierte das Koordinationsbüro für Wahrheit und Gerechtigkeit am letzten Maiwochenende (27./28. Mai) eine Demonstration im Verwaltungsbezirk Concepción gegen den Abgeordneten Magdaleno Silva. Neben seiner Verwicklung in den Fall Galeano wird er gleichfalls der Beteiligung an anderen in der Region begangenen Verbrechen beschuldigt. Während der Demonstration äußerte Pedro Benítez von der Gewerkschaft der paraguayischen Journalisten, die im Fall Galeano verantwortliche Staatsanwältin Camila Rojas ermittele nicht gegen Silva, "weil sie Angst vor ihm hat".


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: www.zdf.de
Author: www.zdf.de

Neubeginn in Paraguay


Mennoniten in Südamerika

Zwischen 1926 und 1930 wanderten Tausende Mennoniten aus Kanada und aus der Sowjetunion nach Paraguay ein. Sie ließen sich in der "grünen Hölle" des Chaco nieder und versuchten, unter größten Schwierigkeiten einen Neustart als Farmer.

Im Herzen Südamerikas endete vor 70 Jahren der große Treck der Mennoniten. Vor den grausamen Verfolgungen in Stalins Sowjetreich flüchteten damals zehntausende deutschstämmige Freikirchler nach Paraguay.

In der Steppengegend des Gran Chaco gründeten sie die Kolonie "Fernheim". Dutzende Dörfer sind seitdem entstanden. Im Mittelpunkt mennonitischen Lebens steht noch immer die Kirche. Doch aus den mittellosen Einwanderern sind längst die erfolgreichsten Landwirte Südamerikas geworden.

Kulturaustausch mit den Ureinwohnern

Wer in den Familienalben der Mennoniten blättert, stößt auch auf erste Begegnungen der weißen Flüchtlinge mit den Ureinwohnern des Gran Chaco, den Nivacle- und Lengua-Indianern. Nach den spanischen Conquistadores kamen mit den Mennoniten Fremde in ihr Land, die jede Gewalt ablehnen. Das Wissen der Ureinwohner half den Mennoniten bei ihrem Neustart in Paraguay. Die deutschstämmigen Bauern eröffneten aber auch den Indianern eine Chance, vom traditionellen Jäger zum Landwirt zu werden.

Wenn es um Rinder geht, wird plattdeutsch gesnackt. Viele Indianer, die früher auf den Farmen der Mennoniten aushalfen, haben jetzt eigene Herden. Dank F.I.D.A., einem Entwicklungsprojekt, das von den Ureinwohnern selbst geleitet und von den Mennoniten unterstützt wird.

Ohne Technik geht es nicht

Ohne Technik geht es auch im Chaco nicht mehr. Aber Wartung und Reparatur sind teuer, wenn man das nicht selbst erledigt. "Wir haben jetzt eine Werkstatt auf die Beine gestellt, in der wir Schlosser ausbilden. So kriegen wir Jungen was zu tun und können unseren Leuten selbst helfen", sagt Claudelino Aniceto vom F.I.D.A.-Werkstatt-Projekt.

Peter Jansen ist einer der Mennoniten, die mit in das Werkstatt-Projekt eingestiegen sind. Er ist ein perfekter Ausbilder, weil er sich mit Landmaschinen unterschiedlichster Typen und Baujahre auskennt. Denn nagelneue Technik können sich die Nivacle-Indianer nicht leisten. "Die haben hier viele Maschinen. Da gibt's immer viel Arbeit. Die Maschinen sind vor vielen Jahren mal rein gekommen und werden von Jahr zu Jahr immer älter. Daher brauchen sie ständig eine Wertung, auch Reparaturen. Das gibt schon eine Zukunft für die Indianer", erklärt Peter Jansen, Ausbilder der F.I.D.A.-Werkstatt.

Landmaschinen Marke Eigenbau

Weil auch im Chaco viele aufs Fahrrad umgestiegen sind, bietet die F.I.D.A.-Werkstatt nebenbei einen Velo-Service an. Das Projekt trägt sich selbst, Spenden sind nicht erwünscht.

Vielmehr sorgen die jungen Leute mit Landgeräten Marke Eigenbau für den Erfolg ihrer Werkstatt und damit für die Finanzierung weiterer Ausbildungsplätze. Oft sind es einfache Geräte, die bei den Indianerfamilien gut ankommen und nicht teuer sind. "Also reich werden kann man mit unserer Werkstatt nicht, aber jeder spürt doch, dass das Projekt Zukunft hat, für einen selbst und unsere Familien", sagt Claudelino Aniceto von der F.I.D.A.-Werkstatt.

Die Stimme des Chaco

Inzwischen sendet auch der Radiosender der Mennonitenkolonie in den Indianersprachen - mit Tipps zur Landtechnik, dem richtigen Saatgut oder zur Heuschreckenplage. "La Voz del Chaco Paraguayo", die Stimme des Chaco, will dafür sorgen, dass das Integrations-Projekt der Ureinwohner kein Einzelfall bleibt.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: http://derstandard.at
Author: http://derstandard.at

Sechs Jahre Haft für Ex-Präsidenten wegen Korruption


Gonzalez Macchi soll in illegalen Transfer von Staatsgeldern in USA verwickelt gewesen sein

Asuncion - Wegen Korruption ist der frühere paraguayische Präsident Luis Gonzalez Macchi zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Er wurde am Montagabend in Asuncion der Verwicklung in einen illegalen Transfer von Staatsgeldern in die USA für schuldig befunden. Bei dem Fall aus dem Jahre 2000 ging es um 16 Millionen Dollar (12,3 Millionen Euro) aus dem Bestand der Notenbank Paraguays. Der Verurteilte hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen, sein Anwalt kündigte Berufung an.

Die Staatsanwaltschaft hatte zehn Jahre Haft für Gonzalez Macchi gefordert, der von 1999 bis 2003 Präsident des lateinamerikanischen Landes war. In dem Korruptionsfall wurden im Jahre 2004 bereits vier ranghohe Beamte der Notenbank zu Haftstrafen bis zu acht Jahren verurteilt. (APA/AP)


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: http://dfp.kulando.de
Author: aktuelle-rundschau.com

Pharma-Unternehmen Merck investiert in Paraguay


Die bekannte deutsche Marke des Pharma-Sektors, Merck, plant Investitionen in Paraguay, um das paraguayische Süßkraut (Stevia Rebaudiana Bertoni) zu verarbeiten.

Die Investition ist in Zusammenarbeit mit einer brasilianischen Firma geplant. Die bisherige Schwierigkeit beim paraguayischen Süßkraut liegt in der Tatsache, dass es noch keine Fabrik im Land gibt, in der die Blätter zum Endprodukt verarbeitet werden könnten.

Bisher haben interessierte Investoren stets zu bedenken gegeben, dass die Produktion des Landes nicht ausreiche, um die Einrichtung einer Fabrikationsanlage zu rechtfertigen. Dies führte dazu, dass schon vor Jahren Pflänzchen nach Kontinentalchina gebracht wurden, wo heute ein großer Teil des weltweit verbrauchten Süßkrautes produziert wird. Das mit Merck bei der geplanten Investition zusammenarbeitende brasilianische Unternehmen, Steviafarma Industrial S.A., ist bisher in Paraguay bekannt geworden, weil es von der paraguayischen Gesamtproduktion an Stevia-Blättern ungefähr 90% aufkauft, um sie in Brasilien zu verarbeiten. Die Planung der potenziellen Investoren sieht eine Ausweitung des Anbaugebietes vor, weshalb die leitenden Herren von 7.000 Personen sprechen, die auf dem geplanten eigenen Anbaugebiet von vorerst 1.000 ha arbeiten würden. Diese Personen würden das ganze Jahr über Arbeit haben, weil die Blätter drei- bis viermal pro Jahr abgeerntet werden. Das Feld und die entsprechende Fabrik soll im Departement San Pedro oder Alto Paraná entstehen, um in der Nähe der bisherigen Anbauflächen des Süßkrautes zu bleiben.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: http://german.rti.org.tw/
Author: Radio Taiwan International

Taiwan und Paraguay - engere Zusammenarbeit


Taiwans Präsident Chen Shuibian und Paraguays Präsident Nicanor Duarte Frutos haben am Samstag ein gemeinsames Kommunique unterzeichnet. In dem gemeinsamen Kommunique bekräftigen Chen und Duarte die bilateralen Beziehungen beider Länder weiter zu stärken. Außerdem wiederholten beide für Demokratie, Frieden und Gerechtigkeit einzutreten. Taiwans Regierung will die Kooperationsprojekte mit Paraguay weiter vorantreiben und die Zahl der Stipendien für Studenten aus Paraguay zum Studium in Taiwan erhöhen. Paraguay wird Taiwans Bemühungen um Aufnahme in internatinale Organisationen, darunter die Vereinten Nationen und die Weltgesundheitsorganisation WHO unterstüzten.

Präsident Chen und Paraguays Präsident Duarte haben vorher in Coronel Oviedo in Ost-Zentralparaguay Paraguay gemeinsam eine von Taiwan finanzierte Wohnanlage für Familien mit niedrigem Einkommen eingeweiht. Dies ist eine von mehreren Wohnanlagen für paraguayanische Bürger mit niedrigem Einkommen, die mit Hilfe von Spenden aus Taiwan finanziert wurde.

Paraguays Präsident Nicanor Duarte Frutos hat während des Besuches von Chen Shuibian in Paraguay Taiwan erneut eingeladen, gemeinsam Paraguays Erdöl- und Erdgasressourcen zu erschließen. In Gran Chaco im Nordwesten Paraguays gebe es große Erdöl und Erdgasvorkommen, so Duarte. Zur Förderung benötige man viel Investitionskapital. Er hoffe, dass Taiwans staatliches Ölunternehmen Chinese Petroleum Corporation CPC mit Paraguay bei der Erschließung und Förderung von Erdöl und Erdgas zusammenarbeiten könne. Nach Angaben des Botschafters Taiwans in Paraguay Hu Chengyao habe Taiwans Ölunternehmen CPC bereits Experten nach Paraguay entsandt, um sich vor Ort zu informiern. Er sehe eine gute Möglichkeit für eine Zusammenarbeit der CPC mit der Regierung Paraguays bei der Förderung von Erdöl und Erdgas.

Taiwans Präsident Chen Shuibian ist nach seinem dreitägigen Staatsbesuch in Paraguay nach Costa Rica weitergereist. Er wird dort am 8. Mai an der Amtsantrittsfeier des designierten Präsidenten von Costa Rica, Oscar Arias, teilnehmen.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: www.npla.de
Author: www.npla.de

Die Reichsten in der Region mit der größten Ungleichheit


(Lima, 22. März 2006, na).- Mit einem Privatvermögen von 30 Milliarden US-Dollar - 6,2 Milliarden US-Dollar mehr als im letzten Jahr - ist der mexikanische Magnat Carlos Slim Helú, unter anderem Besitzer des Telekommunikationskonglomerats Telmex, die drittreichste Person der Welt. Darüber informierte die US-amerikanische Zeitschrift Forbes.

Lateinamerika gilt als Region, in der der gesellschaftliche Reichtum am ungleichsten verteilt ist. 40 Prozent des Gesamteinkommens fallen auf die reichsten 10 Prozent der Bevölkerung, während die ärmsten 30 Prozent einen Anteil von 7,5 Prozent des Einkommens erhalten. Die Privatvermögen von 33 Multimillionären, von manchen als “unmoralisch” bezeichnet, bilden eine Gesamtsumme von 113,7 Milliarden US-Dollar.

Zehn Lateinamerikaner befanden sich dieses Jahr auf der Liste der 700 Personen weltweit, die über ein Vermögen von mehr als einer Milliarde US-Dollar verfügen. Die Liste hat die Zeitschrift Forbes Mitte Februar veröffentlicht. In diesem Jahr konzentrieren sich die Reichsten der Reichen in Brasilien (16) und Mexiko (10).


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: www.npla.de
Author: www.npla.de

Zahl der MigrantInnen nimmt zu


(Fortaleza, 22. März 2006, adital-poonal).- Die Zahl der MigrantInnen aus Lateinamerika ist von 21 Millionen im Jahr 2000 auf fast 25 Millionen im Jahr 2005 angewachsen. Das entspricht 13 Prozent aller MigrantInnen weltweit. Die Zahlen sprechen für sich. Die Situation erfordere geeignete Maßnahmen zur Lenkung der weltweiten Migration aus lateinamerikanischer Sicht, die Vereinfachung der Mobilität, positive Bezugspunkte außerhalb der eigenen Länder sowie der Schutz der Rechte aller MigrantInnen, erklärte die Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik CEPAL. Die diesjährige Sitzungsperiode der CEPAL fand vom 20. bis 24 März in Montevideo statt. Den Vertretern der teilnehmenden Länder wurde ein Bericht mit dem Titel „Internationale Migration, Menschenrechte und Entwicklung in Lateinamerika und der Karibik“ vorgelegt, der aktuelle Daten zum Thema enthält.

Die höchste Emigrationsrate haben Mexiko, die Karibik und Kolumbien mit jeweils über eine Million aufzuweisen. Danach folgen Argentinien, Brasilien, Kuba, Ecuador, El Salvador, Guatemala, Haiti, Peru und die Dominikanische Republik mit mehr als einer halben Million Emigranten pro Land. Unter den lateinamerikanischen Ländern sind die höchsten Emigrationsraten in El Salvador (14,5), Mexiko (9,4), Nicaragua (9,6), der Dominikanischen Republik (9,3) Kuba (8,7), und Uruguay (8,3) zu verzeichnen. In einigen karibischen Ländern leben sogar mehr als 20 Prozent der Staatsangehörigen im Ausland.

Noch immer sind die Vereinigten Staaten das beliebteste Einwanderungsland. Im Jahr 2004 lebten nach CEPAL-Angaben etwa 18 Millionen LateinamerikanerInnen auf US-amerikanischem Boden. Gemeinsam mit ihren Nachkommen stellen sie mittlerweile die zahlenmäßig stärkste Minderheit in den USA. Kennzeichnend für lateinamerikanische EinwanderInnen sind ihre engen Verbindungen zum Heimatland. Fast die Hälfte aller lateinamerikanischen und karibischen MigrantInnen leben ohne Aufenthaltserlaubnis in den Wohnorten ihrer Wahl, die sich, wie anhand der CEPAL-Studie deutlich wird, in den letzten Jahren auf immer mehr unterschiedliche Länder verteilen. Seit den Neunziger Jahren sind die Auswanderungen der LateinamerikanerInnen in europäische Länder, insbesondere Spanien, sowie nach Japan und Kanada auf mittlerweile drei Millionen angewachsen. Mit insgesamt 1,2 Millionen EmigrantInnen im Jahr 2004 nimmt Spanien den zweiten Platz unter den Einreiseländern ein.

Argentinien, Costa Rica und Venezuela sind weiterhin die beliebtesten Ziele der intrakontinentalen Migration. In einigen Ländern, darunter mehrere karibische Inselstaaten, Mexiko, die Istmus-Region Mittelamerikas sowie einige Cono Sur-Staaten sind starke Bewegungen jeder Art, Aus- und Einreisen sowie Zwischenaufenthalte und RückkehrerInnen zu verzeichnen.

Inzwischen sind die Hälfte der MigrantInnen Frauen. Sie reisen oft allein, um Arbeit zu suchen. Die meisten arbeiten als Hausangestellte. Für die Herkunftsländer bedeutet die Migration der Bevölkerung einen Verlust, der auch durch die Zirkulation von MigrantInnen und die Rückkehr einiger nicht ausgeglichen wird.

Ein weiterer neuer Aspekt der Migration sind die steigenden Geldüberweisungen in die Heimatländer, die zum wichtigsten Devisenbringer in der Region geworden sind. Über 60 Prozent der Überweisungen gehen nach Mexiko, Brasilien und Kolumbien, weitere 20 Prozent landen in Guatemala, El Salvador und der Dominikanischen Republik.

Die Geldsendungen aus dem Ausland verdeutlichen die Verbindung der MigrantInnen zu ihren Herkunftsländern. Sie bedeuten eine wichtige Unterstützung für die heimische Wirtschaft, die die öffentliche Politik herausfordert. In Haiti machen die Geldsendungen aus dem Ausland 24 Prozent, in Nicaragua 11 Prozent und in Honduras 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus, in El Salvador und in der Dominikanischen Republik 10 Prozent. Ihre Bemessung und Verwendung, die Kosten der Überweisung sowie ihr produktives Potential sind Themen, die es zu diskutieren gilt. Eine aktuelle Studie der CEPAL macht deutlich, dass die Geldsendungen an der Armut der Bevölkerung wenig ändern, wenngleich sie im Haushalt der Empfänger den Stellenwert eines zusätzlichen Gehalts haben.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: www.manager-magazin.de
Author: Wolfgang Hirn

Reich unter Armen


Paraguay und die Mongolei sind zwei arme Länder abseits der großen Warenströme. Wie kann man hier als (erfolg)reicher Unternehmer leben und überleben? Eine Reportage aus dem Urwald und der Steppe.

Paraguay? Das ist doch ein Versteck von alten deutschen Nazis. Mongolei? Da wandern doch Nomaden hordenweise durch unwirtliches Land. Zwei Länder, zwei Vorurteile.

Man weiß wenig oder so gut wie nichts über diese Staaten, die im Nirgendwo von Südamerika und Asien liegen. Die Waren- und Tourismusströme rauschen an beiden Ländern vorbei; es gibt keinen Zugang zum Meer, und sie werden ökonomisch und geografisch erdrückt von gigantischen Nachbarn: von Brasilien und Argentinien im Falle von Paraguay, von China und Russland im Falle der Mongolei.

Die Globalisierung der Wirtschaft, so scheint es, findet ohne beide Länder statt. Paraguay und Mongolei, zwei kleine Habenichtse, deren Einwohner im Schnitt weniger als 100 Dollar im Monat verdienen. Und dennoch finden sich auch hier erfolgreiche Unternehmer, lebt auch hier eine wohlhabende Wirtschaftselite.

manager magazin ging der Frage nach, mit welchen Tricks und Kniffen man als Unternehmer auf der Schattenseite der Weltwirtschaft Erfolg haben kann. Welche Wege führen abseits der großen Handelsrouten zu Ruhm und Reichtum? So viel ist gewiss: Die mongolische Steppe und der Urwald Paraguays sind von der Globalisierung vergessen worden.

Beate Kress (55) hat ihren Urlaub an Brasiliens Nordküste verbracht. Sie ist erst vor einigen Tagen zurückgekehrt und sitzt nun braun gebrannt in der Lobby des "Sheraton"-Hotels in Asunción, der Hauptstadt Paraguays. Ihre Füße stecken in italienischen Designerstiefeln, der Rock ist knapp und recht gewagt hochgerutscht, das Top freizügig. Die Dame ist in Schuss.

Ausflüge ins Ausland genießt sie sichtlich; sie streitet gar nicht ab, dass sie diese Fluchten ab und zu braucht: zum Beispiel einen First-Class-Flug zum Einkaufen nach Paris; eine Kreuzfahrt in der Südsee: "Ich muss mal ein paar Tage ein Niveau genießen, das wir sonst nicht haben."

Sonst - das ist Kressburgo, ein schmutziges verlorenes Nest irgendwo im paraguayischen Hinterland. "Nur rote Erde gibt es da", sagt sie, "und die ist entweder staubig oder schlammig." Seit kurzem führt eine Straße nach Kressburgo, wenngleich sie selbst weite Strecken ungern im Auto zurücklegt. Viel lieber reist sie in ihrer sechssitzigen Piper, die sie dem argentinischen Ex-Präsidenten Carlos Menem abgekauft hat.

Rund 2000 Menschen leben in Kressburgo, einem Ort, der einst um das Haus ihres Mannes herum entstand wie eine Blumenwiese um einen Apfelbaum. Fast alle Dorfbewohner arbeiten für Beate Kress und ihre Firma Frutika, die Frischobst, Extrakte und Säfte verkauft.

Ihr großer Konkurrent ist Unilever: "Das ist mein Lieblingsfeind", sagt sie. Dieser Tage jagt sie mit ihrem neuen Tomatenpüree dem Lebensmittelgiganten einige Prozente Marktanteil ab. Da freut sie sich diebisch.

Kämpfen ist etwas, das man im Urwald lernt: Hier wohnt Beate Kress in einem riesigen Anwesen, in dem sie sich mit allerlei Skurrilitäten wie Mammutzähnen und ausgestopften Krokodilen umgeben hat - während draußen Jaguare und Pumas ihre Felder und Wälder durchstreifen, ganz zu schweigen von den Bandidos. Ihr Haus wird Tag und Nacht bewacht.

Die Frau kann freilich nur wenig erschüttern. Sie hat einiges weggesteckt in ihrem Leben: Ihr Mann entführt, später tödlich verunglückt. "Und von Gelbfieber bis Malaria hatte ich auch schon alles", erzählt sie, fast ein bisschen mit dem Stolz einer Pionierin. Es ist nicht ungefährlich, in Paraguay Unternehmer zu sein.

Carlos Rieder (51) steht marschbereit in der Tür seines Hauses in Asunción. Er flüstert seiner Frau Caroline zu: "Sollen wir Valdez mitnehmen?" "Ja, klar", antwortet sie. Rieder schüttelt nachdenklich den Kopf: "Es ist eine Schande für unser Land, dass ich Leute wie Valdez brauche." Valdez ist sein Bodyguard, ein großer schlanker Mann im schwarzen Anzug und mit wachen Augen, die unruhig durch die Gegend blicken.

In ihrem weißen Volvo rasen die Rieders los, in einem schwarzen Volvo folgt Valdez. Sie wollen zur Expo, einer Art Kirmes, Viehschau und Mini-Hannover-Messe. Die Expo ist das gesellschaftliche Ereignis des Jahres in Asunción, wo normalerweise ein Tag wie der andere ist, eine lange, öde Kette ins Nichts.

Aber auch auf dieser Expo gilt: Sehen und gesehen werden. Die Rieders buhlen um Aufmerksamkeit, ihr Outfit hilft: Sie trägt Jeans und hohe Stiefel, er steckt in wildledernen Cowboyschuhen. In der Hand ein Glas schottischen Whisky, schlendert das auffällige Paar über das Messegelände.

Vor einem Stand bleiben sie stehen. Es ist ihr Stand, ihr Pavillon, der Rieder-Pavillon: Hier zeigen sie Volvos, Renaults, Valmet-Traktoren, Siemens-Telekomgeräte und Glasfasern. Denn die Grupo Rieder ist ein Konglomerat. In Paraguay hat man von der modischen Konzentration aufs Kerngeschäft noch wenig gehört, hier sind die meisten Unternehmen Gemischtwarenhändler.

Später, bei teurem argentinischen Wein und leckeren Steaks und Würsten, erzählt Rieder, dass er nebenher noch drei Farmen bewirtschafte, zusammen 150.000 Hektar, fast so groß wie London. Bescheiden sagt er: "Die Rinderzucht ist mein Hobby." Wer in Paraguay als wohlhabend gelten will, sollte auf einer Hacienda wohnen, eine Rinderzucht und ein Flugzeug samt Pilotenschein besitzen.

In Ermangelung eines Flugzeugs fahren wir in einem klapprigen Taxi zu Raúl Hoeckle. Er gab vorweg eine mehr oder weniger konkrete Wegbeschreibung: "Von Asunción auf der asphaltierten Straße bis Kilometer 98, dann hinter den Eukalyptusbäumen links rein."

Das Gatter ist verschlossen. Wir rufen Hoeckle per Handy. Mit einem allradangetriebenen Chevrolet kommt uns der 61-Jährige entgegen, wir steigen um, und er chauffiert uns über das weitläufige Gelände seiner Hacienda.

"Hier ist meine Landebahn", sagt er und zeigt mit dem Kinn auf eine lange grüne Wiese. In einem Hangar steht seine Cessna. Daneben in einem künstlichen See lauern Krokodile. Hoeckle liebt exotische Tiere, südafrikanische Springböcke und namibische Zebras sind schon geordert.

Und immer wieder durchstreifen wir Zuckerrohrplantagen. Hoeckle gehört die größte Zuckerfabrik des Landes, die Azucarera Paraguaya. Trotzdem hat er Sorgen: "Ein Drittel des Zuckerkonsums wird von Schmugglern gedeckt", schätzt er. Deshalb baut er immer mehr Zucker organisch an. Den kann er exportieren.

Paraguay - das weiß in Südamerika jedes Kind - gilt als Land der Fälscher, Schmuggler und Steuerhinterzieher. Den Glauben, dass seine Heimat jemals ein korruptions- und schmuggelfreier Staat werden könnte, hat Hoeckle aufgegeben. Politiker sind für ihn "Banditen".

Carlos Walde (61) hört dies erwartungsgemäß nicht gern, denn er ist Politiker, Minister sogar, wenngleich ohne Geschäftsbereich. Wir sitzen in der Abenddämmerung auf der Terrasse seines Hauses, das so geschmackvoll - oder auch geschmacklos - eingerichtet ist wie jedes deutsche Schuldirektor-Richter-Zahnarzt-Einfamilienhaus, trinken lokales Baviera-Bier und essen Käse und Oliven. Auf dem Tisch liegen zwei Handys, die immer wieder klingeln.

Walde ist ein gefragter Mann. Seit zwei Jahren ist er Wirtschaftsberater des Staatspräsidenten Duarte und oberster Korruptionsbekämpfer. Vor seinem Anwesen steht ein Wachhäuschen, in dem ein Mann mit Maschinengewehr sitzt und nervös aufspringt, sobald der weiße BMW des Ministers herangleitet.

Eigentlich ist Walde erfolgreicher Unternehmer, Chef und Inhaber der Firma Chacomer mit rund 700 Beschäftigten. Er handelt, aber er stellt auch selbst her: Fahrräder, Motorräder. Und Walde ist ein Saubermann. Er schwört, dass er niemals schmutzige Geschäfte gemacht habe und dass er seine Millionen nicht in Montevideo, der Hauptstadt des Steuerparadieses Uruguay, bunkere wie so viele der hiesigen Geldaristokraten.

Walde ist Mitglied der mennonitischen Kirche, die einst in Mitteleuropa gegründet wurde. Rund 35.000 Mennoniten leben in Paraguay, viele von ihnen sind wirtschaftlich sehr erfolgreich.

Im Kabinett von Präsident Duarte sitzen gleich drei Mennoniten: Sie sollen der Regierung bei ihrem Kampf für Effizienz und gegen Korruption unterstützen. Kirchgänger Walde ist das personifizierte Reinheitsgebot: Er pflegt einen bescheidenen Lebensstil, und wenn er ausgeht, dann allenfalls in die Bayern Stube, wo das Bier 80 Cent kostet und auf den Teller etwas Süddeutsch-Deftiges kommt.

Von Extravaganzen hält Walde nichts - es sei denn, man zählt seine Schwärmerei für alte BMWs dazu: Er besitzt einen knallroten 2002er von 1972 und einen 3.0er von 1977. Allerdings bewegt er seine Oldtimer nur selten. Nicht aus Angst, allein wegen des Geredes: "Sonst heißt es doch nur: Guck mal, das hat der Minister von unserem Geld gekauft."


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: http://www.npla.de
Author: http://www.npla.de

Proteste gegen Regierung


(Fortaleza, 1. Februar 2006, adital). Verschiedene soziale und Menschenrechts - Organisationen planen für morgen, Mittwoch, den 2. Februar, eine Demonstration gegen die derzeitige Regierungspolitik und gegen eine Rückkehr zur Diktatur. „Es soll eine klare Botschaft vermittelt werden. Wir lehnen jegliche Form von Diktatur ab, ob verdeckte oder offensichtliche Diktatur – wir wollen keinen zweiten Strössner in unserem Land. Wir müssen uns der politischen Entwicklung entgegenstellen, mit der unser Land konfrontiert ist und die eine Rückkehr zum autoritären Regierungsstil bedeutet“, so die Worte von Juan Carlos Yuste, Vertreter der Menschenrechtsorganisation CODEHUPY, gegenüber der Presse.

Er bezog sich damit auf die Kandidatur von Osvaldo Domínguez Dibb und Alfredo „Goli“ Strössner für den Parteivorstand des Nationalen Republikanischen Bündnis (ANR), kurz Colorado-Partei. Yuste übte außerdem Kritik an Präsident Nicanor Duarte Frutos und warf ihm vor, Staatsangelegenheiten außer acht zu lassen und sich ausschließlich dem Wahlkampf zu widmen.

Die Proteste richten sich auch gegen den paraguayischen Ex-Diktator Alfred Strössner, der 93-jährig im brasilianischen Exil lebt. Strössner wurde vor siebzehn Jahren in der Nacht vom 2. auf den 3. Februar durch einen Staatsstreich gestürzt, der von dem mittlerweile verstorbenen General Andrés Rodríguez angeführt worden war.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: www.tagesspiegel.de
Author: Von Philipp Lichterbeck

Fleißig auf Gott vertrauen


Nach jahrelanger Isolierung sind die Mennoniten in Paraguay in die Moderne aufgebrochen. Der Wandel verändert die religiöse Gemeinschaft
Von Philipp Lichterbeck

Auf dem Weg ins Paradies fällt die Klimaanlage aus. Heiße Luft dringt in den Bus. Selbst die hitzegewohnten Paraguayer stöhnen und versuchen, sich mit Händen und Hüten Kühlung zuzufächeln. Das Thermometer zeigt 42 Grad, vor den Busfenstern brütet die Ebene des paraguayischen Chaco. Die Einheimischen nennen ihn „Grüne Hölle“. Es gibt dort kaum Wasser, jede Menge Dornen und eine Sonne, die unerbittlich ist.

Kein Wunder also, dass da draußen kein Mensch zu sehen ist. Der Chaco, diese Region in der Westhälfte Paraguays, ist so groß wie die alte Bundesrepublik. Doch nur 125 000 Menschen leben hier. Die einzige asphaltierte Straße, auf der wir gerade fahren, führt in Richtung Bolivien. Auf halbem Weg wird sie zur Sandpiste und bei starkem Regen unpassierbar. Schließlich, nach sechs Stunden Fahrt aus der Hauptstadt Asunción, tauchen die ersten Ortsschilder auf. In der flimmernden Landschaft wirken sie unwirklich: Waldrode, Friedensfeld, Neuwiese. Das Musterländle Südamerikas ist erreicht, das Reich der Mennoniten.

Über den Busparkplatz von Filadelfia wirbelt eine Staubwolke. Der 7000-Einwohner-Ort ist das Zentrum der Mennoniten-Kolonie Fernheim, doch die Szenerie erinnert an einen Western von Sergio Leone. Clint Eastwood könnte hier rumgammeln und einen Zigarillo zerbeißen. Das Straßenschild erklärt: „Avenida Hindenburg“. Der Name des Reichspräsidenten ruft die wohlgehegten Vorurteile wach. Die Mennoniten: strenge, Plattdeutsch sprechende Protestanten mit Wertvorstellung aus dem 19. Jahrhundert und einer technischen Ausstattung, die man aus dem Heimatmuseum kennt.

Hans Fast macht noch vor dem ersten Handschlag einen Vorschlag: „Die Klischees, die Sie mitgebracht haben, versenken Sie jetzt im Pool.“ Der 50-Jährige lässt sich auf einen der Plastikstühle fallen, die an den Tischen rund um den Swimmingpool des Hotels „Florida“ stehen. In seinem roten Gesicht blinzeln listige Augen über einem kratzbürstigen Schnauzer. Der Mann knallt eine Schachtel Zigaretten auf den Tisch, ordert ein Bier und spießt dann seine Gabel in ein Stück Rinderlende.

Fast ist Landwirt, Fremdenführer – und Mennonit. Er weiß, welche Vorstellung man sich von seinesgleichen in Deutschland macht. „Aber Sie werden hier niemanden in Latzhosen und mit Strohhut finden,“ kontert er. „Wir sind keine religiöse Sekte ohne Kühlschranke und Fernsehen.“ Fast trägt Jeans und ausgelatschte Turnschuhe, er spricht ein astreines Hochdeutsch, in das sich mitunter spanische Begriffe einschleichen. Neben seiner Muttersprache Platt beherrscht er noch Spanisch und ein paar Brocken der Indianersprache Guaraní.

Was ist passiert im Chaco? Jahrzehntelang galten die Mennoniten als weltabgewandte Sekte, resistent gegen alle Verlockungen der Moderne. Noch vor wenigen Jahren bezeichnete eine große deutsche Zeitung Filadelfia als „Gottes Stadt im Urwald“. Womit das Blatt nicht nur der Vegetation Unrecht tat. Denn die 16 000 Chaco-Mennoniten haben sich der Welt geöffnet. Sie erleben einen wirtschaftlichen Aufschwung, der nicht nur den Aufbau einer bescheidenen touristischen Infrastruktur ermöglicht, sondern auch das soziale Gefüge der mennonitischen Gemeinschaft verändert hat. Aus asketischen Selbstversorgern sind die reichsten Bauern Paraguays geworden.

Auf dem Weg zur Apotheke, um Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 35 zu erwerben, fallen die Parabolantennen in den Vorgärten auf. Dicke Jeeps stehen in den Einfahrten. Die Apothekerinnen fotografieren sich gerade mit ihren Handys und wirken alles andere als asketisch. „Wir produzieren zwei Drittel der paraguayischen Milch und 15 Prozent der Steaks“, erklärt Hans Fast. „Wir exportieren Baumwolle nach Mexiko, Hirse nach Japan und koscher geschlachtetes Fleisch nach Israel.“ In den Hallen der Erdnussfabrik von Filadelfia trocknen die Peanutberge. Lastwagen warten auf Abfertigung. „Unsere Erdnüsse sind beste Qualität“, ist sich die teetrinkende Männerrunde im klimatisierten Büro einig. „Wenn es bloß mal ein bisschen regnete.“

Die „Lateinparaguayer“, wie die Mennoniten die Paraguayer spanischer Herkunft nennen, blicken ängstlich auf den wirtschaftlichen Erfolg der Mennoniten. Dabei täte dem Land eine Prise von deren Arbeitsethos ganz gut. Paraguay gehört laut Transparency International zu den korruptesten Staaten der Welt. Die sich schamlos bereichernde Elite ist ins Entführungsgeschäft, in Schmuggel und Drogenhandel verstrickt. Paraguay ist der größte Marihuana-Produzent Südamerikas.

Während anderswo im Land die Hanffelder blühen, vermehren sich bei den Mennoniten die Rinderherden. Obwohl jeder Mennonit auch nach persönlichem Reichtum streben soll, produzieren und vermarkten sie ihre Produkte genossenschaftlich. Gemeinnutz geht vor Eigennutz, lautet eins der Credos. An ihre Kooperativen zahlen die Mennoniten hohe Steuern, mit denen sie ein beispielhaftes Sozialwesen unterhalten. Beim Gang durch Filadelfia und seine quirlige Nachbargemeinde Loma Plata fallen die gepflegten Kindergärten, Gymnasien und Altersheime auf. „Und wir haben die beste Psychiatrie in ganz Paraguay“, sagt Hans Fast. Wegen der kleinen Gemeinschaften bleibt Inzest nicht aus, es gibt verhältnismäßig viele Geisteskranke.

Nach einer beschwerlichen Wanderung rund um die Welt landeten die Mennoniten Ende der 1920er Jahre im Chaco. Da sie Militärdienst und Kindstaufe ablehnen, waren sie in vielen Ländern unerwünscht. Dann bot ihnen die paraguayische Regierung Land an und versprach, sie in Ruhe zu lassen. Doch nach wochenlangen Reisen auf dem Ochsenkarren stellten die Mennoniten fest, dass das Land im Chaco karg war und nicht viel hergab. Viele wanderten weiter, manche starben aufgrund der Entbehrungen. „Nur der Glaube hat uns am Leben erhalten“, sagen die Alten. „Wir lebten von der Bibel in den Mund.“

Besonders gern hören die Mennoniten es, wenn einer sagt, dass sie die Wüste in ein Paradies verwandelt hätten. Der Vergleich ist nicht abwegig. Rund um Loma Plata stehen die Rinderherden auf tadellos umzäunten Weiden, Baumwollfelder breiten sich aus. Ab und zu ragen kleine Wasserspeicher in der Landschaft auf. Die Technik haben die Mennoniten sich bei australischen Farmern abgeguckt.

Durchs Unterholz gleiten giftige Schlangen. Werde man gebissen, schärfen die Mennoniten einem ein, habe man eine halbe Stunde, um das Gegenserum einzunehmen. Es sei in jedem Ort deponiert. An einem Wasserloch scheint die Vegetation zu explodieren, Blüten schillern violett um die Wette, Kaimane dösen am Ufer. Man könne hier schon baden, erzählen die Einheimischen, die Tiere seien schreckhaft.

Wie ein Dutzend anderer Indianersiedlungen liegt das Dorf Yalve Sanga auf dem Gebiet der Mennoniten. Aus Holz zusammengezimmerte Hütten mit Schindeldächern trotzen dem Wind. Einige der Grundstücke sind von altem, rostigen Stacheldraht umgeben, auf dem Wäsche trocknet. Unter einem knorrigen Quebracho-Baum sitzen Frauen des Nivaclé-Stammes in bunten Röcken beisammen. Ihr langes, pechschwarzes Haar ist zu Zöpfen geflochten. Die Gesichter der Alten sind faltig wie gepflügte Felder. Einigen fehlen Zähne, andere haben gelbliche Augen.

Eine Gruppe Mädchen kommt in die Siedlung gelaufen, sie bringen Brennholz. Als sie die Kamera sehen, wenden sie sich ab. Doch sie sprechen Plattdeutsch. Es ist zur Verkehrssprache unter den verschiedenen Chaco-Stämmen wie den Nivaclé oder den Enlhet geworden. Die Frauen sagen, dass ihre Männer in Filadelfia arbeiten, andere seien zum Honigsammeln oder Fußballspielen gegangen. Sie erzählen, dass manches Indianermädchen gern einen Mennoniten heiraten würde. Doch die Mennoniten seien verklemmt.

Rund 24 0000 Indianer leben in den mennonitischen Kolonien. Sie arbeiten auf den Feldern und in den Fabriken der Mennoniten, die ihnen — in Paraguay keine Selbstverständlichkeit — den gesetzlichen Mindestlohn zahlen. Und sie versuchen, die Indianer zu missionieren. In Yalve Sanga haben die Mennoniten den Indianern eine Schule hingestellt und beraten sie in Landwirtschaftsfragen. Sie geben ihnen Land und stellen ihnen Häuser hin. „Aber das Wesen des Indianers kann man nicht ändern“, sagen viele Mennoniten. „Er arbeitet drei Tage, dann faulenzt er drei Tage. Und er muss alles teilen. Er ist noch sozialistischer als der Mennonit.“

Am Abend düsen Jugendliche in aufgemotzten Autos durch Loma Plata. Der 21-jährige Rower Ginter und sein Kumpel Wesly Funk sitzen lässig auf ihren Motorrädern, essen Eis und hören Technomusik. Rower hat eine Glatze. Es wirkt herausfordernd, hier, wo alle einen braven Topfschnitt tragen. „Ich wollte mal was Außergewöhnliches machen“, sagt er. Ob den Jungs nicht langweilig sei, so ohne Kino und Disko? „Nee“, sagt Wesly. „Wir machen Ballspiele, gehen in den Bibelkreis.“ Um zehn Uhr verabschieden sie sich, Schlafenszeit.

Am schwarzblauen Himmel hängt der Mond wie ein Porzellanteller. Ein Wasserlaster sprenkelt die Straßen. Die Zikaden knarzen um die Wette. Ab und zu werden sie von einem Scheppern übertönt. Es kommt aus der Milchabfüllanlage. Als die Tiere mitten in der Nacht plötzlich verstummen, wird dort immer noch gearbeitet.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: http://www.marktplatz-oberbayern.de/
Author: VON VERONIKA MERGENTHAL

Mit Schwämmen Sympathien aufgesaugt


Das Draufgängerische und meine bayerisch-dickschädelige Art haben mich dort bekannt gemacht", sagt Brigitte Fuzellier und lacht. Das Energiebündel aus Wolfratshausen lebt seit 18 Jahren in Paraguay, scheut sich nicht, mitten in der Nacht verdächtige Holztransporter aufzuhalten und sofort den Staatsanwalt zu verständigen oder im Umweltausschuss des Kongresses loszuschimpfen. Für die Kleinbauern und Indianer ist die von Fuzellier gegründete Initiative zur kreativen Vermarktung biologisch zertifizierter Naturschwämme zur neuen Hoffnung geworden. Kurz vor Beginn der Pflanzsaison war sie auf Kurzbesuch in der alten Heimat.

Man muss die Powerfrau bremsen, um von den Anfängen ihrer Geschichte zu erfahren. Sie studierte einige Semester Psychologie, um dann mit ihrem damaligen Mann eine Kunstakademie und eine Galerie bei Wasserburg sowie ein Bistro am Chiemsee zu betreiben. "Nach der Trennung wollte ich mir in Paraguay ein neues Leben aufbauen", erinnert sich die 43-Jährige.

Revolution aus dem Klostergarten

Sie war schon einmal im Urlaub dort. Zunächst leitete sie die amerikanische Rockefeller-Stiftung. 1993 gründete sie die Oipic-Stiftung, die sich in Kooperation mit der Stiftung Madre Tierra um eine Existenzgrundlage für Kleinbauern und Indianer sowie um eine ökologische Wende im Land bemüht. "Wir haben viele Aufforstungsprojekte mit Frauen organisiert und über 300 000 Bäumchen bedrohter Arten gepflanzt", erzählt sie.

Einen neuen Schub gab ihr eine Entdeckung, die sie vor sieben Jahren machte, als sie einer Klosterschwester beibrachte, wie man einen Garten anlegt. "Die Schwester hat mir eine Pflanze gezeigt. ,Eine Zucchini`, dachte ich. Es war ein Schwamm." Damals sah Brigitte Fuzellier zum ersten Mal einen Loofah-Naturschwamm. "Wir haben Marktforschung über das Internet und Experimente gemacht", berichtet die temperamentvolle Frau. Eine lokale Firma versprach, die Loofah-Schwämme zu vermarkten, und sprang ab, als schon alles angebaut war. "Also mussten wir selbst eine Firma gründen."

Ohne finanzielle Unterstützung ihrer Eltern hätte sie die erste schwierige Zeit nicht geschafft, gesteht Fuzellier. Hart sei es gewesen, Banken und Bauern zu überzeugen: "Das war, als würde man bayerischen Bauern sagen, sie sollten statt der Kühe Krokodile züchten." Mittlerweile muss sie den Ansturm der fast 10 000 Bauernfamilien bremsen. Kein Wunder:

Auszeichnung auf Gourmet-Messe

Mit einem Hektar Baumwolle oder Soja verdienen sie 30 Dollar, mit einem halben Hektar Loofah 2000 Dollar, so dass sie ihre Kinder zur Schule schicken können.

Um die Qualität der Ware zu sichern, hat Fuzellier mit zwei Mitarbeitern innerhalb von zwei Monaten über 80 Kurse gegeben. Die Firma Loofah-Art produziert in zwei Fabriken nahe Asunción mittlerweile Exportware. In Bädern und Küchen in 25 Ländern liegt das Naturprodukt mittlerweile.

Bei der internationalen Gourmetmesse in San Francisco wurde die Küchen-Serie von Loofah-Art - daneben gibt es eine Badezimmer-Serie - als bestes Produkt in punkto Kreativität und Qualität ausgezeichnet. "Das Soziale und Menschliche steht bei uns im Vordergrund", betont die Aktivistin. Künftig sollen auch andere Natur-Produkte, etwa ein Heiltee, ins Sortiment kommen. Inzwischen sponsert Loofah-Art einen eigenen Radiosender. "Mit dem konnten wir verhindern, dass eine Müllhalde in ein Feuchtbiotop verlegt wird", berichtet die 43-Jährige stolz.

Ihr Tag hat 20 Stunden. Nicht nur das: Sie kümmert sich auch um ihre beiden Kinder, ein Stiefkind, 16 Hunde und 13 Katzen. Der 23-jährige Sohn arbeitet in der Firma mit. Wochenenden kennt sie nicht, da fährt sie ins Tier-Auffanglager, das auch Schulklassen besuchen. "Abends schreibe ich manchmal Gedichte - am liebsten auf Spanisch." Oder sie kreiert Skulpturen mit Licht - aus Loofah-Schwämmen, wie könnte es anders sein. Und sie hat einen Traum: in Paraguay eines Tages einen großen "Weltfriedenswald" zu schaffen.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: derStandard.at
Author: (APA/dpa)

Paraguays bekanntester Schriftsteller Roa Bastos gestorben


Asuncion - Paraguays bekanntester Schriftsteller Augusto Roa Bastos ist am Dienstag im Alter von 88 Jahren an Herzversagen gestorben. Nach einem Sturz in seiner Wohnung war er noch am Freitag einer Notoperation am Gehirn unterzogen worden, teilte sein Leibarzt, Rómulo Caffarena, in der Hauptstadt Asunción weiter mit. Weltberühmt wurde Roa Bastos mit seinem 1974 veröffentlichten Roman "Yo el Supremo" (Ich der Allmächtige), in dem er sich mit selbstherrlicher und diktatorischer Herrschaft auseinander setzte.

Präsident Nicanor Duarte Frutos ordnete eine dreitägige Staatstrauer an. "Es ist ein immenser Verlust, weil unser bedeutendster Schriftsteller einen großen Beitrag zur Stärkung der Freiheit, der Demokratie, der Gerechtigkeit und der Menschenrechte in der Welt geleistet hat", schrieb Duarte Frutos in dem entsprechenden Dekret.

Einer der bedeutensten lateinamerikanischen Autoren

Roa Bastos wurde 1917 in Asunción als Sohn eines Brasilianers französischer Abstammung und einer Guaraní-Indianerin geboren und gilt neben Autoren wie Gabriel García Márquez und Mario Vargas Llosa als einer der wichtigsten Schriftsteller Lateinamerikas.

Der paraguayische Bürgerkrieg zwang ihn 1947, nach Argentinien ins Exil zu gehen. In Buenos Aires arbeitete er als Journalist, Professor für Literatur, Drehbuchautor und freier Schriftsteller bis 1976. Nach dem Militärputsch ging er nach Frankreich, wo er an der Universität von Toulouse zehn Jahre lateinamerikanische Literatur und die Guaraní-Sprache lehrte.

Während eines Besuches in Paraguay 1982 wurde er mit seiner Familie von den Behörden des Diktators Alfredo Stroessner des Landes verwiesen und ihm wurde die Staatsbürgerschaft aberkannt. Erst die neue Regierung nach dem Sturz Stroessners gab sie ihm 1989 wieder zurück. Im selben Jahr erhielt Roa Bastos den angesehensten Literaturpreis der spanischsprachigen Welt: den Premio Cervantes. (APA/dpa)


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: N-TV.de
Author:

Bolivars Traum wird wahr - Vereintes Südamerika


In Peru ist am Mittwoch die Gemeinschaft der Nationen Südamerikas nach dem Vorbild der Europäischen Union (EU) gegründet worden. Neun Präsidenten und Vertreter drei weiterer Staatschefs unterzeichneten eine entsprechende Erklärung von Cuzco. "Wir werden Zeugen eines historischen Ereignisses, mit dem der Traum (des Befreiers Simón) Bolívar nach 180 Jahren Wirklichkeit zu werden beginnt", sagte Perus Präsident Alejandro Toledo als Gastgeber in der alten Inka-Hauptstadt Cuzco im Süden des Landes. Die Eröffnungszeremonie fand vor historischer Kulisse im Sonnentempel der Inkas statt.

Die neue Gemeinschaft aus zwölf Nationen mit 360 Millionen Einwohnern, deren Bildung auf Jahrzehnte angelegt ist, baut auf die Annäherung zwischen der Andengemeinschaft CAN aus Bolivien, Ecuador, Kolumbien, Peru und Venezuela mit den Mercosurländern Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay auf. Als Beobachter nahmen Vertreter der Präsidenten Mexikos und Panamas teil.

Toledo und sein brasilianischer Kollege Luiz Inacio Lula Da Silva unterzeichneten als erstes Zeichen für konkrete Ergebnisse der Integration ein Abkommen zum Bau einer 1.200 Kilometer langen Straßenverbindung "Transoceánica" vom Atlantik bis zum Pazifik. Lula als Präsident der mit Abstand größten Regionalmacht versprach, sein Land werde "keine Mühen scheuen", um die Gemeinschaft zu mit Leben zu erfüllen. In der Vergangenheit sind jedoch viele regionale Integrationsprojekte über verbale Absichtserklärungen kaum hinausgekommen.

Die Gründung der Gemeinschaft erwecke den "Traum von Simon Bolivar" zum Leben, sagte Perus Präsident Alejandro Toledo. Der lateinamerikanische Nationalheld Bolivar hatte im 19. Jahrhundert erfolgreich den Unabhängigkeitskampf gegen die Spanier angeführt und die Gründung eines einheitlichen lateinamerikanischen Staates angestrebt. Der venezolanische Präsident Hugo Chavez sagte in Cuzco, die Südamerikanische Nationangemeinschaft könne in 20 Jahren ähnlich aussehen wie die Europäische Union heute.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: N-TV.de
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Santa Cruz trauert - Bruder tödlich verunglückt.


Stürmer Roque Santa Cruz vom FC Bayern München trauert um seinen Bruder Oscar Daniel. Der 23-Jährige war am Sonntag bei einem Verkehrsunfall in Paraguay ums Leben gekommen.

Der Fußball-Profi machte sich umgehend auf den Weg in seine Heimat. Bayern-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge drückte den Angehörigen sein Beileid aus: "Unser ganzes Mitgefühl gehört Roque und seiner Familie."

Oscar Daniel Santa Cruz war nach Angaben von Radiosendern zusammen mit Freunden nach einem Ausflug auf dem Rückweg in die Hauptstadt Asunción unterwegs gewesen, als der Geländewagen mit hoher Geschwindigkeit auf einen stehenden Bus auffuhr. Außer Santa Cruz sei auch der Fahrer ums Leben gekommen.


Datum: 2009-08-20 13:23
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Wo liegt die Zukunft des Mercosur?


Elf Jahre nach Inkrafttreten des Asunción-Abkommens beginnt eine neue Phase für den Mercosur: Das Ende des festen Wechselkurses in Argentinien bedeutet eine politische Stärkung für das Bündnis und sogar eine gemeinsame Währung in der Zukunft ist nicht mehr ausgeschlossen.

Nach der Währungsumstellung in Argentinien bleiben die Auswirkungen auf den Handel zwischen vier Mitgliedsländern des Mercosur - Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay - abzuwarten. Schätzungen des brasilianischen Aussenhandelsverbands AEB zufolge können die brasilianischen Exporte nach Argentinien im Jahre 2002 um etwa 30% von US$ 5,0 Mrd. (2001) auf US$ 3,5 Mrd. fallen. "Argentinien hat noch grosse Schwierigkeiten zu überwinden, aber eine der unseren ähnliche Wechselkurspolitik ist unabdingbar, damit das Land wieder auf die Füsse kommt und eine stabilere Säule für den Mercosur darstellen kann", so Odair Abate, Chef-Ökonom der Lloyds TSB Bank.

Ein positiver Effekt der Geschehnisse in Argentinien ist der, dass die Streitigkeiten, welche die Beziehungen zwischen den beiden Hauptländern des Mercosur - Brasilien und Argentinien - so belastet haben, weniger werden dürften. "Der Wechselkurs an sich wird lediglich eine Barriere darstellen", so AEB-Direktor José Augusto de Castro. Mit Ende der Wechselkursparität werden einige Branchen in Argentinien gegenüber ihren brasilianischen Nachbarn an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen, was zu einem Rückgang der brasilianischen Exporte führen wird.

Aufrechterhaltung und Stärkung

Trotz des spürbaren Verkaufsrückgangs auf dem Nachbarmarkt atmen brasilianische Unternehmer erleichtert auf: Die Regierung von Eduardo Duhalde hat zu erkennen zu geben, dass dem Mercosur Priorität eingeräumt werden wird. Nach allgemeiner Einschätzung ist die Bildung des Mercosur nicht mehr rückgängig zu machen; der Block muss angesichts der wirtschaftlichen Vorteile für Unternehmen und wegen der grösseren Verhandlungsmacht, die Brasilien durch ihn in Verhandlungen mit dem Ausland gewinnt, unbedingt aufrechterhalten werden. "Ich sehe kein Zurück für den Mercosur", bestätigt Antônio Corrêa de Lacerda, Chef-Ökonom von Siemens und Präsident der Brasilianischen Gesellschaft für Studien über Transnationale Unternehmen und Globalisierung SOBEET. "Im Gegenteil, der Weg führt zu einer Blockbildung innerhalb ganz Südamerikas, ausgehend von einer Verbindung der Mercosur mit den Ländern der Andengemeinschaft", erklärt er. Das ist ein wichtiger Punkt, der für Aufrechterhaltung und Stärkung des Mercosur spricht: alle grossen internationalen Verhandlungen finden zunehmend zwischen Blöcken und nicht mehr zwischen einzelnen Ländern statt. "Ein starker Mercosur stärkt Brasilien auf der internationalen Bühne", so Lacerda. Im Vordergrund stehen hier die Verhandlungen mit der Europäischen Union und die Gespräche zur Schaffung der Gesamtamerikanischen Freihandelszone ALCA. Nach Einschätzung von Lucia Baptista Maduro, Ökonomin in der Abteilung für Internationale Integration des Brasilianischen Industrieverbands CNI, wird die nächste Verhandlungsrunde zwischen Mercosur und EU, angesetzt für April 2002, zugunsten des Mercosur ausgehen. "Äussere Erfordernisse könnten für blockinterne Fragen zwingend werden". "Europäische Union und ALCA sind zwei ausreichend gute Gründe, den Mercosur in seiner politischen Dimension zu erhalten", sagt José Augusto de Castro vom Aussenhandelsverband AEB und fügt hinzu, dass Europa ein grosser Abnehmer von Commodities aus Brasilien und Argentinien ist. Laut Castro hat der Mercosur aufgrund der Rezession in Argentinien im vergangenen Jahr viel von seiner wirtschaftlichen Funktion eingebüsst, eine Entwicklung, die sich seiner Meinung nach in diesem Jahr fortsetzen wird. Im Jahr 2001 fielen die brasilianischen Exporte nach Argentinien um fast 20% auf US$ 5,003 Mrd.

Exporte und Internationalisierung

Obwohl die brasilianischen Exporte in die anderen Mercosur-Länder im vergangenen Jahr im Vergleich zum Jahr 2000 um fast 18% zurückgegangen sind, sind sich Wirtschaftsfachleute und Unternehmer darin einig, dass der Mercosur dazu beigetragen habe, in Brasilien eine Exportkultur zu schaffen. "Der Mercosur hat gezeigt, dass der Export kein Ungeheuer mit sieben Köpfen ist", so Castro von der AEB. "Da die geographische Lage günstig ist und auch die sprachlichen Schwierigkeiten relativ gering sind, begannen viele Unternehmen damit, nach Argentinien, Paraguay und Uruguay zu exportieren. Heute sind sie auch auf vielen andern Märkten präsent". Lucia Maduro vom Industrieverband CNI stimmt dem zu. Sie meint, der Mercosur habe zur Internationalisierung mittelständischer brasilianischer Unternehmen beigetragen. Als weiteren Erfolgsbeweis sieht die Ökonomin das Wachstum des Handels innerhalb des Mercosur. Während 1990 nur 4,2% der brasilianischen Exporte, nämlich Waren im Wert von US$ 1,32 Mrd., nach Argentinien, Paraguay und Uruguay gingen, waren es im Jahr 2000 mit US$ 6,37 Mrd. bereits 13,8% der Gesamtausfuhren. Im vergangenen Jahr ging dieser Anteil aufgrund der sich zuspitzenden Krise in Argentinien auf 10,9% zurück, lag mit US$ 6,34 Mrd. aber noch immer weit über dem Wert von 1990.

Wettbewerbsvorteile

Die Unternehmen haben unzählige Vorteile durch den Mercosur. Da sind einmal die Unternehmen, die über den Handel mit den unmittelbaren Nachbarn in den Export eingestiegen sind; dann diejenigen, die ihre Exporte erheblich steigern konnten; und schliesslich transnationale Unternehmen, denen durch den Mercosur ein grösserer Markt offenstand und die deshalb Investitionen von ihren Mutterhäusern erhielten, sich strukturell vergrössern konnten und wettbewerbsfähiger wurden, und zwar nicht nur innerhalb des Mercosur, sondern auch auf anderen Märkten. Und eben deshalb will die Unternehmerschaft gar nicht an die Möglichkeit einer Rückentwicklung denken. "Es ist ganz essentiell, dass der Mercosur weiterhin an der Integration arbeitet und sich nicht von vorübergehenden Konjunkturproblemen beeinflussen lässt", so Ansgar Wille, BASF-Geschäftsführer für Strategische Planung und Neue Geschäfte in Südamerika. "Ohne den Mercosur wären wir in den vier Ländern zusammen weniger wettbewerbsfähig als unsere mexikanische Niederlassung, die mehr produziert und der billigere Arbeitskräfte zur Verfügung stehen", sagt auch Domingos Dragone, Betriebsleiter bei Black & Decker do Brasil. Black & Decker hat ein Werk in Uberaba im Bundesstaat Minas Gerais, wo Elektrowerkzeuge und Haushaltsgeräte hergestellt werden. Ohne die günstigeren Zolltarife bliebe, so Dragone, nur der geographische Vorteil. Die brasilianische Niederlassung des Unternehmens hat geringere Transportkosten nach Argentinien, Paraguay und Uruguay als das nordamerikanische Mutterhaus und die Niederlassungen in Mexiko, England und China. Das bringt auch logistische Vorteile: Lieferungen nach Argentinien verlassen Brasilien im Monat vor Liefertermin, wohingegen Ware von England nach Argentinien zwei Monate vorher verschifft wird. Dadurch entstehen den Argentiniern höhere Lagerkosten. Seit Mitte der 90er Jahre plant das Unternehmen seine Investionen so, dass die Vorteile des Mercosur optimal genutzt werden. Nach der Abwertung des Real gegenüber dem Dollar im Jahr 1999 wurde beschlossen, Elektrowerkzeuge auch in Brasilien herzustellen, um die hohen Importkosten zu umgehen. Der Mercosur war auch ein wichtiger Faktor, als es darum ging, vom Mutterhaus Investitionen in das Werk in Uberaba zu erhalten. "Wir konnten zeigen, dass die Herstellung verschiedener Modelle in Brasilien im ganzen Mercosur Vorteile bringen würde", erzählt Dragone. Durch diese zunehmende Verlagerung der Produktion stieg die Anzahl der in Brasilien hergestellten Elektrowerkzeuge von 3 auf 33 Modelle, die Anzahl der Mitarbeiter von 350 auf 550. Gleichzeitig wuchsen die Nettoexporte aus der brasilianischen Niederlassung von nur US$ 4 Mio. im Jahr 1999 auf US$ 15,5 Mio. im Jahr 2000. Sogar im krisengeschüttelten Argentinien konnte B&D do Brasil im Jahr 2001 wachsen: Die Nettolieferungen beliefen sich auf US$ 3,8 Mio., verglichen mit US$ 3,6 Mio. im Jahr 2000. Die Präferenzspanne von 100% für die Importsteuern in den Mercosur sichert der brasilianischen Kodak-Niederlassung einen Wettbewerbsvorteil von 16,5%; das ist der durchschnittliche Gemeinsame Aussenzoll "TEC", den die Konkurrenz von ausserhalb des Mercosur bezahlen muss. "Es ist fast so, als würde man auf dem einheimischen Markt verkaufen", vergleicht der Direktor für Unternehmensfragen, Waldir Berger. Deshalb konnte das Unternehmen seine Produktion steigern und damit Kosten senken, wovon es nicht nur im Mercosur, sondern auch auf anderen Märkten profitiert. "Das gibt unserem Werk in Brasilien eine sehr starke Position im Gesamtkonzern, denn es bringt uns Investitionen", so Berger.

Zentralisierte Strukturen

In den Jahren 2000 bis 2004 wird die BASF-Gruppe insgesamt US$ 500 Mio. in Südamerika investieren. Allein in die Herstellung von Acryl-Monomeren gehen - in Partnerschaft mit der Petrobras - US$ 300 Mio. Abteilungsleiter Ansgar Wille erklärt, dass das Unternehmen die Region in Bezug auf Investitionen und Planung schon immer eher einen einzigen Markt betrachtet habe. Der Zusammenschluss zum Gemeinsamen Markt hatte auch zur Folge, dass viele Unternehmen ihre Tätigkeiten in den Mercosur-Ländern umstrukturierten, was wiederum Verfahrensoptimierungen und Einsparungen mit sich brachte. Das Unternehmen Henkel Mercosur - mit Werken in Brasilien, Argentinien und Chile (assoziiertes Mitglied des Mercosur) und einem Umsatz von US$ 160 Mio. im Jahr 2001 - wird von São Paulo aus zentral verwaltet. "Damit konnten wir unsere Personalkosten um ungefähr 30% senken", so Klaus H.Behrens, geschäftsführender Präsident der Gruppe und Vizepräsident der Deutsch-Brasilianischen Industrie- und Handelskammer. Behrens betont, dass Henkel den Mercosur als Einheit sieht, und nennt als einen der Hauptvorteile den wegen der Befreiung von Importzöllen erleichterten Warenaustausch, der es den Unternehmen erlaubt, ihre Produkte dort herzustellen, wo es kosten- und kapazitätsmässig am günstigsten ist. So können die Unternehmen - wie es auch Henkel gemacht hat - die Produktion bestimmter Grundstoffe auf einige Märkte zentralisieren und damit Kostenersparnisse und geringere Fixkosten erreichen. Laut Behrens sind die Geschäfte von Henkel im Mercosur dank der Aufhebung der Importsteuern in den letzten fünf Jahren um 30% gewachsen. Auch Kodak hat einen Teil seiner Struktur zentralisiert. Vor etwa drei Jahren wurde der Verwaltungssitz der Gruppe für den ganzen Mercosur nach São José dos Campos im Bundesstaat São Paulo verlegt. "All diese Märkte werden verwaltet, als seien sie ein einziges Land", so der Geschäftsführer für internationale Logistik, Luiz Antônio Pasquotto. Ausserdem wurde Brasilien zur logistischen Basis von Kodak in der Region. Sämtliche Waren aus dem Ausland, die für den Mercosur bestimmt sind, werden von der brasilianischen Niederlassung importiert und in das Zollager in São José dos Campos gebracht, wo sie erst einmal bleiben, ohne im zollrechtlichen Sinne eingeführt zu werden. Das Produkt wird dann zeitlich so abgefertigt, wie es in den Nachbarländern gebracht wird. "Die brasilianische Niederlassung ist sozusagen die Lieferzentrale für alle anderen Niederlassungen in der Region", so Pasquotto. Damit hat Kodak Brasilien seine Transporte zu grösseren Mengen zusammengefasst und spart mindestens 10% an Frachtvolumen. "Das kommt den in Brasilien hergestellten Produkten (Fotopapier, Filme und chemische Stoffe) zugute und schafft Arbeitsplätze bei Speditionen, Zollagenturen und anderen Dienstleistern", erklärt der Geschäftsführer.

Auszug aus: "Brasil - Alemanha" ANO 10 N°1" - Bericht von Sonia Salgueiro - Copyright © AHK-São Paulo - Câmara de Comércio e Indústria Brasil-Alemanha 2002


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: http://www.berlinonline.de
Author: Hinnerk Berlekamp

Straflosigkeit ist der Motor der Korruption


BERLIN, 15. Oktober. Der spannendste Termin seines Staatsbesuchs in Deutschland erwartet den paraguayischen Präsidenten Nicanor Duarte an diesem Sonnabend. Im Münchner Olympiastadion wird er zusehen, wie sich sein Landsmann Roque Santa Cruz und dessen Mit-Bayern gegen Schalke 04 schlagen. Duarte, einst selbst Sportreporter, kann sich ein wenig Zerstreuung leisten. Er ist nach Europa gekommen, um von einem neuen Paraguay zu künden: Einem Land, das Korruption nicht mehr duldet. Einem Land im Aufbruch. Und bei seinen Gesprächen mit dem Kanzler, mit dem Bundespräsidenten, mit Wirtschaftsvertretern hat er seine Botschaft an den Mann gebracht.

Duarte weiß, welch miserablen Ruf sein Land hat, und er weiß, wo dieser Ruf herkommt. "Die Korruption in Paraguay ging immer von der politischen Spitze aus", gibt er im Gespräch mit Journalisten rundheraus zu. "Wir haben 50, 60 Jahre lang ohne funktionierende Institutionen gelebt. Mit der Zeit hat sich eine ganze Struktur der Straflosigkeit entwickelt, und Straflosigkeit ist der Motor der Korruption."

Für seine Regierung, die vor einem Jahr die Amtsgeschäfte übernahm, nimmt der Präsident in Anspruch, sie habe mit der unseligen Tradition seiner eigenen Colorado-Partei gebrochen: "Wir haben die Justizgewalt erneuert. 150 Polizisten wurden entlassen. Wir kontrollieren die öffentlichen Ausschreibungen. Alle Regierungsmitglieder mussten ihr Vermögen offen legen. Bei mir war da nicht viel, bei manchen aber kam ein Ordner zusammen, der war so dick wie das Zivilgesetzbuch."

Auch ohne neue Steuergesetze seien binnen eines Jahres die Staatseinnahmen um 44 Prozent gestiegen, berichtet Duarte. "Jetzt gibt es Kontrolle, Führung, Angst. Ja, Angst. Angst ist wichtig."


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: DPA
Author: Transparency International

Paraguay ist in der Miserie weil die Regierungschefs das Volk ausrauben


London/Berlin - Finnland bleibt nach aus Sicht der Organisation Transparency International weltweit das Land mit der geringsten Korruption. Die Organisation, die gegen Bestechung kämpft, bewertete Helsinki zum fünften Mal in Folge als bestes Land. Transparency International veröffentlichte am gestern in London und Berlin seinen ,,Index 2004". Danach sind 106 der erfassten 146 Länder besonders von Korruption betroffen. Die Einstufung erfolgte auf Grund von Beurteilungen durch Geschäftsleute und Länder-Experten.

Verbesserungen registriert wurden nach Beobachtung von Transparency International für Österreich, die Schweiz, Tschechien, Frankreich und Deutschland, aber beispielsweise auch in Botswana, El Salvador, Gambia, Jordanien, Tansania und Uruguay. Eine Zunahme der beobachteten Korruption wurde gemeldet für Luxemburg und Polen sowie unter anderem für Zypern, die Dominikanische Republik, Jamaika, Kuwait, Saudi-Arabien und Senegal. Hinter Finnland steht Neuseeland auf Platz 2 der Länder mit der geringsten Korruption, Dänemark und Island folgen auf Platz 3. Schweden nimmt hinter Singapur den 6. Platz ein, den 7. die Schweiz. Norwegen folgt auf Platz 8, Australien auf 9 und die Niederlande auf Platz 10. Österreich teilt sich mit Luxemburg Platz 13, gefolgt von Deutschland auf Platz 14. Belgien rangiert mit Irland und den USA auf Platz 17.

Litauen steht mit Kuwait und Südafrika auf Platz 44 des Index. Tschechien mit El Salvador und Trinidad und Tobago auf Platz 51. Bulgarien findet sich mit Mauritius und Namibia auf Platz 54. Lettland und die Slowakei nehmen Rang 57 ein. Polen und Kroatien stehen mit Peru und Sri Lanka an der 67. Stelle. Die Schlusslichter des Index und damit Länder mit einer besonders großen Korruption sind Bangladesch, Haiti, Nigeria, Tschad, Birma, Aserbaidschan und Paraguay. Transparency International sprach jedoch von insgesamt 60 Ländern, in denen Geschäftsleute und Experten besonders oft Bestechung und Bestechlichkeit wahrgenommen hätten.

,,Korruption raubt Ländern ihr Potenzial", erklärte der Vorsitzende von Transparency International, Peter Eigen. Seine Organisation schätzt, dass die Verluste auf Grund der Bestechung bei Regierungs-Aufträgen weltweit mindestens 400 Milliarden US-Dollar ausmachen. Eigen wies darauf hin, dass besonders Öl-Förderländer von Korruption betroffen sind. Dort verschwänden Gelder in den Taschen der Mitarbeiter westlicher Öl-Firmen, Mittelsmänner und örtlicher Beamten.

Die westlichen Regierungen müssten ihre Öl-Konzerne verpflichten, öffentlich zu machen, welche Summen an Gebühren, Abgaben und anderen Zahlungen die Regierungen der Öl-Länder und die dortigen staatlichen Öl-Gesellschaften erhalten.

Die Tatsache, dass Finnland zum fünften Mal in Folge das Land mit der geringsten Korruption ist, führte die dortige Vertreterin von Transparency International, Leila Mustanoja, auf die Tradition der nordischen Staaten zurück. ,,Wir sind ein kleines Land, und man kann nicht leicht Dinge hier verbergen", erläuterte sie der Deutschen Presse-Agentur (dpa). ,,Ich denke, die Finnen sind nach wie vor ziemlich unschuldig - ein bisschen furchtsam - und gesetzestreu." Verbesserungen seien aber noch möglich. So gebe es Gefälligkeits-Aufträge.

Diese Nachricht soll jetzt nicht als abschreckend auf unsere Besucher wirken, jedoch möchten wir das Sie die Warheit erfahren bevor Sie sich entscheiden nach Paraguay auszuwandern. Etwas können wir als Trost noch sagen, es kann zum Glück nur noch besser werden.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: Gua-i.com
Author:

Guaira ist der Mittelpunkt der


Itá Letra (Beschriebener Stein), in der Gebirgskette des Ybytyruzú, ca. 18km von der Bezirksstadt Villarrica entfernt, ist die primäre Atraktion von "Mundo Guarani" (Guarani Welt), ein Bezirksprojekt, welches die touristischen Strassen der alten Spanier und Guaranie Indianer erkunden will. Auf diesen Strassen sind schon Berühmtheiten wie Alejo Garcia und Alvar Núñez Cabeza de Vaca transistiert. An diesem Platz kann man auch Inschriften der Wikinger an einer Felswand beobachten (wir berichteten, ein Video mit Abbildungen der Inschriften finden Sie auf der Hauptseite).

Itá Letra war schon immer ein wichtiger Punkt, strategisch gelegen, es gibt Gerüchte, welche besagen, dass bestimmte Ybytyruzú-Gebiete schon immer sehr begehrt waren, erklärte Juan Manuel Prieto aus dem Sekretariat vom Nationalen Tourismosbuero.

Das Programm mit dem Namen "Tape Avirú" oder Heilige Strasse der Guarani ist ein sehr großes Projekt, welches zu dem Projekt Mundo Guarani dazu gehört und welches Paraguay als das Herz dieser Guarani-Welt bekannt machen möchte.

Itá Letra ist der schönste und größte Punkt der Heiligen Strasse Tape Avirú, leider immer noch unbekannt für viele.

Die Guaranis erstreckten sich früher über 7 Länder und es ist in Paraguay, wo die alten Bräuche, die Musik und das alte Leben der Guaranis noch gehegt und gepflegt wird.

Laut dem Tourismusbüro für Abenteuer-Tourismus, ist Itá Letra nicht nur ein atraktiver Ort wegen seinem historischen Wert, es ist auch ideal für Abenteuer und fotografische Expeditionen. "Die Landschaft in der Umgebung, sowie die Fauna und die Flora sind einfach berauschend!", dies war die Aussage eines Besuchers, welcher sichtlich beeindruckt war.

An dem Projekt nehmen auch brasilianische Unternehmen teil, weil sich die Heilige Strasse von Santa Catarina bis hin zu den Iguazu Fällen erstreckt.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: Zeitung ABC Color
Author:

Staat reduziert die Dieselsteuer, um einen Preisanstieg zu vermeiden.


Der Präsident Nicanor Duarte Frutos gab gestern bekannt, dass der Dieselpreis nicht steigen wird. Um dies zu erreichen wird die Dieselsteuer von 600 Guaranies (0,07 Euro) auf 400 Guaranies (0,05 Euro) gesenkt. Die Steuer die der Staat kassiert, wird bei Petropar bleiben um die Verluste des staatlichen Unternehmens auszugleichen, welche auf die internationale Erhöhung des Rohöls zurückzuführen ist.

„Wir haben gerade über dieses Thema diskutiert und wir werden nicht den Dieselpreis erhöhen, aber wir werden die Dieselsteuern von 600 auf 400 Guaranies pro Liter senken.“, erklärte der paraguayische Präsident Duarte Frutos in einer kurzen Ansprache.

Nach der Sitzung mit seinen Wirtschaftsberatern gab der Präsident bekannt, dass diese Massnahme mindestens solange in Kraft bleibt, bis sich der Preis des Rohöls am internationalen Markt eingependelt hat.

Er fügte hinzu, dass die Preise beibehalten werden, um nicht wichtige nationale Produktionen zu beeinträchtigen. „Der Staat wird weniger einnehmen, dies ist aber eine Massnahme welche wir als politisch notwendig bezeichnen, bis sich die Konditionen bessern, aber es wird definitiv keine Dieselerhöhung geben.“, wiederholte Duarte Frutos. Durch diese Massnahme werden dem paraguayischen Staat zwar ca. 2.5 Millionen Dollar monatlich in der Staatskasse fehlen, dies sei es aber wert, um die nationale Produktion nicht zu schwächen.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: ABC Color
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Mehr als 2.300.000 Paraguayer leben in Armut


Ungefähr 2.346.000 Paraguayer leben in ärmlichen Verhältnissen (41,4%),bei einer Bevölkerungszahl von derzeit 5.670.238 . Dies ist bedingt durch die niedrigen Löhne, die unter dem Grundnahrungsmittelkorb liegen, laut der Studie von „Permanente de Hogares 2003“, die ihre Resultate gestern bekanntgab.

Die Umfrage ermittelte die Armut und das monatliche Einkommen in Paraguay sowie andere Elemente wie Erziehung, Gesundheit, Wohnen, Services wie Strom und fließendes Wasser und mehr. Die Studie wurde zwischen August und Dezember 2003 durchgeführt.

Im ländlichen Bereich erreicht die Armut einen Wert von 43,3% von der Bevölkerung, während in dichter besiedelten Gegenden und Städten 39,88% der Bevölkerung in Armut leben. Die Landeshauptstadt Asuncion weist die geringste Zahl von Bewohnern welche in ärmlichen Verhältnissen leben aus (6,3%).

2002 lag die Ziffer der in Armut lebenden Bevölkerung noch bei 43,2% , welche sich 2003 auf 39,8% reduzierte. Leider besteht diese Reduzierung der Armut für 2003 nur auf dem Papier, da lediglich 10 %, und das ohnehin unter den Besserverdienenden der Bevölkerung, ihr Monatseinkommen verbessern konnten, und die Differenz zwischen den Monatseinnahmen immer größer wurde. Während 2002 die besserverdienende Bevölkerung noch monatlich ca. 1.500.000 Guaranies verdiente (ca. 215 Euro), erhöhte sich dieser Verdienst in 2003 auf 1.900.000 Guaranies (ca. 272 Euro). Im Vergleich dazu verdient ein in Armut lebender Landarbeiter im Schnitt nur 500.000 Guaranies (ca. 72 Euro).

Für einen Europäer sollten ca. 300 Euro im Monat, um nach europäischen Verhältnissen leben zu können ausreichen. Damit zählt dieser dann auch zu den 10% der Besserverdienenden unter der Bevölkerung.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: ABC Color
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Bekanntmachung über den Bau einer Ka´a He´e (Stevia) Fabrik in Paraguay


Die Direktorin von Forschung und Entwicklung der brasilianischen Firma Steviafarma (Hersteller des Süßmittels der Marke „Stevita“), Helena Meneghetti, gab gestern bekannt, dass das brasilianische Unternehmen eine Fabrik für die Herstellung von Stevia-Kristallen in Paraguay errichten will. Allerdins sei dies davon abhängig, ob PY die Kultivierung von Ka´a He´e ausbreiten wird. So auch der Kommentar von Helena Meneghetti: „Schon seit letztem Jahr geben wir bekannt, dass bei genügender Produktion, die unseren Bedarf in der Fabrik in Maringa (Brasilien) stillen wird, wir eine Fabrik für die Herstellung von Stevia Kristallen in Paraguay errichten werden².

Die Fabrik von Maringa bezieht zu 90% das Rohprodukt von paraguayischen Bauern, was aber wie es scheint noch nicht ausreichend ist.

Vor kurzem wurde ein Gesetz verabschiedet (wir berichteten), in dem die Lebensmittel-Experten von JECFA, die eine Organisation der FAO und WHO (World Health Organization) ist, das natürliche Süßungsmittel Stevia in eine Kategorie einordneten und die Menge, welche empfehlenswert ist, täglich einzunehmen ist.

Das Dokument wurde von über 600 Experten geprüft und bestätigt, was zur Folge hatte, dass endlich die Mythen, welche sich rund um die Stevia rankten, wie z.B., dass das Süßmittel für Abtreibungen verantwortlich sei und krebserregende Stoffe beinhalte, als Lügen entlarvt werden konnten.

Laut Helena Meneghetti wird dieses Dokument der JECFA dazu beitragen, dass die Nachfrage nach Stevia explosionsartig in die Höhe steigen wird. Dadurch fühlt sich das brasilianische Unternehmen angespornt, in Paraguay eine neue Fabrik zu eröffnen, da die jährliche Produktion von 105 Tonnen bei weitem nicht ausreichen wird, den weltweiten Bedarf zu decken.

Damit der Bedarf der neuen Fabrik gestillt werden kann, müssen mindestens 2000 Hektar Stevia angepflanzt werden.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: Gua`i.com
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Die größte Zuckerrohr Fabrik fängt mit der diesjährigen Produktion an.


Der Hersteller von Alkohol für Autos, Petropar, nimmt in seiner Zuckerrohrfabrik in Troche (Guaira) wieder Zuckerrohr entgegen, für die Alkoholproduktion 2004. Die diesjährige Produktion für Autoalkohol wurde im Vergleich zum vergangenen Jahr mit einem Rückstand gestartet. Egon Wainert, General Direktor der Fabrik, gab bekannt, dass der Preis für die Tonne Zuckerrohr bei 86.000,-- Guaranies liegt (12,28 euro). Täglich werden 2000 Tonnen Zuckerrohr angenommen, was 172 Millionen Guaranies ausmacht, 1200 Millionen in der Woche und 5000 Millionen im Monat.

Die Zuckerrohrpresse wird dieses Jahr etwas weniger ausfallen als vergangenes Jahr. Die angestrebte Menge für dieses Jahr liegt bei 250.000 Tonnen, um 19 Millionen Liter Alkohol für den lokalen Markt zu gewinnen. Im Jahr 2003 wurden 293.000 Tonnen und 21 Millionen Liter Alkohol produziert.

Die Alkoholfabrik von Petropar in Mauricio Jose Troche wird von rund 1500 Lieferanten mit Zuckerrohr beliefert, welche wiederum Arbeit an ca. 6000 Menschen in der Region geben, darunter die Zuckerrohr-Ernter, die Schäler und die Transporteure.

„Wir erwarten, dass die diesjährige Produktion bei einem Schnitt von ca. 75 Litern pro 1000 Kilo Zuckerrohr liegt, was sich für die Ernte des Oktobers noch auf 80 Liter Alkohol pro 1000 Kilo Zuckerrohr steigern wird.“, laut Egon Wainert.

Die Alkohol-Fabrik von Petropar in Mauricio Jose Troche (Guaira), soll das nächste Jahr erweitert werden, um die Nachfrage an Alkohol als Kraftstoffart für Autos decken zu können.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: ABC Color
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Ka´a he´e wird als Lebensmittel, welches zum täglichen Genuss geeignet ist, freigegeben.


Das weltweite Experten-Komitee in Lebensmittel (JECFA) hat ein Dokument herausgegeben, in dem mitgeteilt wird, dass Ka´a he´e (Stevia Rebaudiana Bertoni) ein Lebensmittel ist, welches sich für den täglichen Verzehr eignet. Diese Nachricht ist eine riesige Unterstützung für die Bekanntmachung dieses noch unbekannten Produktes am internationalen Markt.

JECFA ist eine technische Organisation und gehört zur Organisation der Vereinten Nationen im Bereich Landwirtschaft und Lebensmittel (FAO) und der World Health Organization (WHO).

Die Studie der Organisation, welche von über 600 Spezialisten unterstützt wird, stürzt die Mythen welche weltweit um Ka´a He´e gewachsen sind. Diese besagten, dass die Pflanze angeblich für Abtreibungen verantwortlich sei und Krebs hervorrufen könne.

Das Experten-Team empfiehlt einen täglichen Verzehr von 2 Milligramm Ka´a He´e pro Kilo Lebensgewicht. Diese Menge kann noch steigen, wenn Paraguay ein paar einfache technische Studien, über den Verzehr, seine Verbreitung und die Konzentration von Glukose und anderen Inhaltsstoffe, realisiert.

Mit diesem kleinen Schritt, ist es möglich, dass Ka´a He´e in das Lebensmittelgesetz mit aufgenommen wird. Das Komitee der Lebensmittelgesetze wird sich Ende März 2005 treffen und über die Aufnahme von Ka´a He´e beraten.

Ganz einfach ausgedrückt, JECFA informiert die FAO und die WHO, dass Ka´a He´e bedenkenlos konsumiert werden kann. Davor hatte Ka´a He´e keine weltweite Bedeutung.

In Paraguay werden 600 Hektar Ka´a He´e angepflanzt. Das Ministerium der Landwirtschaft und Rinderzucht (MAG) hat die Planze als eine der wichtigsten Anbaumöglichkeiten in seinem Programm mit aufgenommen. In Paraguay wurden Pläne bekannt gemacht, nach welchen man Kristalle aus Ka´a He´e herstellen wollte, welche aber nie realisiert wurden.

Mehr Informationen zu Ka´a He´e oder auch Stevia, finden Sie hier: Informationen zur Stevia


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: ABC Color
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Paraguay ist der größte Software Pirat Lateinamerikas


Paraguay hat es geschafft die größte Qualifizierung für Software-Piraterie in Südamerika zu erhalten, wie die Resultate der Studie Global 2003 von der Bussinnes Software Alliance (BSA) zeigen, was gestern in den USA bekannt gegeben wurde. Die Position des Landes verschlechtert sich dadurch, da die Benutzung von illegaler Software von 71% auf 83% gestiegen ist, jedes 83. benutzte Programm von 100 ist illegal.

Die Information, welche auch in internationalen Nachrichten zu finden war, zeigt, dass 7 südamerikanische Länder über 70% illegale Software benutzen und trauriger Spitzenreiter in dieser Studie ist Paraguay mit 83%. Danach folgen El Salvador mit 79%, Nicaragua 79%, Bolivien 78%, Guatemala 77%, Dominikanische Republik 76%, Honduras 73%, Venezuela 72% und Argentinien mit 71%. Die einzigen 3 Länder, in denen die Software-Piraterie unter 63% lag sind: Puerto Rico mit 46%, Kolumbien 53%, Brasilien 61%, Mexiko 63% und Chile mit 63%.

Danach folgen noch mit über 69% Panama, Costa Rica 68%, Peru 68%, Ecuador 68% und Uruguay mit 67%. Brasilien und Mexiko sind die Spitzenreiter, welche den Software-Herstellern die größten Verluste bereitet haben. Brasilien mit 519.000.000$ und Mexiko hat einen Verlust von 369.000.000$ der Software Industrie bereitet.

Die Studie zeigt auch, dass die illegale Software-Piraterie immer noch auf einem sehr hohen Niveau in Lateinamerika betrieben wird, deutlich über dem Rest der Welt, welcher bei 36% liegt, und auf 2ter Stelle im „Ranking“ unter den 6 Regionen weltweit zu finden ist.

Lateinamerika hat einen Schaden von 1.272 Millionen Dollar den zu der BSA dazugehörenden Unternehmen verursacht.

Die Software-Piraterie bleibt eine der größten Herausforderungen für die Wirtschafts-Economie der ganzen Welt. Von Brasilien bis Chile und von Mexiko bis Paraguay, wird verhindert, dass die Staatskassen größere Einnahmen durch Steuern erzielen können, was zur Folge hat, dass tausende von Arbeitsplätzen eliminiert werden unter den Bereitstellern und Entwicklern von Software. Dies hat auch zur Folge, dass die jeweils nationalen Industrien betroffen sind und darunter leiden müssen, versicherte der Präsident der BSA Robert Holleyman.

Seinerseits beschwichtigte jedoch der Manager von Internacional Data Corporation (IDC) Latin America, Jason Cunliffe, mit der Aussage: „Lateinamerika befindet sich unter den größten illegalen Software-Piraten, aber die Verluste, die es der Software Industrie bereitet sind die geringsten weltweit“.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: ABC Color
Author:

Iran macht Millionen - Angebot um alles Fleisch aufkaufen zu können.


Iran macht Paraguay ein Millionen-Angebot, um alles Rindfleisch aus seiner Produktion aufzukaufen. Die Verhandlungen sind noch im Gange und bis jetzt gibt es noch keine offizielle Antwort von Paraguay. Paraguay hat jährlich eine Einnahmequelle von 60.150.000$ durch seine Fleischexporte.

Den vergangenen Freitag hat die iranische Regierung ein Angebot gemacht, welches die paraguayische Regierung überraschte: der Aufkauf der gesamten Fleischproduktion und das zum Zeitpunkt, als die größte nationale Ausstellung der Rinderzucht, Industrie und Service in Paraguay stattfand, mit Namen "Expo". Der Iran stellt keine Ansprüche an den zu verhandelnden Preis, aber um so mehr an die Qualität und die pünktliche Lieferung der Ware.

Die paraguayische Regierung hat dem Iran versprochen, das Angebot zu überprüfen und dann eine sofortige Antwort zu geben, weil das asiatische Land mit seinen 62 Millionen Einwohnern dringend seine Fleischdefizite auffüllen muss.

Paraguay verkauft jährlich weltweit Fleisch im Wert von 60.150.000$, was 4,84% des nationalen Exportes ausmacht. Der Staat ruft jetzt dringend alle Rinderzüchter zusammen, um das Angebot des iranischen Staates bekannt zugeben und einen strategischen Ausweg zu finden, um wenigstens das Angebot für dieses Jahr decken zu können.

Paraguay unterhält schon seit dem 19. Februar 1993 diplomatische Beziehungen mit dem Iran. Der paraguayische Staat hat zwar keine Botschaft im Iran, aber der gute Ruf und die Qualität des paraguayischen Fleisches ist den Asiaten bekannt, so dass sie das Millionen-Angebot dem paraguayischen Staat gemacht haben.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: Zeitung ABC Color
Author: Paso Yobai, Guaira – Guido Alberto Pérez

Der Wert der Yerba Mate steigt und erweckt neue Hoffnung bei den Herstellern


Die Hersteller der Yerba Mate arbeiten intensiv am Einsammeln der Blätter, die eine anregende Wirkung besitzen, da sich der Preis hierfür bei der diesjährigen Ernte verdoppelt bis verdreifacht hat. Sie bekommen bis zu 400 Guaranies (5 Cent) für jedes Kilo trockener Blätter. Die negative Seite dabei ist, dass manche Hersteller Ihre Yerba Anpflanzungen ganz oder teilweise vernichtet haben, weshalb die Ernte etwas weniger ausfallen wird. Die Trockenheit, die dieses Jahr herrschte, hat ihren weiteren Beitrag dazu beigetragen, doch trotz allem sind die Erwartungen groß. Die Arbeit beginnt früh morgens sobald es hell wird und die Schnitter sich auf die Felder begeben. Sie binden die Blätter zu ungefähr 150 Kilo großen Bällen zusammen, welche sie dann zu den Weiterverabeitungs- Anlagen bringen, der Trocknungsanlage (el secadero oder auch varvakua genannt) und die Mühle (la cancheadora oder molino), wo das Produkt fast fertig herauskommt und auch „mborovire“ genannt wird. Danach werden die getrockneten Blätter im „noke“ gelagert, wo sie fermentiert werden und dadurch den typischen Geschmack und das Aroma erhalten. Von diesem Lagerraum kommen sie in die Mühle, danach zur Verpackung und dann zum Verkauf. Das schöne an der Sache ist, dass die Anbauer, welche letztes Jahr nur 150 Guaranies für jedes Kilo trockener Blätter erzielt haben, dieses Jahr durch den gestiegenen Preis ein vielfaches mehr an Einnahmen erzielen, wodurch die harte Arbeit dieser Menschen belohnt wird. Von Beginn der Ernte werden 24 Stunden am Tag gearbeitet und dies über mehrere Tage hinweg. Man hört das emsige Treiben der Traktoren, welche hin und her fahren, das Brummen der „cancheadoras“ (Mühle) zur späten Nachtstunde und dies alles wie ein Hersteller sagt: „sobald das Blatt einmal geschnitten ist legt es einen Prozess von 48 Stunden zurück (praktisch ununterbrochen). Man kann nicht anhalten, sonst würde die Qualität des Produktes darunter leiden". Die großen Firmen haben Spitzentechnologie, aber viele ärmere Hersteller stellen die Yerba Mate noch auf herkömmliche alte Weise her und dieses Endprodukt wird von vielen Einheimischen vorgezogen.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle:
Author: César Martínez

Bevölkerung aus Villarrica befürchten die Schließung der Medizinischen Universität


Die mögliche Eröffnung einer weiteren medizinischen Universität in Asuncion lässt große Unsicherheit unter der Bevölkerung von Guaira entstehen, denn eine Schließung der ersten Universität im Inneren des Landes ist nicht auszuschließen. Seit ihrer Eröffnung haben die Betreiber der medizinischen Universität mit großen Problemen zu kämpfen gehabt, wie dem, daß der Ex-Diktator Alfredo Stroessner die Medizin-Karriere nicht anerkennen wollte oder der Eröffnung einer neuen medizinischen Universität in Asuncion. Heute ist eine kleine Gruppe von Studenten und Familienvätern nach Asuncion gereist, um mit den Hauptverantwortlichen der Universidad Catolica (Katholische Universität) zu sprechen. Es wurden in Villarrica und Umgebung auch schon Unterschriften eingesammelt, damit uns unsere schöne Medizin-Uni erhalten bleibt. Die Universität ist auf dem heutigen Stand mit den modernsten Geräten ausgestattet und es unterrichten die besten Medizin-Profesoren.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: Zeitung ABC Color
Author: Guido Alberto Pérez

Der Boden wird mit grünem Dünger wiederbelebt.


Mit dem Ziel, die Fruchtbarkeit der Erde zurückzugewinnen und zu erhalten,haben Mitglieder aus einem Komitee von Bauern angefangen, Grünschnitt auf Ihren Ackerländern anzupflanzen.
Die "avena negra" oder auch Grünschnitt genannt, ist eine der meist gebrauchten Direkt- Einpflanzungen, eine neue revolutionäre Kultiviermethode. Außerdem kann man es als Futter für die Tiere verwenden.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: Villarrica.
Author: Gua-i.com

Der SNPP fängt morgen mit dem lokalen Bau an.


Es wird mit dem Bau für das Lokal des nationalen Ausbildungszentrums in Villarrica angefangen. Der Bau wird auf dem Gelände des Ybyra Rovy im Stadtviertel San Miguel platziert werden. Das Vorhaben wird ca. 345 millonen Guaranies kosten (ca. 50.000euro), so wie Architektin Darcy Bernal informiert.


Datum: 2009-08-20 13:23
Quelle: Abc Color
Author:

Alfredo Moraes stellt in Villarrica aus


Der paraguayische plastische Artist Alfredo Moraes stellt eine Auswahl seiner Ölgemälde im Centro Español von Villarrica aus. In der Ausstellung mit dem Namen "Sintesis zwischen Cateura und dem Himmel" werden Bilder von wilden Tieren, welche vom Aussterben bedroht sind, zu bewundern sein. "In wenigen Jahren, wird der Prophetische Pinsel von Alfredo Moraes, wohl die einzige Möglichkeit sein solche Tiere zu bewundern.


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